Die Fastenwoche

Es gibt unterschiedliche Formen des Fastens: Intervallfasten, Heilfasten, die christliche Fastenzeit, den Ramadan, …

Einige dieser Formen habe ich in der Vergangenheit bereits durchgeführt. Nun steht eine ganze Woche Fasten auf dem Programm.

Warum mache ich das?

Seit fast zehn Jahren steht ein Buch zum Fasten in meinem Bücherregal. Ich hatte es auch damals bereits einmal gelesen. Noch länger steht mein Wunsch einmal eine Woche lang zu fasten auf meiner “Todo-Liste des Lebens”. Allerdings ging dieser Wunsch im Alltag bisher immer unter. Da aktuell durch die Einschränkungen durch das neuartige Corona-Virus das Leben etwas langsamer läuft, gibt es vermutlich keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, um es einmal auszuprobieren. Bedingt durch die Corona-Krise kommt noch hinzu, dass ich mich bereits seit Monaten im Homeoffice befinde und inzwischen auch noch Kurzarbeit angesagt ist.

Bedingt durch diese Umstände findet das Leben gerade sehr langsam statt: Beruflich bin ich nicht so eingespannt; im Ehrenamt gibt es auch keine Termine und alles wird von zu Hause aus erledigt. Dies gibt mir Zeit für mehr Fokus auf Sport und Körper. Aktuell trainiere ich deutlich mehr als in den Monaten zuvor.

Zusätzlich zum Training gibt es auch konkrete Ziele zur Gewichtsreduktion. Im Fokus der Fastenwoche steht allerdings weniger das Abnehmen, sondern eher die Erfahrungen, die ich während dieser Woche machen werde. Es gibt ja auch immer wieder Menschen, die Fasten, um den Körper zu entschlacken oder um ähnliche Effekte zu erzielen. Aus meiner Sicht gibt es dazu keine wissenschaftlichen Studien, die dies untermauern. Für mich klingt das eher nach Hokuspokus.

Da ich zu Hause im “Alltag” fasten werde, erwarte ich auch keine überragenden neuen Erkenntnisse für mein Leben, da ich eben nicht die Zeit finden werde viel nachzudenken und den Alltag zu verlassen. Ich sehe diese Woche eher als Herausforderung für meinen Körper und Geist, um zu sehen was Körper und Willen so schaffen können.

Wie möchte ich vorgehen?

Ich plane wie im Buch “Wie neugeboren durch Fasten” beschrieben vorzugehen. Dort gibt es eine Empfehlung für “Erstfaster”:

  • Einstieg mit einem Entlastungstag
  • Fünf Tage Fasten – kompletter Verzicht auf feste Nahrung und Kalorien
  • Zwei Aufbautage

ProduktempfehlungWie neugeboren durch Fasten

Da ich kein Fan von festen Essens- oder Rezeptplänen bin, werde ich mir den Entlastungstag und die Aufbautage selbst gestalten und mich nur grob an den Empfehlungen entlang hangeln.

Am Entlastungstag möchte ich also etwas weniger essen als an “normalen” Tagen in meinem Leben und auch hier auf Nahrung verzichten, die mir schwer im Magen liegen könnte. Der Tag wird also mit leichter Kost verbracht.

Während der fünf Fastentage möchte ich komplett auf feste Nahrung verzichten. Ebenso plane ich auf Getränke, die Kalorien enthalten zu verzichten. Darüber hinaus sollen alle Getränke, die Koffein beinhalten tabu sein. Dazu gehört dann neben Cola (die ja schon allein aufgrund der Kalorien entfällt) auch grüner und schwarzer Tee. Dies sollte mir gelingen, habe ich doch bereits während der Fastenzeit vor Ostern weitestgehend auf Koffein verzichtet.

Ich möchte meinem Körper in dieser Woche wirklich mal etwas Gutes tun und ihn nicht weiter mit Müll belasten.

An den zwei folgenden Aufbautagen möchte ich langsam wieder feste Nahrung zu mir nehmen. Um meinen Verdauungstrakt nicht zu schnell zu überlasten, soll auch hier mit wenig und leichter Nahrung wieder begonnen werden.

Meine bisherigen Erfahrungen mit Fasten

So richtig gefastet habe ich in der Vergangenheit noch nie. In der Fastenzeit oder zum Jahresbeginn habe ich schonmal bis zu drei Monate auf Süßigkeiten o.ä. verzichtet, jedoch noch nie für längere Zeit komplett auf Nahrung.

Allerdings praktiziere ich seit mehreren Jahren mal mehr mal weniger durchgängig Intervallfasten. Einige Zeit setzte ich dabei auf die 16:8-Methode, die allerdings mit dieser Fastenwoche nicht zu vergleichen ist.

Die meiste Zeit fand das Intervallfasten bei mir in den letzten Jahren jedoch in der 5:2-Methode statt. Durch diese Methode bin ich es somit schon gewöhnt mal einen Tag fast komplett auf Nahrung zu verzichten. Allerdings nahm ich an diesen Fastentagen auch immer noch 600 kcal zu mir. Vermutlich könnte ich solche Tage aber auch komplett ohne Nahrung durchstehen. Es scheint mir eher mein Kopf zu sein, der – vor allem gegen Abend – immer wieder sagt “Jetzt wäre ein Stück Schokolade einfach toll”.

WeiterlesenIntervallfasten

Ich denke daher, dass der erste Tag der Fastenwoche mir nicht allzu schwierig fallen dürfte. Die Herausforderung beginnt dann ab dem zweiten Tag ohne Nahrung. Vermutlich liegt auch hier wieder die größte Herausforderung im meinem Kopf, da ich einfach noch keine Erfahrung damit habe.

Sport während der Fastenwoche

Aktuell absolviere ich im Training fast ausnahmslos harte Trainingseinheiten. Laut meiner Literaturrecherche dürfte sogar das kein Problem während des Fastens sein. Allerdings möchte ich die Fastenwoche gesamtheitlich nutzen und mir neben dem Nahrungsverzicht noch Stress beim Sport machen. Daher werde ich in dieser Woche auf allzu fordernde Einheiten verzichten.

Ganz auf Sport verzichten möchte ich hingegen auch nicht. Allein schon, um dem Muskelabbau während des Nahrungsverzichts vorzubeugen. Ich möchte allerdings in dieser Woche nicht durch einen Trainingsplan bewegen, sondern plane den Sport “nach Lust und Laune” durchzuführen.

Gedanklich geplant habe ich dazu, dass ich auf die Woche verteilt drei Krafteinheiten durchführen möchte. Zusätzlich würde ich gern ein paar lockere Läufe absolvieren, die Spaß machen und den Körper nicht zu sehr schlauchen sollen. Vielleicht hole ich auch nochmal die Inliner wieder aus dem Keller.

Es geht los – der Entlastungstag

Nachdem am Wochenende noch mehrmals ausgiebig gegrillt wurde, nahm ich mir vor die Fastenwoche am Montag zu beginnen. Ich war über das Wochenende wirklich vollgefressen und freute mich so schon fast auf das Gegenteil, das diese kommende Woche beherrschen sollte.

Als Einstieg in die Fastenwoche empfielt Hellmut Lützner in seinem Buch einen Entlastungstag einzuplanen. Und so aß ich am Montag etwas weniger als üblich, aber deutlich weniger als noch am Wochenende zuvor. Ebenso achtete ich darauf, dass meine Nahrung aus leichter Kost und Ballaststoffen bestand.

