Leben ohne Zucker – Die 10-Prozent-Hürde – Teil 2

Am Montag startete ich also wieder mit hoher Motivation – auch, wenn ich sehr erschöpft in die Woche ging. Aber sich selbst zu motivieren, wenn es gut läuft, ist ein Kinderspiel. Schwer wird es erst, sich selbst zu motivieren, wenn man gerade einen Rückschlag erlitten hat. Mit diesem Wissen startete der Montag mit einer Schale Cornflakes, die gerade noch unterhalb von 10% Zucker lagen. Mittags gab es Putensteak mit Nudeln. Am Nachmittag gab es den Rest Bergkäse aus der letzten Woche und ein paar Nüsse. Damit lag ich dann nicht nur im Zucker-Soll, sondern schaffte sogar wieder 16:8-Intervallfasten.

Der nächste Tag startete mit Haferflocken und Nüssen. Ich war auch ziemlich ausgehungert, nachdem ich morgens um kurz nach sechs Uhr laufen war und erst um 8 Uhr frühstücken durfte. Mittags gab’s dann Schweinenackensteck mit Bratkartoffeln in der Kantine. Nachmittags dann nochmal Haferflocken. Also ein unspektakulärer Tag was den Zucker angeht.

Am Dienstag startete ich wieder mit Haferflocken in den Tag. Das Mittagessen bestand aus einer Reispfanne inkl. Fleisch. Abends lies ich das Essen aufgrund von zu wenig Zeit einfach mal ausfallen. Das sollte natürlich nicht die Regel werden, aber selbst die Schwimmeinheit am Abend bereitete mir so keine Probleme.

Der nächste Morgen fiel bezüglich des Zuckerkonsums sehr gering aus -ich ließ das Frühstück ausfallen, da ich den ganzen Morgen tief in meine Arbeit versunken war und startete die Tag mit der ersten Nahrungsaufnahme am Mittag. Da mittwochs immer SchniPo-Tag (Schnitzel-Pommes) in der Kantine war, ergab das Mittagessen vermutlich nicht die gesündeste Mahlzeit meines Lebens, jedoch war der Zuckeranteil recht gering. Zum Abendbrot gab es Nudeln, somit konnte ich auch hier die 10%-Hürde durchhalten.

Donnerstags war ich nicht im Büro, sondern unterwegs. Da ich mir meine komplette Verpflegung mitgenommen hatte, um nicht irgendwo unterwegs schnell mal der Versuchung zu erliegen etwas Ungesundes-To-Go zu kaufen. Damit konnte ich dann auch sicherstellen, dass der Zuckeranteil so gering wie möglich sein würde.

Der Freitag war wieder ein Fastentag im Sinne des 5:2-Intervallfastens. Somit gab es hier gar keine Berührungspunkte mit Zucker. Das darauf folgende Wochenende verlief deutlich besser als der Wochenende zuvor. Mit „normalem“ Wochenendfrühstücken bestehend aus Brötchen, war der Start in den Tag so gerade noch gelungen. Mittags gab es selbst gemachte Pizza und es wurde gegrillt. Abends aß ich zuvor ja gern nochmal eine Tüte Chips oder die Tafel Schokolade. An diesem Wochenende gab es auf dem Sofa dann nur Käse.

Fazit nach zwei Wochen: Wenn man sich bezüglich Süßigkeiten-Konsum diszipliniert, ist es selbst als Kohlenhydrant-Junkie gar nicht so schwierig unter der 10%-Hürde zu bleiben.

Als nächsten Schritt hatte ich mir die 5%-Hürde vorgenommen. Dies sollte dann jedoch um einiges schwieriger werden, da ich in den letzten zwei Wochen festgestellt habe, dass ich mit vielen Lebensmitteln im Bereich von 5-10% lag. Nun diese Lebensmittel deutlich zu reduzieren, würde vermutlich auch deutliche Einbußen bei meiner gefühlten Lebensqualität bedeuten.

 

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Informationsdiät – 30 Tage ohne Nachrichten – Kommunikation im Team

Die Kommunikation und die Informationsflut in meinem Team stellte mich während der Informationsdiät vor eine weitere Herausforderung.

Ich bin weiß Gott kein Verfechter von „ich muss ständig erreichbar sein“. Aber beruflich verfällt man doch ab und an in Zugzwang – vor allem, wenn der oder die Vorgesetzte mit in der Kommunikation ist, möchte man ja nicht der letzte sein der antwortet, sondern bei ihm oder ihr einen guten Eindruck hinterlassen.

Wie ließ sich dies nun in der auch berufliche Informationsdiät umsetzen? Bei den Mails versuchte ich möglichst über Filter eine große Menge unwichtiger Mails direkt wegzufiltern. Ebenso las ich meine beruflichen Mails nur noch dreimal täglich – was erstaunlicherweise an keiner Ecke zu einem Weltuntergang führte. Für E-Mails von meinem Chef setzte ich mir eine Regel, die dafür sorgte, dass ich trotz des nur dreimaligen Lesens von E-Mails auch außerhalb dieser Mail-Zeitfenster über Mails von meinem Vorgesetzten benachrichtigt wurde. So konnte ich immer zeitnah auf genau diese Mails reagieren und musste nicht allzuoft meinen Mail-Rythmus verlassen.

Darüber hinaus gab es jedoch bei uns im Team einen Teamchat, um sich schnell und informell auszutauschen. Vor der Informationsdiät las ich praktisch ständig die Nachrichten in diesem Chat. Mit Beginn der Informationsdiät reduzierte ich auch diesen Nachrichtenkonsum auf dreimal tägliches Überfliegen der Chatnachrichten. Das meiste war ohnehin nicht so wichtig, dass es eine sofortige Intervention meinerseits erfordert hätte – wenn es wirklich irgendwo brennt, rufen mich die Leute schon an!

Oft trifft man mit dem dreimaligen Lesen von Nachrichten – sei es nun der Chat, Mails oder ein anderer Weg -auch immer noch das erwartete Antwortfenster des Gegenüber. Die anderen sind schließlich auch immer beschäftigt und haben nicht den ganzen Tag Zeit auf Nachrichten von mir zu warten. Und wenn doch, sind sie eindeutig nicht ausgelastet.Dir hat der Artikel gefallen? Dann würden wir uns freuen, wenn du uns mit einer Spende unterstützen würdest!

Informationsdiät – 30 Tage ohne Nachrichten – Informationsfalle Smartphone

Als große Herausforderung der Informationsdiät stellte sich in den ersten Tagen das Smartphone heraus. Es begeistert nicht nur täglich, sondern eher stündlich oder minütlich mit neuen Nachrichten per Whatsapp, E-Mail oder Facebook.

Zunächst einmal schaltete ich sämtliche Benachrichtigung von Mail- oder Messenger-Clients soweit aus, dass sie nicht mehr vibrierten und erst recht keinen Ton mehr von sich gaben. Nun musste ich nur noch dem Verlangen widerstehen ständig nachzuschauen, ob es nicht doch etwas neues gibt.

Bei den beruflichen Mails stellte dies gar kein Problem dar: Schon seit längerer Zeit arbeitete ich auch am PC mit der Methode nur dreimal täglich meine Mails abzurufen und zu bearbeiten. Das konnte ich nun schnell auf die Mails auf dem Smartphone übertragen bzw. hatte ich mir für berufliche Mails bereits angewöhnt. Zusätzlich zu meinem Beruf arbeitete ich aber noch im großen Stil ehrenamtlich und hatte zusätzlich natürlich einen privaten Mailaccount. Bei den beruflichen Mails kann man relativ einfach mit sich selbst diese Vereinbarung treffen: „Es ist ja nur beruflich, also lies die Mails konzentriert auch nur dreimal täglich während der Arbeitszeit!“ Im Gegensatz dazu ist man beim Ehrenamt (und auch privat) natürlich hoch motiviert und wartet quasi durchgängig auf interessante Mails zu seinen Aktivitäten. Immer wieder erwischte ich mich also dabei wie ich meine Mails also trotzdem abrief. Nach einigen Tagen legte sich der Drang Mails abzurufen zum Glück jedoch. Ich kam mit mir selbst zu der Abmachung private und ehrenamtliche E-Mails nur einmal täglich abzurufen und diese dann auch gesammelt zu bearbeiten. Das reduzierte in diesem Bereich nicht nur die Informationsflut, sondern machte mich auch in diesem Bereich massiv effizienter.

Einfacher war es hingegen bezüglich Facebook auf dem Smartphone. Mir anzugewöhnen nicht ständig bei Facebook rumzusurfen, löste ich dadurch, dass ich das Smartphone zu Hause nicht mehr ständig bei mir trug, sondern einfach zentral im Flur ablegte. Die Benachrichtigung für den Facebook-Messenger deaktivierte ich ebenfalls. Jedoch bekam ich auch zuvor selten Nachrichten über den Facebook-Messenger, so dass dies kaum eine Einschränkung bedeutet hätte.

Schwerer wurde es dann wieder bei Whatsapp: Ich nutzte Whatsapp auch damals nicht, um lustige Katzenvideos an all meine Freunde zu verteilen, sondern hauptsächlich in meiner Position im Ehrenamt, um die Jugendlichen zu erreichen. Es ist nunmal das Medium der Jugend – und will man diese Zielgruppe erreichen, muss man in ihrer Liga spielen. So organisierte ich Veranstaltungen etc. neben Mails und Telefonaten weitestgehend per Whatsapp. Das artete dann schonmal dazu aus, dass ich über den ganzen Tag verteilt Whatsapp-Nachrichten schrieb und vor allem empfing (wir möchten uns hier ja die Informationsdiät anschauen und vor allem den Eingang von Informationen reduzieren oder zumindest kanalisieren). So fand ich hier eine ähnliche Abmachung mit mir selbst, wie ich sie für berufliche Mails mit mir getroffen hatte: Whatsapp wurde nur dreimal täglich geöffnet.

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Informationsdiät – 30 Tage ohne Nachrichten – Technische Unterstützung nutzen

Ich gebe zu, es war nicht immer leicht die Informationsdiät strikt durchzuhalten. Aber ich habe mir ein paar technische Hilfen gebastelt, um sie leichter durchhalten zu können.

Genauso wie es bei einer richtigen Diät viel leichter fällt im Supermarkt einmal „Nein“ zu Süßigkeiten zu sagen und diese dann gar nicht erst einzukaufen, wollte ich dies auch für Informationen erreichen. Wenn die Süßigkeiten erst einmal zu Hause im Schrank liegen, muss man jedes Mal, wenn man am Schrank vorbei kommt widerstehen. Sind sie erst gar nicht ins Haus gekommen, besteht diese Versuchung gar nicht. Diesen Ansatz habe ich nun – zumindest für meinen Windows-PC – auf die Informationsdiät übertragen.

Es würde mir viel leichter fallen, wenn ich die Informationen einmal sperren kann als immer wieder bewusst darauf zu verzichten. Mit der Zeit würde sich daraus eine Gewohnheit entwickeln – genau wie bei den Süßigkeiten – und ich würde mich nicht mehr durch Sperren disziplinieren müssen. Aber wie konnte ich verhindern, dass die Informationen mich erreichen?

Bei Windows (und auch bei Linux, aber die Erklärung spare ich mir hier, da Linux-Nutzer das vermutlich ohnehin kennen) gibt es die Möglichkeit die Einträge für Domains selbst zu manipulieren. Wenn du beispielsweise immer wieder der Versuchung erliegst Seiten wie spiegel.de, welt.de, und bild.de aufzurufen, um dich doch einfach mal kurz treiben zu lassen und Informationen ungefiltert zu sammeln, kannst du diese Seiten einfach lokal sperren. Dazu editierst du einfach die Datei „hosts“ auf deinem Computer. Dort kannst du für Domains die IP-Adresse selbst konfigurieren. Was normalerweise ein Nameserver für dich dynamisch erledigt, wenn du die Adresse einer Internetseite im Browser aufrufen, kannst du dort selbst einstellen.

Editiere  dazu einfach die Datei „hosts“ im Pfad „%systemroot%\system32\drivers\etc“auf deinem Windows-PC. Die Einträge dort sind selbst für Laien ziemlich einfach zu verstehen und zu bearbeiten. Füge einfach am Ende der Datei für jede Website, die du für dich selbst sperren möchtest, die folgende Zeile ein:

127.0.0.1 boese-seite.de #Informationsdiät

127.0.0.1 www.boese-seite.de #Informationsdiät

Was passiert nun? Wenn du im Browser nun die Seite öffnen möchtest, sollte sich eine Meldung öffnen, dass die Seite nicht erreichbar ist – es sei denn du betreibst lokal auf deinem PC einen Webserver. Wenn du soweit bist, wirst du aber wissen, wie es weitergeht.