Soweit so gut – bisher aß ich nur etwas weniger als im normalen Leben. Mit dem ersten Fastentag sollte sich dies ändern.

Der 1. Fastentag

Nun ging es wirklich los. Eigentlich solle man den Tag mit abführendem Glaubersalz beginnen. Da ich dazu ehrlich gesagt keine Lust hatte und auch in meinem gut sortierten Vorrat kein Glaubersalz vorhanden war, nahm ich einfach ein paar Magnesiumtabletten aus dem Discounter. Diese günstigen Brausetabletten haben bei mir sehr schnell eine abführende Wirkung. Das musste reichen…

Da ich meine Fastenwoche zu Hause im ganz normalen Alltag absolvierte, hatte ich auch nicht die Möglichkeit komplett raus aus dem Alltag zu kommen und zu entspannen.

Schön wäre natürlich eine richtige Fastenwoche am Meer gewesen, um allen Nutzen aus der Fastenwoche zu ziehen, aber dies ging bei mir aus zwei Gründen nicht. Erstens waren Reisen während der Corona-Krise etwas schwierig und zweitens wollte ich meine Familie nicht eine Woche allein lassen. Wer sich für eine Fastenwoche abseits des Alltags interessiert, dem empfehle ich den folgenden Beitrag des WDR:

VideoWunderschön – Fasten am Meer; St. Peter Ording

Allerdings befand ich mich zur Fastenwoche auch in Kurzarbeit, so dass ich den Arbeitsstress durchaus reduzieren konnte. Ebenso gab es praktisch keine Termine in der Freizeit oder im Ehrenamt, so dass doch eine gewisse Entspannung einsetzen konnte. Durch die Kombination Homeoffice und Kurzarbeit bot sich mir auch mehr oder minder beschränkt die Möglichkeit mal einen Mittagsschlaf einzuschieben, wenn er denn notwendig erscheinen sollte. Ich würde es in den kommenden Tagen erfahren…

Der Morgen lief erwartungsgemäß gut. Schwierig sollte es erst ab Mittag werden, da ich an meinen Fastentagen nach der 5:2-Methode des Intervallfastens auch immer erst mittags eine Kleinigkeit aß.

Das “Mittagessen” lief dann ganz gut. Es gab klare Brühe. Etwas hart ist es schon, wenn die Familie um einen herum normal isst, aber am ersten Tag war dies noch kein Problem. Bis dahin gab es nur Wasser und Roibos-Tee. Nachmittags trank ich dann nur noch Wasser. Abends gab es dann wieder ein wenig Brühe.

Ab mittags fing ich an zu frösteln, weshalb ich beim Mittagsschlaf auch ein Körnerkissen mit unter die Decke nahm. Den ganzen Tag über trug ich im Haus einen Pullover, obwohl ich sonst eigentlich eher der Typ “T-Shirt im Winter” bin und praktisch nie friere. Mein Körper schien die Energie aktuell nicht zum Aufheizen der Räume übrig zu haben. Da aktuell draußen eher ungemütliches Wetter war, entfachte ich nachmittags noch den Ofen.

Die Haus- und Gartenarbeit funktionierte auch am ersten Fastentag. Um mir ausreichend Bewegung zu gönnen, ging ich abends noch eine kleine Runde spazieren, um danach die Wärme der Badewanne zu genießen.

Erkenntnis des Tages

Der Weg zum Kühlschrank ist eher Kopf- als Bauchsache. Es klappt ganz gut auch mal einen Tag ohne Essen den normalen Alltag zu bewältigen.

Der 2. Fastentag

Der zweite Fastentag begann eher unschön, da ich bereits um 5 Uhr morgens mit starken Kopfschmerzen aufwachte. Ich döste dann noch etwas vor mich hin und die Kopfschmerzen wurden dann schließlich unter der Dusche etwas erträglicher. Die Einnahme von Kopfschmerztabletten kam erst einmal nicht in Frage, da ich während der Fastenwoche auch auf Medikamente verzichten wollte. Außerdem wusste ich nicht wie mein leerer Magen auf Ibuprofentabletten reagieren würde. Damit mochte ich das Experiment der Fastenwoche nicht gefährden, um nicht womöglich mit Magenkrämpfen abbrechen zu müssen.

Allgemein startete ich in den zweiten Fastentag deutlich schlechter als in den ersten Tag: Ich fühlte mich allgemein etwas schummerig. Auch war das Hungergefühl am zweiten Tag deutlich größer als am ersten. Um meinen Magen etwas zu beruhigen, bestand meine Flüssigkeitszufuhr am Morgen im wesentlichen aus Kamillentee. Gegen Mittag fühlte ich mich dann besser und auch der Hunger ließ langsam nach.

Nachmittags besuchte ich meine Eltern – Fahrradfahren also auch beim Fasten ohne Probleme möglich. Als ich beim Kaffee kund tat, dass ich nur ein Wasser trinken und keinen Kuchen essen würde, schauten sie ganz erstaunt. “Du ißt gar nichts? Die ganze Woche?” Ja, das scheint zu funktionieren.

Im Laufe des Tages wurde auch das Frösteln weniger, so dass ich mich wieder mehr oder minder wie gewohnt warm fühlte.

Um einem Muskelabbau während der Fastenzeit vorzubeugen, stand abends noch ein leichtes Krafttraining auf dem Programm. In dieser Woche plante ich ja keine Höchstleistungen, aber eine “Erhaltungsladung” nach Gefühl sollte es schon werden. Das Krafttraining mit den Trainingskarten von Mark Lauren lief erstaunlicherweise wirklich gut.

InfosTrainingskarten von Mark Lauren

Erkenntnis des Tages

Überall scheint Essen zu stehen, wenn man fastet.

Sport funktioniert auch beim Fasten.

Der 3. Fastentag

Eigentlich sollte man den dritten Fastentag (und dann jeden zweiten) laut “Wie neugeboren durch Fasten” mit einem Einlauf beginnen. Da meine Verdauung aber durchaus noch funktionierte (mehr möchte ich dazu an dieser Stelle gar nicht erwähnen) und ich mir dieses Thema auch nicht so angenehm vorstelle, verzichtete ich darauf.

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Stattdessen startete ich den Tag wie der vorherige Tag ausgeklungen war: sportlich. Da ich aber nicht mit Höchstleistungen rechnete, sollte es nur eine lockere Runde werden. Ich fühlte mich dabei überraschend gut und hätte meinem Gefühl nach auch noch einige Kilometer mehr laufen können – das frühe Aufstehen hatte sich wie man auf dem Foto sieht gelohnt. Beim Blick auf die Pulsuhr war mein Puls allerdings um 20-30 Schläge höher als ich ihn bei diesem wirklich lockeren Lauf erwartet hätte. Mein Körper war doch mehr gefordert. Meine Garmin Fenix 3 zeigte mir nach dem Lauf dann auch gleich eine Erholungszeit von 33 Stunden an. Die hat sie mir bei meinem Halbmarathon mit persönlicher Bestzeit vor zwei Wochen nicht mal angezeigt. Im Normalfall wäre hier mit einer Erholung von wenigen Stunden zu rechnen gewesen.

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Im Grunde kann ich Sport während des Fastens aber immer noch empfehlen und ich würde auch weiterhin lockere Laufeinheiten während der Fastenwoche durchführen.

Der dritte Fastentag war dann auch der bisher beste Tag. Ich wachte zum ersten Mal ohne Hungergefühl auf. Apropos Aufwachen: Ich war bereits um 5 Uhr morgens wach und topfit. Dies war der erste Tag, den ich als richtig fit erlebte. Ich fühlte mich gut und war sehr produktiv.

Übliche Gerüche in der Fastenzeit

Meine Frau bemängelte allerdings schon seit dem zweiten Fastentag, dass ich einen wirklich üblen Mundgeruch entwickelte. Küssen war so nur noch selten möglich. Daher spülte ich meinen Mund seit dem zweiten Fastentag mit Listerine Mundspülung, die ich sonst eigentlich nur nach dem Zähneputzen morgens und abends nutze. Auch ging ich dazu über mit zusätzlich noch mittags einmal die Zähne zu putzen.

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Am dritten Fastentag bestand meine tägliche Ration Tee dann auch aus Pfefferminztee. In meinem Ratgeber “Wie neugeboren durch Fasten” wurde diese Methode empfohlen. Eigentlich trinke ich Pfefferminztee ja höchstens, wenn ich mal stark erkältet bin, aber einen Versuch war es wert. Die Reaktion meiner Frau darauf war mittelmäßig: “Jetzt riechst du nach Tee”. Naja, zumindest schonmal eine Steigerung.

Immerhin hatte ich (bisher) noch keinen üblichen Körpergeruch entwickelt. Von diesem wurde ebenfalls im Buch berichtet.

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Der dritte Fastentag war dann auch der erste Tag an dem ich ganztägig kein bis wenig Hungergefühl entwickelte. Es fiel mir inzwischen leicht die Mahlzeiten ausfallen zu lassen und auch anderen Menschen beim Essen zu zuschauen. Hin und wieder dachte ich jedoch immer noch an eine riesige Tafel Schokolade, die ich am liebsten sofort inhaliert hätte – gut, dass keine im Haus war.

Nachmittags hatte ich ein leichtes Tief, das sich in etwa so anfühlte wie eine leichte Unterzuckerung. Aber auch dieses Tief ging nach zwei Stunden vorüber.

Erkenntnis des Tages

Moderater Ausdauersport funktioniert in der Fastenwoche wunderbar.

Der 4. Fastentag

Die Nacht vom dritten auf den vierten Fastentag war etwas unruhiger und ich hatte längere Wachphasen. Ich war jedoch trotzdem wieder topfit um kurz nach fünf Uhr wach und konnte gut gelaunt in den Tag starten.

Überhaupt war der vierte Fastentag der bisher beste. Es gab nochmal eine deutliche Steigerung zum Vortag und ich merkte kaum noch Einschränkungen. Von einem Fasten-Hoch kann ich bisher allerdings noch nicht berichten.

Jedoch fiel mir der Nahrungsverzicht immer leichter – es war inzwischen Normalität geworden, dass ich einfach nichts mehr aß.

Da ich Knieprobleme hatte, die völlig unabhängig von der Fastenwoche durch einen Sturz auftraten, konnte ich von nun an nicht mehr Laufen. Ich schätze aber, dass Ausdauersport auch in den folgenden Fastentagen möglich gewesen wäre. Stattdessen verlegte ich mich am vierten Fastentag wieder auf das Krafttraining.

Erkenntnis des Tages

Es wird immer leichter – mit jedem Tag.

Der 5. Fastentag

Den fünften Fastentag lies ich ausfallen. Ich hatte für die kommenden Tage Verpflichtungen, die ich ungern durch Fasten gefährden wollte. Ich musste auch niemandem etwas beweisen außer mir. Und mir hatte ich in den letzten Tagen bewiesen, dass ich es schaffen kann. Das Gefühl wurde immer besser und ich denke ich hätte das Fasten auch noch einige Tage länger problemlos ausgehalten.

Erkenntnis des Tages

Wenn man die ersten Tage geschafft hat, ist es ganz leicht.

Der 1. Aufbautag

Den ersten Aufbautag begann ich – wie man es klassischerweise wohl macht – mit einem Apfel. Der “offizielle Weg” ist es, dass man das Fastenbrechen mit einem reifen Apfel begeht. Dieser solle dann wohl ganz besonders intensiv schmecken – leider blieb mir diese Erfahrung verwehrt. Es war halt ein Apfel…

Um den Verdauungstrakt nicht direkt zu überlasten, wird im Laufe des ersten Aufbautages ganz vorsichtig Nahrung wieder zugeführt. Da mir die Anleitung aus dem Buch hier allerdings zu fad war, nahm ich mir nur kleine Mahlzeiten mit leicht verdaulicher Kost zu mir zu nehmen.

Ich begann zwei Stunden nach dem Apfel mit einem trockenen Brötchen. Dieses bekam mir so gut und ich hatte keinerlei Probleme mit dem Magen, so dass ich für mittags eine kleine Portion Vollkornnudeln plante. Aus der kleinen Portion wurde dann eine mittlere Portion, da es einfach so gut tat wieder etwas zu essen.

Nach dem Mittagessen fiel ich dann jedoch direkt in ein tiefes Loch. Mein Magen und Darm machten hier keinerlei Probleme, so dass ich keinerlei Schmerzen o.ä. im Bauch hatte. Allerdings wurde ich umgehend sehr müde. Ich hätte auf dem Stuhl am Küchentisch einschlafen können. Also gönnte ich mir nach dem Mittagessen eine kurze Pause für ein Powernapping auf dem Sofa. Ich führe diese plötzliche Erschöpfung darauf zurück, dass mein Körper umgehend sehr viel Blut für die Verdauung brauchte und dies nicht mehr gewohnt war.

WeiterlesenPowernapping

Danach war auch schon wieder ein Krafttraining ohne Probleme drin und ich hatte mich gut erholt. Da die Mahlzeiten nachmittags und abends so lecker schmeckten, vergaß ich meinen Vorsatz nur kleine Mahlzeiten zu mir zu nehmen und aß zu diesen Zeiten schon wieder ganz normal. Mein Körper kam damit sehr gut klar. Ich achtete jedoch weiterhin noch darauf, dass ich nur leicht verdauliches zu mir nahm.

Erkenntnis des Tages

Fastenbrechen ist einfacher als gedacht – ich habe einen Saumagen.

Der 2. Aufbautag

Ursprünglich hätte ich mir den zweiten Aufbautag so vorgestellt wie ich den ersten beendet hatte: Normale Essensmengen, aber nur bestehend aus leicht verdaulicher Kost. Nachdem der erste Aufbautag jedoch so gut lief und ich den Plan für den zweiten Aufbautag praktisch am Vorabend schon umgesetzt hatte, plante ich den zweiten Aufbautag so, dass ich wieder alles essen würde, jedoch darauf achten würde, dass die Mengen nicht zu groß ausfallen.

Der Plan war leider zum Scheitern verurteilt: ich habe viel zu viel gegessen, was sich dann auch auf der Waage niederschlug. Insgesamt muss ich sagen, dass ich meinen Verdauungstrakt offenbar nicht so langsam wieder hochfahren muss, wie es beim Fasten sonst wohl üblich ist. Ein schlechtes Gewissen hatte ich dabei allerdings trotzdem. Weniger wegen des Verdauungstraktes, sondern viel mehr mit Blick auf die Waage.