So blockierst du deine ständigen Ablenkungen zum größten Teil selbst. Du widerstehst einmal dem Surfen und musst nicht ständig an der prall gefüllten Informationsschublade mit viel Willenskraft vorbeigehen.Dir hat der Artikel gefallen? Dann würden wir uns freuen, wenn du uns mit einer Spende unterstützen würdest!

Informationsdiät – 30 Tage ohne Nachrichten – Der Start

In unserer Gesellschaft geht es häufig darum immer und überall erreichbar zu sein und auch immer über alles informiert zu sein. Aber ist das wirklich notwendig? Ist es überhaupt hilfreich? Oder lenken die ständigen Informationen uns nur von der eigentlichen Arbeit oder vom Leben ab?

Zum ersten Mal hörte ich von der Informationsdiät als ich vor einigen Jahren das Buch „Die 4-Stunden-Woche“ von Timothy Ferriss las. In dem Buch dreht sich alles darum wie man den Arbeitsalltag soweit reduziert, dass man am Ende nur noch vier Stunden pro Woche arbeiten muss. (Timothy Ferriss hat auch noch weitere Bücher geschrieben, unter anderem wie man mit vier Stunden pro Woche den perfekten Körper formt). Ob dieses heere Ziel für normal sterbliche spießige Deutsche erreichbar ist, lasse ich an dieser Stelle mal dahingestellt. Hier interessiert uns zunächst mal nur die Informationsdiät. Vor einigen Wochen hörte ich dann das Buch erneut als Hörbuch auf dem Weg zur Arbeit. Dabei nahm ich mir vor es jetzt tatsächlich mal mit der Informationsdiät zu probieren.

Dass dieses Vorhaben nicht leicht in die Tat umzusetzen sein sollte, war mir schon beim Fassen des Gedankens klar. Ich bin eher der Typ „Immer gut informiert“. Und das auch noch über möglichst alle Themen, die mich irgendwie interessieren. Die Idee der Informationsdiät fußt nun aber eher auf dem Ansatz „Konzentration auf das Wesentliche“. Das fand ich spannend und so begann ich mit der 30-tägigen Informationsdiät. Dabei war von vornherein klar, dass ich das nicht mein Leben lang durchhalten möchte. Dazu bin ich einfach zu gern gut informiert. Aber vielleicht ergäben sich ja in dem Testzeitraum einige interessante Ansätze, die ich auch dauerhaft in meinem Leben verfolgen konnte und die mich entlasten bzw. mir mehr Freiraum geben konnten.

Ich machte mir für die ersten Tage auch gar keine Illusionen, dass ich von heute auf Morgen alle Informationen aus meinem Leben rausfiltern können werde. Vielmehr war der Ansatz, dass die erste Woche zum Ausdünnen meinen Informationskanäle dienen sollte.

Ebenso war mir durchaus bewusst, dass eine Informationsdiät nicht nur bedeuten würde, dass ich nicht mehr ständig Nachrichten lesen und hören wollte, sondern dass dies ebenso bedeuten würde, nicht mehr immer auf dem Laufenden zu sein was meine Freunde auf Facebook posten oder was auf meinen Lieblings-Websites passiert. Andererseits wollte ich in diesem Experiment aber auch gleich Ausnahmen definieren, da ich Informationen aus einigen Quellen dann doch nicht missen wollte.

Mein Tag begann vor der Informationsdiät in der Regel schon damit, dass ich noch vor dem Verlassen des Hauses morgens mein Smartphone zur Hand nahm, um verschiedene Nachrichtenkanäle zu bedienen:

Als erstes schaute ich in der Regel in meine Garmin-App, um zu schauen wie gut mein Schlaf in der Nacht war. Meine Sportuhr misst nicht nur rund um die Uhr meinen Puls, sondern ebenso mein Schlafverhalten und zeigt mir in der App dann an wie lange ich geschlafen habe. Aber musste ich jeden Morgen wissen wie viel Zeit der Nacht ich im Tiefschlaf, im leichten Schlaf oder gar wach verbracht hatte? Da meine kleine Tochter mich nachts eh hin und wieder mal aus dem Schlaf riss und die gemessenen Wachzeit-Zeiten in denen ich mit offenen Augen ruhig im Bett lag, um darauf zu hoffen, dass sie doch wieder einschläft ohne, dass ich aktiv werden musste, von meiner Uhr höchstens als leichter Schlaf erfasst wurden, konnte die Erfassung genau genommen sowieso nicht passen. Klar, mein Schlaf war mir wichtig! Ich schlafe immer möglichst ausreichend. Aber musste ich meinen Schlaf digital erfassen und morgens prüfen oder würde es nicht doch einfach ausreichen abends gezielt früh ins Bett zu gehen und dann auf sich zu hören, ob der Schlaf morgens ausgereicht hat, um dann ggf. mittags noch mal ein kurzes Schläfchen einzulegen? Mein gesunder Menschenverstand hatte dazu eine eindeutige Antwort: JA! Also wurde dieser Teil der Morgenroutine schon einmal auf die Not-TODO-Liste für die nächsten Wochen gesetzt.

Auf die Pulskontrolle meiner Uhr wollte ich dann aber nicht verzichten: Ich schaute morgens immer wie sich mein Ruhepuls in den letzten Tagen und vor allem Nächten verhalten hatte. Natürlich kann man auch hier fragen „muss denn immer alles ständig optimiert und gemessen werden?“. Natürlich nicht! Allerdings hatte ich als Migräniker die Erfahrung gemacht, dass vor Migräneattacken häufig mein Ruhepuls einige Tage zuvor erhöht war. Um nun möglichst vielen Migräneattacken aus dem Weg zu gehen, hatte ich mir angewöhnt bewusst den Stress zu reduzieren, falls ich einen auffälligen Ruhepuls feststellte. Daher wollte ich auf diese morgendliche Information nicht verzichten.

Da das Smartphone im heutigen Leben nunmal den Informations-Dreh-und-Angelpunkt bildet, standen morgens noch weitere Nachrichtenkanäle auf der Liste: Whatasapp, E-Mails und Facebook. Bereits zuvor versuchte ich diese Kanäle morgens in Grenzen zu halten. Während der Informationsdiät sollte der allgemein Umgangmit diesen Medien nun in geordnete Bahnen kanalisiert werden. Erste Regel: Morgens kein Smartphone mehr vorm Verlassen des Hauses nutzen!