Erkenntnis des Tages

Auch nach dem Fasten kann man sich direkt wieder übertreiben.

Verzicht auf Medikamente

Während meiner Fastenwoche plante ich auch auf Medikamente zu verzichten. Normalerweise nehme ich regelmäßig auch gar keine Medikamente ein. Wenn sich jedoch Kopfschmerzen einstellten, griff ich hin und wieder schon zum Aspirin oder zur Iboprofen-Tablette – je nach Art des Kopfschmerzes. Sollte sogar eine Migräne während der Fastenwoche auftreten, würde mir der Verzicht wirklich schwer fallen, da ich diese Art der Kopfschmerzen immer mit Triptanen und starken Schmerzmedikamenten betäubte. Aber Migräne kommt bei mir zum Glück recht selten vor, so dass ich damit nun erstmal nicht rechnete. Allgemein würde ich die Fastenwoche mit Migräne nicht aufrecht erhalten können, da ich bei Migräne regelrechte Fressattacken bekomme.

Bei normalen Kopfschmerzen würde ich jedoch auf den Einsatz von Medikamenten verzichten wollen. Ebenso würde ich auf Nasenspray verzichten, das ich in den letzten Tagen vor der Fastenwoche dann doch etwas zu häufig für meinen Geschmack nutzte. Gerade nachts hielt ich mir damit die Nase frei.

So war auch bereits die erste Nacht ohne Nasenspray eine Herausforderung ich schlief ziemlich unruhig. In der darauf folgenden Nacht, war dies allerdings schon kein Problem mehr. Die weiteren Nächte waren dann auch kein Problem mehr.

Am zweiten Fastentag erwachte ich mich starken Kopfschmerzen, konnte jedoch auf Schmerzmittel verzichten und die Kopfschmerzen verschwanden von allein wieder. Vielleicht werde ich dieses Vorgehen auch in meinen zukünftigen Alltag retten können, um auf Medikamente weitestgehend verzichten zu können.

Verzicht auf Koffein

Der Verzicht auf Koffein fiel mir während der Fastenwoche noch am leichtesten von allen Verzichten in dieser Zeit. Ich hatte ja schließlich auch bereits vor kurzem für einige Wochen weitestgehend auf Koffein verzichtet.

WeiterlesenKoffeinverzicht in der Fastenzeit

Selbst der Verzicht auf schwarzen und grünen Tee fiel während dieser Woche gar nicht mehr so schwer, da ich mir vornahm täglich die Teesorte zu wechseln – was man im Küchenschrank in solchen Zeiten für Teesorten wiederfindet…

Während der ersten beiden Fastentage war ich etwas müde, was ich jedoch eher auf den Kalorienverzicht als auf den Koffeinverzicht zurückführen würde. So in etwa fühlte ich mich auch an den Fastentagen, wenn ich in der Vergangenheit Intervallfasten praktizierte. In den darauf folgenden Tage legte sich diese Müdigkeit dann jedoch wieder.

WeiterlesenErfahrungen mit Intervallfasten

Schlaf während der Fastenwoche

Geplant hatte ich während der Fastenwoche möglichst viel zu ruhen und damit auch morgens lange im Bett liegen zu bleiben. Allerdings merkte ich nach wenigen Tagen, dass es mir gar nicht so gut tat morgens lang im Bett liegen zu bleiben. Und so stellte ich mir ab dem dritten Fastentag wieder einen Wecker. Jedoch benötigte ich ihn am dritten Fastentag schon gar nicht, da ich von selbst vor der geplanten Weckzeit aufwachte. Ich wechselte wieder zurück zu meiner erst jüngst erprobten R90-Strategie, die mir auch in den Wochen zuvor viel Energie gegeben hatte ohne, dass ich sehr lange schlafen musste. In den vergangenen Wochen orientierte ich mich dabei möglichst an 5 Schlafzyklen, schlief also 7,5 Stunden. In der Nacht auf den dritten Fastentag kam ich – ohne es geplant zu haben – sogar mit 4 Zyklen aus und war tagsüber topfit.

InfosDie neue Schlafformel

Sollte dies etwa am Fasten liegen? Für Fastende wird empfohlen sich neben hinreichend Bewegung auch ausreichend Ruhe zu gönnen. Ebenfalls wird aber angemerkt, dass es zu schlaflosen Intervallen in der Nacht kommen kann. Über diese schlaflosen Zeiten solle man sich nicht ärgern, sondern sie einfach zum Nachdenken oder Lesen nutzen.

Die Mittagsruhe gönnte ich mir allerdings möglichst während der gesamten Fastenwoche. Auch zuvor verbrachte ich nach dem Mittagessen gern mal eine halbe Stunde in der Hängematte oder auf dem Sofa mit Powernapping. Dies gab mir auch zuvor schon mehr Power für die zweite Tageshälfte. Leider war mir das nicht regelmäßig vergönnt.

WeiterlesenPowernapping

Bis zum dritten Fastentag war ich keinesfalls schlaflos. Vielmehr war ich am dritten Fastentag einfach früher wach und konnte frisch in den Tag starten.

WeiterlesenSchlaf wird unterbewertet

In der Nacht vom dritten auf den vierten Fastentag hatte ich längere wache Phasen in der Nacht.

Abgesehen von diesen wenigen beschriebenen Nächste, schlief ich insgesamt wirklich sehr gut während der Fastenwoche. Je länger ich fastete, desto früher wachte ich jedoch auf – war allerdings auch immer topfit dabei.

Resümee nach einer Woche Fasten

Gewichtsentwicklung während des Fastens

Eine Gewichtsreduktion stand während der Fastenwoche zwar nicht im Vordergrund. Trotzdem freute ich mich während der Woche natürlich über die purzelnden Pfunde. Ob dies auch nach der Fastenwoche so bleiben würde und ob ich das Gewicht auf dem niedrigen Niveau halten könnte, würde sich allerdings erst einige Tage nach der Fastenwoche herausstellen:

Tag Gewichtsentwicklung Differenz zum Gewicht vor der Fastenwoche
Entlastungstag -1,3 kg -1,3 kg
1. Fastentag -1,7 kg -3,0 kg
2. Fastentag -1,0 kg -4,0 kg
3. Fastentag -0,3 kg -4,3 kg
4. Fastentag -0,9 kg -5,2 kg
5. Fastentag
1. Aufbautag +1,3 kg -3,9 kg
2. Aufbautag +2,2 kg -1,7 kg
1. Nachfastentag -0,7 kg -2,4 kg
2. Nachfastentag -0,7 kg -3,1 kg
3. Nachfastentag +0,1 kg -3,0 kg
Gewichtsentwicklung vom Entlastungstag bis zum 3. Nachfastentag

Sozialverträglichkeit der Fastenwoche

In Corona-Zeiten ist die Sozialverträglichkeit einer Fastenwoche im Alltag wirklich sehr gut. Man trifft sich ohnehin nicht mit vielen anderen Menschen und Essen gehen kann man aktuell auch nicht so wirklich. Von Letzterem würde ich im allgemeinen Alltag auch dringend abraten, das wäre nur Folter.

Im Idealfall sollte man eine solche Fastenwoche auch nicht in den Alltag integrieren, sondern sich dazu Urlaub nehmen, um Zeit und Ruhe zu haben. Im besten Fall verbringt man eine solche Woche an einem anderen Ort mit einer Fastengruppe.

Aus weiter oben genannten Gründen kam für mich jedoch nur die Fastenwoche im Alltag in Frage. Im Homeoffice gab es für mich dabei auch während der Arbeit keine Einschränkungen. Ich würde aber allen empfehlen zumindest die ersten Tage so zu legen, dass sie auf ein Wochenende fallen, damit man nicht Höchstleistung im Job bringen muss. Anspruchsvolle Tätigkeiten bei denen man körperlich und geistig 100% geben muss, würde ich gar nicht für diese Woche vorsehen.

Bezüglich der oben genannten Körpergerüche ist die Fastenwoche aus meiner Sicht sehr wohl sozialverträglich – ich muss mich ja nicht selbst riechen! Nein, im Ernst: Unangenehmer Schweiß- oder Körpergeruch blieb bei mir während der gesamten Woche aus. Der Mundgeruch war jedoch etwas störend, aber damit kann man ja umgehen indem man etwas Abstand zu anderen Menschen hält und mit Mundspülung entgegen wirkt.

Man sollte allerdings mit Unverständnis bei seinen Mitbürgern rechnen, wenn man erzählt, dass man eine ganze Weile lang gar nichts isst.

Was man noch bedenken sollte: Je nachdem wie euer Verdauungstrakt auf den Nahrungsentzug reagiert, solltet ihr mit gelegentlichem Durchfall rechnen und darauf achten eine Toilette in der Nähe zu haben.

Was habe ich nicht nach Lehrbuch gemacht?

Laut “Lehrbuch” darf man während der Fastenwoche Fruchtsäfte oder auch mal Molke trinken. Ich habe jedoch auf jegliche Art von Kalorienzufuhr verzichtet – mal abgesehen von den zwei Kalorien, die eine Tasse klare Brühe hat. Das ist mir gar nicht schwer gefallen. Vermutlich wäre es schwieriger geworden, hätte ich zwischenzeitlich Zucker in Form von Fruchtsäften zugeführt.

Ebenfalls habe ich auf Einläufe verzichtet, da ich mir das so gar nicht vorstellen mochte und meine Verdauung eigentlich noch nie ein Problem darstellte.

Den Einstieg in die Fastenzeit beging ich – wie beschrieben – mit einem Entlastungstag. Allerdings hat das für mich nicht so gut funktioniert: Die Kalorienzufuhr war an diesem Tag doch noch recht hoch. Ich bin halt eher der Type “Ganz-oder-gar-nicht” und mir fällt es schwer nur ein wenig zu essen. Dies spiegelte sich dann auch an den beiden Entlastungstagen wider, was man auch in der Gewichtsbilanz ablesen kann.

Allerdings verkürzte ich die reinen Fastentage auch um einen Tag, um die Fastenwoche in meinem Alltag besser unterzubringen. Wo wir auch schon bei der nächsten Abweichung sind: Idealerweise integriert man seine erste Fastenwoche nicht in den Alltag, sondern verlässt eben jenen hierzu ganz bewusst.

Was nehme ich mit?

Da ich die Fastenwoche in meinen normalen Alltag integriert habe, konnte ich nicht erwarten, dass ich große Erkenntnisse dabei gewinne. Schließlich hatte ich keine bis wenig Zeit, um über viele Dinge nachzudenken.

Was ich jedoch mitnehme ist, dass es mir ganz gut tut, wenn ich mir ab und an mal die Zeit zum Nachdenken nehme. Allerdings funktionierte dies auch während der Fastenwoche eher in den ersten Tagen. Danach ging diese Zeit dann doch wieder im Alltag unter.

Über das Fasten hinaus stellte ich fest, dass es mir auch gut tut, wenn ich mal eine Woche etwas weniger Sport treibe. Viel länger muss es dann aber auch nicht sein, da ich am Ende der Woche schon wieder auf Sport brannte. Ich werde in Zukunft immer mal wieder eine Entlastungswoche einplanen in der ich weniger Sport treiben möchte, um dem Körper die Regeneration zu gönnen, die er benötigt.

Auch in der Vergangenheit habe ich bereits einzelne Fastentage nach dem 5:2-Prinzip des Intervallfastens eingelegt. Diese Tage würde ich zukünftig gern so gestalten, dass ich null Kalorien zu mir nehme. Bisher nahm ich immer ca. 600-1000 kcal an diesen Tagen auf. Rückblickend hauptsächlich, weil meine Psyche mir sagte, dass ich doch wenigstens irgendetwas essen müsse. Die Fastenwoche hat mir jedoch gezeigt, dass ich genauso leistungsfähig bin, wenn ich meine Kalorienzufuhr auf null Kalorien am Tag herunterfahre. Unser Körper kann mehr als wir ihm häufig zutrauen.

WeiterlesenIntervallfasten

In den Alltag würde ich darüber hinaus gern retten, dass ich mir den Bauch weniger häufig bis zum Platzen vollschlage. Die Fastenwoche hat mir gezeigt, dass ich auch ohne Fressorgien glücklich sein kann. Daher möchte ich im meinem zukünftigen Alltag mehr auf mein Hungergefühl hören und nicht zuerst auf meinen Kopf der sagt “die ganze Gummibärchentüte wäre jetzt schon toll”. Ich werde versuchen nur zu essen, wenn ich wirklich Hunger habe.

Die Fastenwoche hat mir ebenfalls gezeigt, dass man die kleinen Lapapilien wie Kopfschmerzen (auch, wenn während dieser Woche einmal wirklich heftig waren) oder verstopfte Nase durchaus auch ohne Medikamente durchstehen kann. Dass ich die Zeit ohne Koffein überstehen würde, war nach dem Koffeinverzicht in der Fastenzeit vorauszusehen. Es fiel mir in dieser Woche jedoch erstaunlich leicht. Dies würde ich gern auch über die Fastenwoche hinaus retten. Ich plane daher etwas unregelmäßiger schwarzen und grünen Tee zu konsumieren. Vielmehr möchte ich allerdings möglichst ganz auf Koffein dargereicht in Cola verzichten.

Die wertvollste Erfahrung in der Fastenwoche war jedoch, dass unser Körper und auch unser Geist immer noch mehr zu leisten im Stande ist als wir ihm zutrauen. Dies gilt sowohl für den Nahrungsentzug als auch in allen anderen Lebensbereichen.

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Meine Erfahrungen mit Intervallfasten

Um es gleich vorweg zu nehmen, mir selbst liegt die 16:8-Methode des Intervallfastens anscheinend einfach nicht. Ich habe diese Methode in den letzten Jahren mehrmals ausprobiert, bin jedoch immer daran gescheitert, dass mein sehr spätes Frühstück dann fast schon zu der Zeit stattfand, wo meine Kollegen üblicherweise bereits zum Mittagessen aufbrachen. Ganz auf mein Frühstück wollte ich in diesem Testzeiträumen allerdings auch nicht verzichten. Umgekehrt bekam ich abends Druck mein Abendessen frühzeitig zu mir zu nehmen, wenn ich morgens nicht allzu spät frühstückte. Mit Familie finde ich diese Methode relativ schwierig. Bei deinen Lebensumständen kann das natürlich wieder ganz anders aussehen.