Dann gab es da vor dem Verlassen des Hauses noch einen wichtigen Nachrichtenkanal für mich: Da ich ja mal Informatik studiert hatte, würden meine Freunde – und vor allem meine Frau – mir durchaus eine gewissen Leidenschaft für technische Spielereien nachsagen. So habe ich bei mir an der Gaderobe einen Monitor hängen, der mich mit den wichtigsten Informationen  vor dem Verlassen des Hauses versorgt. Hier wollte ich während der Informationsdiät versuchen nur noch auf die Informationen zu achten, die mich wirklich beim Verlassen des Hauses im Alltag unterstützen. Dazu gehörten die Anzeigen, die mir sagten wann welche Mülltonne an die Straße gestellt werden muss, ob und wo es auf dem Weg zur Arbeit Radarkontrollen gibt, wer Geburtstag hat, wie warm es draußen ist sowie Unwetterwarnungen und welche Termine am Tag anstehen. Verzichten wollte ich während der Informationsdiät auf die Anzeige der Lokalnachrichten sowie ausgewählter Seiten aus dem Internet, die meine Interessensgebiete trafen.

Den Weg zur Arbeit versuchte ich immer sinnvoll zu nutzen: Da ich mit dem Auto ins Büro fuhr, hörte ich morgens meistens einen Informationssender wie WDR5 im Radio. Im liebte es morgens schon auf dem Laufenden zu sein bevor der Tag überhaupt so richtig begonnen hatte. Früher schaute ich abends im Fernsehen gern das heute journal. Das hatte sich aber mit der Geburt unserer Tochter und den damit verbundenen Schlafrythmen geändert, so dass ich morgens lieber früh im Büro war und abends früh schlafen ging. Daher bestand meine morgendliche Routine seit einiger Zeit darin mich während der Autofahrt mit Informationen aus dem Radio zu versorgen. Es war nun klar, dass dies während der Informationsdiät nicht stattfinden sollte. Wichtige Dinge der Weltpolitik würden mich vermutlich ohnehin zufällig auf anderen Wegen erreichen. Spätestens, wenn die Bundeswehr mir die Einberufung schicken würde, würde ich wissen, dass der dritte Weltkrieg ausgebrochen war. Und um ehrlich zu sein, konnte man doch auf viele andere Informationen auch gut mal verzichten. Ich wollte mir stattdessen weiterhin gezielt Informationen holen, anstatt mir mit mehr oder minder willkürlichen Informationen aus dem Radio berieseln zu lassen. Stattdessen wollte ich den Weg zur Arbeit anders sinnvoll nutzen: Auf dem Hinweg wollte ich mich wieder meinen zugegebenermaßen immer noch mageren Spanischkenntnissen widmen. Den Rückweg wollte ich dann mal wieder mit Musik aus meiner Plattensammlung genießen – um ehrlich zu sein hatte ich schon lange nicht mehr bewusst meine Lieblingsmusik aufgelegt.

Im Büro angekommen, startete mein Tag in der Regel zunächst mal damit mein E-Mail Postfach auf wirklich dringende Mails zu prüfen. Hier hatte ich meinen Arbeitstag schon zuvor dahingehend optimiert, dass ich meine Mails nicht mehr ständig während des ganzen Tages las, sondern gebündelt dreimal täglich bewusst den Mailstapel abarbeitete.  Dies wollte ich nun während der Informationsdiät noch verbessern und mich auch wieder darauf konzentrieren wieder vermehrt Regeln für (oder besser gegen) unwichtige E-Mails zu erstellen. Gleich am ersten Tag begann ich damit mein E-Mail-Postfach systematisch nach unwichtigen Mails zu scannen, die ich zukünftig gar nicht mehr angezeigt bekommen wollte, sondern direkt per Regel verschoben wissen wollte. Dies gab mir dann bereits am ersten Tag der Informationsdiät erste Erfolge.

Wenn es im Büro dann morgens noch eher ruhig zuging, Ordnung in meinen Posteingang gebracht war und keine dringenden Aufgaben anstanden, war es zu meiner täglichen Routine geworden, dass ich zunächst einmal die wichtigsten Internetseiten nach neuen Nachrichten durchforstete. Dabei waren nicht nur klassische Nachrichtenseiten, sondern auch alle möglichen Seiten, die mir Informationen zu allen möglichen Dingen meines Alltags lieferten. Damit ich diese Seiten nicht immer nach Gutdünken irgendwie öffnete, hatte ich mir vor einiger Zeit ein Script geschrieben, das ich nur noch anklicken musste, um dann die für mich wichtigsten ca. 20 Seiten des Tages automatisch im Browser geöffnet zu bekommen. Hier wollte ich das Script – zumindest für die nächsten 30 Tage – ab sofort merklich ausdünnen. Am ersten Tag wurde das Script nun also in seiner bewährten Form ausgeführt und anschließend kräftig reduziert:

Jeden Morgen öffnete sich die Seite mit der Wettervorhersage. Musste das sein? Musste ich jeden Morgen schauen wie das Wetter werden würde? Ich hatte es ja immerhin unbeschadet bis ins Büro geschafft und über Wetterkapriolen würde ich in Form von Unwetterwarnungen im schlimmsten Fall ohnehin informiert werden. Den Tag verbrachte ich darüberhinaus zum größten Teil im Büro und würde weder bei Dauerregen noch bei Hitze meine Arbeit niederlegen. Die Abendplanung fand sowieso mehr oder minder aufgrund der Tagesrythmen unserer Tochter spontan statt – da konnte man auch einfach aus dem Fenster schauen oder dann doch bei Bedarf die Wettervorhersage bemühen. Wirklich interessant war die Wettervorhersage dann eher bei meiner Sportplanung. Daher nahm ich mir vor, dass ich die Wettervorhersage fortan nur noch bemühen würde, wenn ich längere Läufe plante (kurze Läufe unter 10 km kann man auch gut im Regen laufen) oder Freiwasserschwimmen plante (es macht einfach weniger Spaß, wenn man bei 10°C im Nieselregen nass aus dem See steigt).

Dann folgten in der Regel mehrere Nachrichtenseiten sie Spiegel online. Diese sollten von nun an komplett aus meinem Morgen verschwinden. Im Urlaub ging es schließlich auch immer ohne- ohne mich würde die Welt vermutlich auch nicht Untergehen wollen.

Danach öffneten sich jeden Morgen für mich soziale Netzwerke wie Xing oder Facebook. Xing nutzte ich hauptsächlich, um mir anzuschauen was es neues aus meinem beruflichen Netzwerk gab – Hatte Person XY vielleicht einen neuen Job? Aber musste ich das immer wissen? Vermutlich nicht. Daher nahm ich mir für die kommenden 30 Tage vor Xing erstmal nur noch zu nutzen, um mein Netzwerk zu pflegen. Im Gegensatz dazu surfte ich bei Facebook morgens gern durch meine Filterblase. Im Gegensatz zu vielen Medien, in denen die Filterblasen bei Facebook gern sehr negativ gehypt werden, kann ich meiner persönlichen Filterblase bei Facebook duchaus etwas positives (bei kritischer Betrachtung der Thematik) abgewinnen: ich werde gezielt mit Informationen aus meinem Interessensgebiet verfolgt. Die gezielte Werbung blendet mein Adblocker ohnehin zum größten Teil aus. Dies nutzte ich bis zu Beginn der Informationsdiät auch gern, um mich zu informieren. Während der Informationsdiät sollte dies nun nicht mehr stattfinden. Daher fiel Facebook für die nächsten 30 Tage aus meinem morgendlichen Script heraus. Daneben nutzte ich Facebook natürlich, um mit der Fangemeinde meiner Seiten in Kontakt zu treten. Dieser „Verpflichtung“ wollte ich auch während der Informationsdiät nachkommen. Allerdings musste sich Facebook dazu nicht jeden Morgen automatisch öffnen, sondern ich wollte es aufrufen, wann immer ich eine bestimmte Aufgabe dort zu erledigen hatte und mich dann wirklich nur auf diese Aufgabe beschränken.

Als nächstes schaute ich mir morgens in der Regel meine Google Timeline an. Aber musste das wirklich sein? Musste ich jeden Morgen schauen, wo ich mich am Tag zuvor aufgehalten hatte? Eigentlich wusste ich ja wo ich war und was ich getan hatte. Ich war einfach ein Kind des Internets! Verrückt, dabei halte ich mich für einen intelligenten Menschen. Und intelligente Menschen würden diese Seite nun mal eben aus ihrem Morgen verbannen.

Dann schaute ich mir noch jeden Morgen die Nutzerstatistiken meiner Websites an. Aber würde sich wirklich etwas ändern, wenn ich sie mir jeden Morgen anschaute? Vermutlich nicht! Nutzer kamen und gingen wie sie wollten. Ich konnte wohl kaum täglich darauf reagieren und meine Betreuung der Websites ändern. Somit beschloss ich diese Aufrufe auf ein Script, das ich nur noch einmal wöchentlich ausführen würde, zu reduzieren. So konnte ich mich fortan einmal wöchentlich auf eine Auswertung konzentrieren und reduzierte damit nicht nur meine Informationsflut, die täglich auf mich einprasselte, sondern auch die Zeit, die ich täglich in diese Art von Arbeiten investierte und komprimierte sie auf einen Block pro Woche. Genauso wie die Website-Statistiken betrachtete ich regelmäßig auch die Statistiken zu meinen Werbeeinnahmen der Seiten (ich freue mich immer über Klicks auf die Werbung, um meine Angebote gegen zu finanzieren). Auch hier konnte ich wohl kaum täglich das Rad neu erfinden und plante sogar diesen Nachrichtenkanal auf einmal monatlich zu reduzieren. Die nächsten 30 Tage sollten zeigen, ob ich es durchhalte würde, manchmal ist die Neugier dann halt doch zu groß…

Auch das tägliche Betrachten meiner Sportstatistiken fand ich bei genauerer Betrachtung dann doch übertrieben: Muss man täglich wissen wie viel man in dieser Woche schon gelaufen oder geschwommen ist? Muss man das dann täglich auch noch mit den Zeiten und Strecken der vorherigen Woche vergleichen? Vermutlich nicht. Sinn machte es dann für mich nur noch, wenn ich mein Sportprogramm für die Woche planen würde, um mein Training zu periodisieren. Da konnte ich es dann aber auch einfach manuell betrachten – so ganz ohne Automation. Wie sagte ein Professor an der Universität in der Vorlesung einmal: „Man muss auch als Informatiker nicht alles automatisieren“.

Neben dem Script, das jeden Morgen meine üblichen Informationsseiten öffnet, habe ich noch ein Tool am Laufen, das in unterschiedlichen Intervallen prüft, ob es auf interessanten Websites Änderungen gibt. Auch hier galt es dann am ersten Tag auszudünnen. Die Suchaufträge bei ebay und ebay-Kleinanzeigen waren schon etwas veraltet und somit habe ich zunächst die  nicht mehr nötigen Suchaufträge gelöscht und bei allen weiteren das Intervall vergrößert, so dass ich nicht mehr sooft benachrichtigt wurde. Streng genommen, hätte ich nun hier wirklich alle Informationsseiten streichen müssen. Aber ein paar Seiten konnte ich dann doch nicht löschen. Ich wollte beispielsweise nicht auf unregelmäßige Infos von MarathonFitness oder Ivan Blatter verzichten. Durch die reine Einführung dieser Suchaufträge sollte mir bereits jede Menge Zeitaufwand genommen werden. Durch das Ausdünnen der Suchaufträge sollte jetzt zum einen natürlich mein Informationseingang reduziert werden, andererseits aber auch gleich mein Zeitaufwand, den ich hierauf  in den nächsten Wochen verwenden wollte.

Dies sollte nun mein Anfangs-Setup darstellen. Alles weitere sollte sich im Laufe der kommenden 30 Tage Informationsdiät herauskristallisieren: Was kann und muss ich noch an Informationskanälen reduzieren oder bündeln?

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Gewohnheiten etablieren

Seien wir doch einmal ehrlich: Du wirst dein Leben nicht ändern, wenn du eine gute Sache – sei es Sport oder ein Buch lesen – nur einmal durchführst. Du musst Dinge, die du in deinem Leben besser machen möchtest, zur Gewohnheit machen! Gewohnheiten verändern dein Leben! Selbst die kleinste Gewohnheit bringt dich auf Dauer voran!

Nur dann wirst du langfristig Erfolg haben. Auf Dauer stellt sich dieser Erfolg dann automatisch ein. Du musst bei Gewohnheiten nicht immer darüber nachdenken oder dich motivieren etwas zu tun. Denk einmal an deine Gewohnheiten, die du bereits in deinem Leben etabliert hast – seien es schlechte oder gute! Du denkst nicht mehr darüber nach, du tust es einfach!