Wenn ich allerdings 20 Jahre zurückdenke, habe ich das tägliche Intervallfasten mit der 16:8-Methode allerdings unbewusst schon einmal für längere Zeit praktiziert. Damals gab es den heutigen Hype darum noch nicht. Womöglich gab es das Wort damals noch gar nicht. Während meines Studiums benötigte ich einfach kein Frühstück. Ich wachte morgens auf und ging erstmal eine kurze Runde laufen. Danach ging’s dann direkt ohne Frühstück zur Uni. Mittags waren wir üblicherweise schon recht früh in der Mensa. Soweit ich mich erinnern kann, öffnete sie bereits ab 11 Uhr. Somit praktizierte ich damals unbewusst schon Intervallfasten. Dies allerdings immer nur montags bis freitags. Am Wochenende war ich regelmäßig auf „Heimaturlaub“. Hinzu kam noch, dass ich während der Semesterferien wochenlang auf Heimaturlaub war und dort natürlich mit meiner Familie zusammen frühstückte. Ein interessanter Effekt, der mir erst im Nachhinein dazu einfällt und den man vielleicht (auch) auf das zeitweilige Intervallfasten zurückführen kann, war damals, dass ich während des Semesters regelmäßig 3-5 kg Körpergewicht verlor und in den Semsterferien wieder zulegte.

Nach meinem Studium schleifte sich das allerdings wieder aus: zunächst zog ich wieder für eine ganze Zeit bei meinen Eltern ein, um anschließend für meinen ersten richtigen Job wegzuziehen. Während des ersten Zeitraums legte ich (erwartungsgemäß) Gewicht zu. Im darauf folgenden Zeitraum nahm ich fast 10 kg ab. Allerdings muss ich diese Gewichtsabnahme auch auf mein damaliges Marathon-Training zurückführen.

Inzwischen favorisiere ich eher die 5:2-Methode. Mir fällt es mental leichter die Ganz-oder-gar-nicht-Methode umzusetzen. Wenn ich vor einer Tafel Schokolade stehe und mir vornehme nur ein Stück zu essen, passiert es mir ganz schnell, dass plötzlich die ganze Tafel weg ist. Wenn ich jedoch einfach gar nicht zum ersten Stück greife, fällt es mir leicht. Daher setze ich dies auch beim Intervallfasten um. Mir liegt es einfach besser, wenn ich zwei Tage in der Woche ganz verzichte und mich an den anderen Tagen nicht einschränken muss. An fünf Tagen in der Woche kann ich so essen was ich möchte. Das darf natürlich nicht ausarten, so dass ich mich nur von Chips und Cola ernähre.

Dabei habe auch ich, obwohl ich jetzt schon einige Jahre die 5:2-Methode umsetze, gute und schlechte Tage. Es kommt durchaus vor, dass ich morgens um 10 Uhr schon merke, dass das heute nichts wird mit dem Fasten. Dabei solltest du auch nicht zu hart mit dir sein. Es bringt nichts, wenn du Leistung bringen musst und dich aber parallel noch hungrig durch den Tag quälen musst. Ich höre da einfach auf meinen Körper. Auch du wirst mit der Zeit ein gesundes Körpergefühl entwickeln, wenn du es jetzt noch nicht hast.

Anfangs verzichtete ich an den Fastentagen auf Sport. Dann ging ich langsam dazu über, dass ich an Fastentagen auch schonmal ein leichtes Krafttraining in meinen Trainingsplan einbaute. Inzwischen ist mein Trainingsplan inkl. Schwimmen und Laufen völlig unabhängig von Fastentagen. Mein Körper hat sich einfach ans Fasten gewöhnt und stellt die benötigte Energie eben nicht direkt aus der Nahrung, sondern aus meinen Fettzellen bereit.

Ab und an spüre ich noch ein paar unangenehme Nebeneffekte: Beispielsweise wache ich hin und wieder am Tag nach dem Fastentag mit Kopfschmerzen auf. Nach meinem morgendlichen Workout und der kalten Dusche sind die Kopfschmerzen aber in der Regel wieder verschwunden. An manchen Fastentage fröstel ich auch etwas, obwohl ich sonst eigentlich alles andere als eine Frostbeule bin. Der Körper scheint dann etwas Energie einzusparen – Energie, die er an normalen Tagen anscheinend locker als Wärmeüberschuss raushauen kann.

Ein Arbeitskollege praktiziert die 5:2-Methode inzwischen auch bereits 2 Jahre. Er ist dabei sehr radikal. Ich selbst konsumiere immer noch 500-600 kcal täglich. Er hat vom ersten Tag an komplett auf Nahrung an den Fastentagen verzichtet. Bei mir selbst stellen die 500-600 kcal auch eher eine psychologische Barriere dar. Ich fühle mich einfach besser, wenn ich mittags etwas im Magen habe. Vermutlich würde ich auch ohne auskommen. Mein besagter Arbeitskollege hat mit dieser Methode binnen der letzten zwei Jahre 12 kg langsam und stetig abgenommen. Und das ist es ja, was eine gesunde Gewichtsreduktion ausmacht.

Und welche Erfahrungen hast du gemacht?

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Der Start in den Tag

Ein guter Start in den Tag ist die halbe Miete für den ganzen restlichen Tag. Wenn du bereits erfolgreich in den Tag gestartet bist, wird es dir viel leichter fallen auch die anderen Aufgaben des Tages erfolgreich zu bewältigen. Dabei muss ein Start in den Tag nicht gleich unrealistische Aufgaben beinhalten wie jeden Morgen die Welt retten oder einen Marathon laufen. Allerdings ist es wichtig, dass du dir nicht gleich morgens mit unwichtigen Dingen verzettelst, sondern erste Erfolgserlebnisse erzielst. Diese Erfolgserlebnisse werden dich dann durch den Tag tragen und du wirst auch die weiteren Aufgaben positiv betrachten, so dass du weiterhin Erfolg haben wirst.

Ebenso ist es wichtig, dass die Morgen-Routine bereits einige wichtige Dinge des Tages beinhaltet oder Dinge beinhaltet, die man gern über den Tag schiebt und am Ende dann doch vergisst. Außerdem sollte die Morgen-Routine natürlich Dinge beinhalten, die dazu führen, dass du morgen besser bist als heute!

Vermeide also den Fehler, dass du den frühen Morgen bereits nutzt, um das Tagesgeschäft zu bewältigen oder, um einfach nur in den sozialen Medien zu surfen. Der Morgen gehört dir! Wenn du es nicht schaffst hier strategische und dich voran bringende Tätigkeiten zu platzieren, wirst du das den ganzen Tag nicht schaffen. Da könntest du besser liegen bleiben und weiterschlafen.

Wie der Tag beginnt, so verläuft er auch! Daher nimm dir die Zeit dir einmal jetzt zu überlegen wie deine Morgenroutine aussehen könnte. Die hier vorgestellten Punkte sind nur Vorschläge. In deinem Leben können andere Punkte viel wichtiger oder sinnvoller sein. Ebenso kann deine Lebenssituation (Familie, Single, Bürojob, Handwerker, …) einen Einfluss auf deine Zeit und deinen Fokus haben.