Wenn du morgens ins Büro kommst fährst du mit dem Fahrstuhl in die entsprechende Etage. Darüber denkst du nicht jeden Morgen neu nach, sondern es passiert einfach automatisch. Oder du nimmst eben nicht den Fahrstuhl und gehst stattdessen die drei Stockwerke die Treppe hinauf – einfach, weil du es die letzten Jahre immer so gemacht hast. Gewohnheiten entlasten unser Gehirn unheimlich und sorgen dafür, dass wir automatisiert handeln.

Bei schlechten Gewohnheiten (Fahrstuhl nutzen) hat dies natürlich den entsprechenden negativen Effekt, bei guten Gewohnheiten (Treppe nehmen) dementsprechend einen positiven Effekt auf unser Leben. Aber das gute an Gewohnheiten ist ja: Du kannst dir schlechte Gewohnheiten abgewöhnen indem du sie durch gute Gewohnheiten ersetzt oder dir einfach aus dem Nichts gute Gewohnheiten angewöhnen. Um bei der oben beschriebenen Ankunft im Büro zu bleiben: Du kannst dir das Fahren mit dem Fahrstuhl abgewöhnen und gleichzeitig das Treppensteigen angewöhnen.

Das passiert natürlich nicht von heute auf morgen. Daran musst du arbeiten! Wie das Wort „Gewohnheit“ ja bereits sagt, muss man sich an sie gewöhnen. Dein Gehirn wird dir nicht automatisch jeden Morgen unterbewusst sagen „Nimm die Treppe“, wenn du bisher immer nur den Fahrstuhl genutzt hast und dann plötzlich einmal die Treppe gehst. Dahinter steckt harte Arbeit! Das Gute daran ist, dass nach der anfänglichen harten Arbeit der Prozess automatisch abläuft (Bei schlechten Gewohnheiten ist das natürlich nicht gut!). Ebenfalls sehr positiv ist, dass dich deine gute Gewohnheit auf Dauer weit nach vorn bringen wird: Die meisten Menschen überschätzen was sie in einer Woche oder einem Monat leisten können. Dahingegen unterschätzen die meisten Menschen was sie in zehn Jahren schaffen können. Du hast jetzt bestimmt schon eine gute Gewohnheit vor deinem geistigen Auge verinnerlicht. Überlege mal wo du in zehn Jahren stehst, wenn du heute anfängst diese Gewohnheit in den Alltag zu integrieren! Wie fit wirst du sein, wenn du noch heute beginnst jeden Morgen und jeden Abend beim Zähneputzen ein paar Fitnessübungen einzubauen? Wie viel wirst du gelernt haben, wenn Sie auf dem Weg zur Arbeit immer eine Sprache lernst? Wie viel weiter wirst du die Karriereleiter hinauf gestiegen sein, wenn du aus Gewohnheit jeden Morgen zuerst die unangenehmen Aufgaben erledigst?

Weiterlesen: Unangenehme Aufgaben zuerst erledigen

Weiterlesen: Den Arbeitsweg richtig nutzen

Weiterlesen: Kniebeugen beim Zähneputzen

Wissenschaftlich betrachtet dauert es abhängig von der Gewohnheit, die du etablieren möchtest, und von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich lang bis eine Tätigkeit zur Gewohnheit wird. In der Literatur findet man häufig einen Mittelwert von 21 Tagen. Ob das nun auf dich persönlich und deinen Charakter in Verbindung mit der Gewohnheit, die du etablieren möchtest, zutrifft, musst du selbst ausprobieren!

Wie schaffst du es denn nun am besten eine Gewohnheit zu etablieren? Wenn du nun hoch motiviert ans Werk gehen möchtest, möchte ich dich nun kurz ausbremsen: Versuche nun nicht gleich eine ganze Zahl von Gewohnheiten zu etablieren, sondern starte höchstens jeden Woche mit einer neuen Gewohnheit!

Weiterlesen: Die 72-Stunden-Regel

Um die Gewohnheit möglichst gut zu etablieren und sich selbst zu motivieren, bedienen wir uns der Jerry-Seinfeld-Methode. Man mag von Jerry Seinfeld halten, was man möchte, aber erfolgreich ist er bzw. war er vor allem in den 90ern mit der Serie Seinfeld. So erfolgreich er war, so simpel ist seine Methode Gewohnheiten erfolgreich in den Alltag zu integrieren:

Er hängt sich an prägnanter Stelle einen Kalender auf, den er jeden Tag zu Gesicht bekommt. Jeden Tag macht er abends ein dickes Kreuz in den Kalendertag, wenn er es geschafft hat, die Gewohnheit umzusetzen. Hat er es nicht geschafft, macht er kein Kreuz. Was entsteht ist im Idealfall eine Aneinanderreihung von Kreuzen.

Das klingt sehr einfach – ist es auch! Aber genauso effektiv ist es! Du wirst dich wundern wie hoch motiviert du jeden Tag darauf brennen wirst die Reihe der Kreuze fortzusetzen. Wenn du nicht gleich deinen Kalender missbrauchen möchtest, empfehle ich dir diesen Vordruck, der ganz einfach die Wochentage eines Monats auflistet (mit einem Klick auf das Bild öffnet sich das Dokument):

Drucke dir dieses Blatt für jede Gewohnheit, die du einführen möchtest aus und trage oben die Gewohnheit ein. Nun kannst du entscheiden, ob du diese Seite dann prägnant neben deinen Kalender hänst oder beispielsweise, wenn du als Gewohnheit weniger Süßigkeiten essen möchten, an den Kühlschrank klebst. Du wirst sehen wie motiviert du neue Gewohnheiten einführen wirst! Trage die täglichen Erfolge auch in dein  Erfolgstagebuch ein! Ich gespannt auf dein Feedback!

Weiterlesen: Erfolgstagebuch führen

Welche Gewohnheiten möchtest du dir nun angewöhnen? Morgens kalt duschen? Weniger fernsehen? Ausreichend schlafen? Intervallfasten oder gesünder essen?