Ob dein Tag bereits um 5 Uhr oder erst um 8 Uhr startet, hängt ebenfalls von deinen Lebensumständen ab. Ein Single mit Gleitzeit im Büroalltag wird sicherlich flexibler sein als ein Familienvater, der um 7 Uhr morgens auf der Baustelle stehen muss. Ich persönlich bin Familienvater mit Gleitzeit im Büro und stehe trotzdem vor 6 Uhr auf, um meine Morgenroutine in Ruhe absolvieren zu können. Dazu an anderer Stelle mehr.

Wenn du allerdings bisher immer gehetzt in den Tag startest und nach dem Aufstehen hetzt, um schnell zur Arbeit zu kommen oder die Kinder mit dem Frühstück zu versorgen, um sie danach in den Kindergarten zu bringen, wirst du nicht umher kommen morgens früher aufzustehen. Wie viel früher du aufstehen solltest, hängt dabei ganz davon ab wie viel Zeit du morgens in die unterschiedlichen Bereiche investieren möchtest.

Früher aufstehen? Auch das noch! So schlimm ist das gar. Und früh ist ja auch immer relativ. Letztendlich kommt es häufig darauf an wann du abends ins Bett gehst. Solltest du dich beispielsweise dazu entscheiden morgens 30 Minuten früher das Bett zu verlassen, könntest du auch abends als Ausgleich ebenso 30 Minuten früher das Bett aufsuchen. Unmöglich? Denk einmal darüber nach womit du deinen Abend verbringst? Wie viele von uns schauen abends nur noch fern. Bringt dich das wirklich voran? Du brauchst das zum Runterkommen? Da gibt es kürzere und effizientere Wege als 2 Stunden fern zu sehen.

Wenn du eher ein Abendmensch bist, könntest du jetzt fragen wieso du die Morgenroutine – oder zumindest die darin enthaltenen Tätigkeiten – nicht einfach abends erledigen kannst. Da sage ich dir: Das wird nicht funktionieren. Irgendetwas wird immer dazwischen kommen! Denk einmal an dein eigenes Leben! Wie oft passiert abends etwas unvorhergesehenes? Die Kinder sind krank, der Partner hat einen dringenden Termin dazwischen bekommen. Das kühle Bier schmeckt im Sommer auf der Terrasse einfach zu gut. Die neuste Folge der Lieblingsstaffel läuft. Irgendetwas im Haus ist defekt und muss dringend repariert werden…

Startest du stattdessen einfach morgens routiniert etwas früher in den Tag, kommt selten etwas dazwischen. Die Kinder schlafen noch, der Partner vielleicht auch. Nur wenige Menschen trinken um 6 Uhr schon ein Bier auf der Terrasse, viele neue Serienfolgen starten auch nicht gerade um diese Zeit. Meist ist auch über Nacht nichts kaputt gegangen, das dringend repariert werden müsste…

Und wenn der Rest der Welt das Bett verlässt, warst du schon erfolgreich unterwegs und hast den Tag gestartet und dich selbst voran gebracht. Wenn du deine Morgenroutine routiniert durchziehst, gibt es auch abends immer etwas, das du sicher als Erfolg in dein Erfolgstagebuch eintragen kannst. Egal wie der Tag wird, du hast die ersten Erfolge ziemlich sicher schon eingefahren bevor andere aufwachen.

Was sollte also in deiner Morgenroutine Platz finden und wie lang sollte sie sein? In dem Buch Miracle Morning stellt Hal Elrod seinen „Wundermorgen“ mehr oder minder steif dar und setzt dazu 60 Minuten an. Ich bin eher für eine flexible Gestaltung. Sowohl was die Zeit als auch was die Inhalte angeht. Ich gestalte auch meine Morgenroutine je nach Tagesablauf etwas flexibel:

Wenn ich zu einer Geschäftsreise bereits um 6 Uhr aufbrechen muss, verkürze ich mein Sportprogramm auf ein Minimum. Dazu habe ich eine Minimal-Sportroutine entwickelt, die kaum Zeit kostet, den Puls aber morgens bereits einmal in die Höhe treibt und mich wach für den Tag macht. Dazu weiter unten mehr.

In eine gute Morgenroutine gehören für mich zumindest die folgenden Elemente:

Visualisierung

Es gibt kaum etwas mächtigeres als sich immer wieder zu visualisieren welcher Mensch du einmal sein möchtest. Hierzu gibt es zahlreiche Literatur in der du dich eingehend mit dieser Technik befassen kannst. Als Kurzfassung reicht vielleicht der folgende Vorschlag:

Ziehe dich einmal in Ruhe zurück, um dir deine Lebensbereiche im Detail anzuschauen und zu betrachten was du in den Lebensbereichen erreichen möchtest. Betrachte dabei die unterschiedlichsten Lebensbereiche: Privatleben, Beruf, Ehrenamt, Gesundheit/Fitness, …

Für jeden dieser Lebensbereiche suchst du dir nun entsprechende Fotos. Das können Fotos aus deinem eigenen Leben oder einfach Fotos, die du im Internet findest sein. Das ist völlig egal. Wichtig ist nur, dass du beim Betrachten der Fotos bereits ein Bild im Kopf hast wo du einmal hin möchtest. Diese Fotos fügst du nun zusammen. Wenn du technisch versiert bist, könntest du daraus ein Gesamtbild erstellen und dieses dann groß ausdrucken. Wichtig ist, dass du es wirklich groß ausdruckst, also mindestens DIN-A3. Noch wichtiger ist, dass du es wirklich ausdruckst. Bist du technisch nicht so versiert, druckst du einfach die einzelnen Bilder aus und hängst sie an eine Pinnwand.

Der Gesamtausdruck oder die Pinnwand bildet nun dein Visionboard. Es repräsentiert deine Vision. Welcher Mensch möchtest du in einem Jahr, in fünf, in 10 Jahren sein. Die Vision kann sich dabei natürlich immer mal wieder ändern. Das Leben ist ein steter Wandel – somit unterliegen auch deine Visionen einem steten Wandel. Dein Visisonboard hängst du nun an einen Ort, wo du es immer betrachten kannst. Ideal sind natürlich Orte wie der Kühlschrank. Da musst du ständig dran. Sollte dir das zu peinlich sein und du möchtest es lieber erstmal für dich behalten, häng es doch einfach von innen an die Schlafzimmertür. Dann siehst du es bereits morgens beim Aufstehen und bleibst einfach zwei Minuten davor stehen.

Du solltest während deiner Morgenroutine dazu mindestens zwei Minuten einplanen. Stelle dich vor dein Visionboard und betrachte Teile davon. Es kommt dabei nicht darauf an, dass du an einem Tag alle Bereiche deines Lebens visualisierst, wichtig ist, dass du dir wirklich vorstellst wie es sein wird, wenn du dort bist wo du hin möchtest. Wenn du dir ständig vor Augen führst was deine Ziele sind, wirst du fast automatisch einen Weg dorthin finden.

Affirmation

Was ist denn eine Affirmation? In der Wikipedia steht dazu „Vereinfacht ausgedrückt bedeutet Affirmation, dass eine Aussage, Situation oder Handlung positiv bewertet wird.“ Letztendlich bedeutet es nichts anderes als dass du dir Glaubenssätze, die dich erfolgreich machen, immer wieder selbst sagst. Nimm dir die Zeit, um dir für deine unterschiedlichen Lebensbereiche positive Glaubenssätze nieder zuschreiben! Schau dir dann jeden Morgen deine Affirmationen an und wiederhole sie (möglichst laut).