Weiterlesen: Kalt duschen

Weiterlesen: Der richtige Umgang mit dem Fernsehen

Weiterlesen: Schlaf wird unterbewertet

Weiterlesen: Intervallfasten

Steve Jobs – man mag von ihm halten was man möchte – schrieb auf seiner Einladung zu seinem 30. Geburtstag: „Ein altes Hindu-Sprichwort besagt: In den ersten 30 Jahren deines Lebens bestimmst du deine Gewohnheiten. In den letzten 30 Jahren deines Lebens bestimmen deine Gewohnheiten dich.“ Da ist was dran…

 

Aufgabe:

  • Schreibe jetzt alle Gewohnheiten auf, die du gern einführen möchtest! Erweitere diese Liste wann immer du eine neue Idee hast
  • Starte nun aber nicht gleich damit alle Gewohnheiten umzusetzen! Starte jede Woche höchstens mit einer Gewohnheit!
  • Beginne noch heute mit der ersten Gewohnheit! Drucke dir den Plan direkt jetzt aus! Denke an die 72-Stunden-Regel!
  • Nimm dir nun jeden Abend das Kalenderblatt vor und setze für den vergangenen Tag bewusst ein Kreuz – oder eben nicht, wenn du an der Umsetzung gescheitert bist!

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Leben ohne Zucker – Die 10-Prozent-Hürde – Teil 1

Nun ging es also los. Erstes Ziel: Nichts essen oder trinken, das mehr als 10% Zucker enthält.

Gleich am ersten Tag wurde ich vor eine Herausforderung gestellt: Workshop mit dem Kunden. Unsere Assistentin ist dann immer so nett und stellt Kekse und Süßigkeiten auf den Tisch. Es war gar nicht so einfach da zu widerstehen, wenn man direkt vor der Schale Gummibärchen sitzt. Ansonsten war es am ersten Tag relativ leicht größtenteils auf Zucker zu verzichten.

Am zweiten Tag startete der Tag direkt mit einem Kakao. Ich drücke hier mal beide Augen zu, da das Kakaopulver an sich zwar 77% Zucker enthält, es dann als gesamtes Lebensmittel allerdings mit der Milch gemischt wird und der Zuckeranteil auf ca. 5% fällt. Außerdem steht für mich der positive Effekt der Milch im Vordergrund. Milch bekomme ich ohne Kakaopulver aber leider nicht durch den Hals. Ansonsten war der Rest des Tages gar nicht so schwierig. Einen Engpass gab es dann abends bei den Apfelchips. Sie enthalten 10% Zucker und sind damit noch so gerade innerhalb der 10-Prozenz-Hürde. Wenn im folgenden Schritt dann die Hürde auf 5-Prozent herab gesetzt werden soll, muss überlegt werden, ob man hier eine Ausnahme macht, da es sich bei den selbst hergestellten Apfelchips ausschließlich um natürlichen Fruchtzucker handelt und Äpfel per se ja erstmal gesund sind. Ansonsten gab es über den Tag verteilt Vollkorn-Sandwiches mit Schinken und Käse. Alles jeweils mit weniger als 10% Zuckeranteil. Mittags kamen noch zwei Wurstbrötchen hinzu. Dazu gab’s eine Cola, die genau 10% Zuckeranteil aufwies. Hier besteht definitiv noch Verbesserungspotential.

Da war er wieder am dritten Tag: Der Kakao. Darauf möchte ich am Morgen einfach nicht verzichten. Dazu gab’s zum Frühstück Cornflakes. Meine Variante bestand zu 6% aus Zucker. Damit war in dieser Phase noch alles im Rahmen. In der 5%-Zucker-Phase werde ich dann wohl von Cornflakes auf Haferflocken umsteigen müssen. Zum Mittag gab es ein Hähnchenschnitzel mit Pommes. Somit war ich auch hier im Soll. Einzig der nicht erlaubte Schokoriegel nach dem Mittagessen tat weh, aber ab sofort musste nun darauf verzichtet werden. Abends wurde noch gegrillt. Auch hierbei war Zucker kein Problem – auch wenn sich das späte Grillen ausnahmsweise nicht mit dem 16:8-Intervallfasten, das ich versuche umzusetzen, verträgt. Freunde aus dem anderen Ende von Deutschland kommen halt nicht so oft zu Besuch. Beim Fleisch mache ich mir generell wenig Sorgen bezüglich Zuckergehalt. Das Weißbrot dazu versetzte mich schon eher ins Grübeln. Eine kurze Recherche im Internet ergab dann aber, dass Weißbrot im Schnitt 5% Zucker enthält. Da hatte ich Glück! Das alkoholfreie Weizen war dann wieder mit 3,6% Zucker komplett im Soll.

Der vierte Tag des 10%-Zucker-Experiments startete mit einem Kakao, auf den ich – wie bereits an Tag zwei beschrieben – einfach nicht verzichten möchte. Dazu gab es zum Frühstück ein großes Stück Käse. Der Käse stellte damit keine Zucker-Hürde dar. Für den Mittag hatte ich mir zwei Stücke Fleisch vom Grillabend mitgenommen. Somit kam es auch hier zu keiner Überschreitung der 10%-Hürde. Selbiges galt für das Abendessen am vierten Tag. Nachmittags überkam mich dann allerdings der Hungerast und ich hätte am liebsten direkt eine ganze Tafel Schokolade verdrückt. Da im Büro gar keine Schokolade zur Verfügung stand, konnte ich mich noch mit einigen Nüssen retten.

Bis hierher habe ich mir die 10%-Zucker-Hürde wirklich schwieriger vorgestellt. Zumal ich mich eher in die Kategorie Kohlenhydrat-Junkie und Obst-und-Gemüse-Verweigerer einsortieren würde. Bisher war die einzige wirkliche Einschränkung, um auf Zucker zu verzichten, der weitestgehende Verzicht auf Süßigkeiten. Die kommenden Tagen sollten mit aber nun schwerer fallen, da das Wochenende nahte.

Der fünfte Tag startete mit Haferflocken. Da ich festgestellt hatte, dass meine Cornflakes auch schon 6% Zucker enthalten, bin ich heute zu Haferflocken gewechselt, die mit unter einem Prozent Zucker auskommen. Eine gute Variante, um demnächst auch unter der 5%-Hürde zu bleiben. Mittags gab es noch eine Bratwurst mit Schinken-Tortellini. Für beides bewegten sich die Zuckerwerte weit unter 10 %.

Das Wochenende war – schlimmer als erwartet – aus Sicht der Ernährung gelinde gesagt eine komplette Katastrophe. Ich schaufelte Süßigkeiten, Grillfleisch, Weißbrot und Cola in mich hinein. Es war Sommer, da wurde natürlich gegrillt. Zusätzlich hatte meine Frau noch Süßigkeiten eingekauft, denen ich nicht widerstehen konnte. Aus meiner Erfahrung heraus ist es viel einfacher einmal beim Einkaufen „nein“ zu Süßigkeiten zu sagen als immer wieder „nein“ sagen zu müssen, wenn man den Wohnzimmerschrank öffnet.

Nun gut, das Wochenende war ein Fehlschlag, aber das Experiment der 10%-Hürde sollte ja 14 Tage dauern. Also startete ich am Montag wieder mit guten Vorsätzen. Wenn man die 80:20-Regel an dieses Experiment anlegt, hatte ich immer noch eine gute Chance an 80% der Tage unter der 10%-Hürde zu bleiben. Aus meiner Sicht kann man die 80:20-Regel auf fast alles im Leben anwenden. Dogmatisch zu leben ist nie gut! Trotzdem war das Wochenende ein herber Rückschlag.

Als Zwischenbilanz des Experiments, konnte ich aus dem Wochenende aber schon einmal ableiten, dass ich in den zwei Tagen Völlerei deutlich müder, erschöpfter und engergieloser war als an den Tagen zuvor. Soweit deckte sich das Experiment mit dem was ich zuvor über zu viel Zucker und zu viel Essen gelesen hatte.

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Gratulieren Sie zum Geburtstag

Es klingt vielleicht banal, aber: gratulieren Sie anderen Menschen immer zu Geburtstag!

Sammeln Sie aus Ihrem Umfeld dazu möglichst immer, wenn Sie ein Geburtsdatum aufschnappen, dieses Datum und speichern Sie es sofort in Ihren Kalender. Legen Sie möglichst – wenn Sie einen digitalen Kalender (beispielsweise auf dem Smartphone) nutzen – sofort einen Serientermin an dem Tag an. Vergessen Sie dabei nicht das Geburtsjahr zu notieren, damit Sie immer auch die Zahl zum Geburtstag nennen können. Allein dies wird Sie bei der Gratulation von anderen Gratulanten abheben. Die meisten Menschen wissen nämlich entweder gar nicht, wann die Personen um sie herum Geburtstag haben und erst recht nicht wie alt sie an diesem Tag werden.

Aber warum sollten Sie überhaupt anderen zum Geburtstag gratulieren? Der erste Grund ist natürlich, dass es in unserer Gesellschaft immer eine nette Geste darstellt zum Geburtstag zu gratulieren. Sie freuen Sie bestimmt auch immer, wenn jemand an Sie denkt. Ob Sie nun Geburtstag haben oder nicht: Es ist immer schön, wenn andere an einen denken! Der Geburtstag stellt dabei ein ganz besonderes Datum im Leben der meisten Menschen dar.

Denken Sie einmal an Ihren letzten Geburtstag zurück? Wer hat Ihnen da gratuliert? Vermutlich die Familie und ein paar engste Freunde. Wie nett wäre es, wenn jetzt einer Ihrer Kollegen oder sogar ein entfernter Geschäftspartner selbstständig an Sie gedacht hätte und nicht erst gratuliert hätte nachdem Sie dem ganzen Büro Kuchen spendiert haben? Diese Menschen, die uns überraschend gratulieren, bleiben uns im Gedächtnis. Zählen Sie an Ihrem nächsten Geburtstag doch einmal durch wie viele Menschen Ihnen gratuliert haben. In der Regel kommen da nicht hunderte Glückwünsche zusammen. An wer aber erinnern Sie sich besonders? Waren Sie umgekehrt vielleicht von anderen enttäuscht, dass sie nicht an Sie gedacht haben? Allein dies ist schon wieder ein Grund immer zu gratulieren.

Wenn möglich heben Sie sich bei den Geburtstagswünschen von den anderen Gratulanten ab! Wenn Sie wenig Zeit für die Glückwünsche aufwenden möchten, kann dies beispielsweise schon ein guter Zeitpunkt sein: Sie wissen, dass der Kollege immer morgens um 7 Uhr im Büro ist. Dann schreiben Sie ihm vielleicht schon kurz vorher, so dass er Ihre Glückwünsche als erstes sieht und bemerkt, dass Sie als erstes an ihn gedacht haben.

Möchten Sie mehr Aufwand treiben, überlegen Sie sich etwas besonderes für das Geburtstagskind: Schicken Sie beispielsweise der Assistentin einen Blumenstrauß nach Hause, packen Sie ein kleines Päckchen für den Freund oder senden Sie der Freundin eine Postkarte. Physische Geschenke erfordern natürlich eine rechtzeitige Erinnerung an den Geburtstag. Eine kurze Nachricht per Telefon oder E-Mail kann ohne große Vorbereitung erfolgen.

Dies alles muss nicht teuer sein, sondern soll Ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Sie werden sehen: Im weiteren Verlauf Ihres Lebens werden Sie dieses Verhalten doppelt und dreifach zurück gezahlt bekommen!

Sie können diese Wertschätzung natürlich auch unabhängig von Geburtstagen ausdrücken. Schicken Sie ihren Freunden doch hin und wieder einfach mal eine Postkarte – so ganz ohne Geburtstag und Urlaub!

Aufgabe:

  • Beginnen Sie ab sofort mit dem Sammeln von Geburtsdaten Ihrer Umgebung. Notieren Sie alle Geburtstage und lassen Sie sich möglichst rechtzeitig an die Geburtstage erinnern.
  • Schreiben Sie ab sofort jeder Person, dessen Geburtstag Sie kennen, mindestens eine kurze Nachricht zum Geburtstag!
  • Suchen Sie jetzt eine Person aus Ihrem Kalender, deren Geburtstag sich in den nächsten vier Wochen jährt und der Sie bisher nichts zum Geburtstag geschickt haben (außer einer kurzen Nachricht). Überlegen Sie wie Sie dieser Person zum Geburtstag eine Freude machen können oder was Sie dieser Person zum Geburtstag schicken können! Wiederholen Sie dies monatlich mit mindestens einer Person.

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Buchempfehlungen

Wir haben einmal geschaut welche Bücher wir in den letzten Jahren gelesen haben, um morgen als heute zu werden. Die besten Bücher haben wir in unseren Buchempfehlungen zusammengefasst und werden diese Liste in der kommenden Zeit ständig erweitern, wenn uns ein lesenswertes Buch in die Hände fällt.

Wenn sie noch gute Literatur-Tipps für uns haben, hinterlassen Sie gern einen Kommentar!Dir hat der Artikel gefallen? Dann würden wir uns freuen, wenn du uns mit einer Spende unterstützen würdest!