Eine Affirmation könnte z.B. sein: „Ich bin erfolgreich im Beruf“. Oder: Ich bin der schnellste Läufer in meiner Laufgruppe“.

Das ständige wiederholen der Affirmationen sorgt dafür, dass du wie von selbst deine Ziele erreichen wirst. Wenn du dran glaubst, dass du in etwas gut bist, wirst du es irgendwann auch sein –  wenn du es nicht schon längst bist und es einfach nur noch nicht gemerkt hast.

Sport

An „normalen“ Tagen sollte dann dein Sportprogramm starten. Ob du dabei lieber eine Runde laufen gehst, etwas Krafttraining machst oder ins nächste Schwimmbad fährst, hängt dabei ganz von dir ab. Wenn du für den Sport allerdings ein Fitnessstudio oder ein Schwimmbad aufsuchst, bietet es sich an das Sportprogramm ans Ende der Morgenroutine zu legen, um von dort aus direkt zur Arbeit zu fahren.

Bei mir wechseln sich morgens Laufen, Schwimmen und Krafttraining tatsächlich ab. Das Krafttraining absolviere ich im Keller. Sollte ich beruflich unterwegs sein, gibt es auch gute Übungen, die man überall auch im Hotelzimmer durchführen kann. Laufen kann man ebenfalls fast überall. Wenn ich Schwimmen gehe, stelle ich das Sportprogramm hinten an und fahre vom Schwimmbad direkt ins Büro.

An Tagen an denen morgens wirklich wenig Zeit ist, wenn du beispielsweise sehr früh zu einer Dienstreise aufbrechen musst, kannst du immer noch das Minimalsportprogramm durchführen. Unabhängig vom bereits beschriebenen Sportprogramm, solltest du das Minimalsportprogramm immer auch zusätzlich durchführen, da es sich ohne umfangreichen zusätzlichen Zeitaufwand integrieren lässt und du dich so an den Ablauf gewöhnst – es wird Routine.

Wie kann das Minimalsportprogramm aussehen? Zunächst mal gehören bei mir Kniebeugen beim Zähneputzen dazu. Zähneputzen musst du sowieso, da kannst du die Zeit auch noch zusätzlich nutzen. Es muss dabei nicht bei Kniebeugen nutzen. Ich suche mir dabei täglich eine andere Übung aus einem Buch von Mark Lauren raus. Selbstverständlich solltest du darauf achten, dass es Übungen sind, die sich auch mit dem Zähneputzen vereinbaren lassen.

Zusätzlich mache ich einmal so viele Liegestütze wie ich am Stück schaffe. Ebenso kannst du, falls dir eine Klimmzugstange zur Verfügung steht, das gleiche mit Klimmzügen durchführen. Der zusätzliche Aufwand liegt bei ca. 2 Minuten. Die hast du auch an stressigen Tagen. Eine einstündige Schwimm- oder Laufeinheit einzubauen, wird manchmal schon schwieriger.

Durch den Sport hast du es dann geschafft deinen Puls einmal hochzutreiben, wach zu sein und schon bist du bereit für den Tag. Dauerhaft werden es dir dein Körper und deine Gesundheit danken.

Der Zeitaufwand für das Sportprogramm kann in der Morgenroutine somit zwischen 1 Minute (Liegestütze oder Klimmzüge, denn Zähneputzen musst du sowieso) und einer Stunde liegen. Je nachdem wie anspruchsvoll dein Training ist, kann es natürlich auch noch mehr werden.

Kalt duschen

Das wird dich abhärten und ja, es wird unheimlich hart die ersten Tage kalt zu duschen. Aber nach jeder kalten Dusche wirst du dich danach fit und wach für den Tag fühlen. Eine Anleitung wie du dich herantastest gibt es an anderer Stelle. Falls es dir einmal schwer fallen sollte kalt zu duschen, denk einfach an das Motto der Navy Seals: „The only easy day was yesterday!“ Der Zeitaufwand liegt hier bei null, denn du würdest ja vermutlich sowieso duschen.

Lernen

Nachdem du nun nach dem Sportprogramm und der kalten Dusche wirklich wach sein solltest, solltest du Zeit in deine Fortbildung investieren! Wenn du nicht in dich investierst, wird es auch niemand anders machen. Auch hier kann der Zeitansatz unterschiedlich aussehen. Einige investieren hier eine Stunde, ich persönlich beschränke mich in der Regel auf 10 Minuten.

Ich habe immer ein Portfolio an Themen, die mich interessieren und in denen ich mich fortbilden möchte. Wichtig ist dabei gar nicht, ob du dich hier mit beruflichen oder privaten Themen beschäftigst. Wichtig ist nur, dass sie dir helfen dich voran zu bringen und deine Persönlichkeit zu entwickeln. Das kann natürlich auch variieren. Vielleicht liest du mal einen Artikel zu besseren Trainingsmethoden während du an einem anderen Tag wichtige Tabellen, die für deinen Beruf nützlich sind, auswendig lernst. Ich habe immer eine Liste mit Themen, die ich hier einbringen kann. So kann ich morgens spontan entscheiden welches Thema mich heute interessiert. Das variiert natürlich auch. In Zeiten in denen ich wenig Zeit zum Lesen finde, nutze ich diese Zeit, um zumindest 10 Minuten Zeit zu finden, um in einem Sachbuch zu lesen.

Weitere Vorschläge

Im folgenden findest du weitere Vorschläge wie dein Morgen darüber hinaus aussehen könnte, um gut in den Tag zu starten.

Diese sehr einfache Aufgabe schafft wirklich jeder binnen einer Minute. Und wenn am Ende des Tages wirklich alles schief gegangen ist, hast du es immerhin geschafft dein Bett zu machen und kannst dich nach einem harten Tag abends gemütlich dort verkriechen und deine erledigte Aufgabe von morgens als Erfolg wahrzunehmen und sie in dein Erfolgstagebuch eintragen.

  • Pendel intelligent

Nutze die Zeit, die du auf dem Weg zur Arbeit im Auto oder in der Bahn verbringst, intelligent und komme nicht mehr frustriert von Stau und Bahnverspätungen ins Büro.

  • Erledige unangenehme Aufgaben zuerst

Wenn du morgens – entweder zu Hause oder im Büro, gleich, wenn du dort eintriffst- die unangenehmen Aufgaben zuerst erledigst, entgehst du dem mulmigen Gefühl, das dich ansonsten den ganzen Tag begleitet und du hast Zeit und den Kopf frei für die schöneren Aufgaben des Tages.

Was du morgens nicht machen solltest:

Es scheint unglaublich, aber die meisten Menschen schauen in der heutigen Zeit zuallererst nach dem Aufstehen auf ihr Smartphone. Na, habe ich dich erwischt? Ich kann das mit Aufrufzahlen unserer Artikel bei Facebook zu unterschiedlichen Tageszeiten sogar für unsere Leser klar belegen. Nun könnte man einwenden, dass in vergangenen Zeiten oder für ältere Generationen morgens immer die Tageszeitung auf dem Programm stand. Nun muss man aber differenzieren zwischen dem Lesen der Zeitung beim Frühstück, um sich über das Weltgeschehen zu informieren und dem Stress, den man sich selbst macht, wenn man morgens auf der Toilette schon E-Mails prüft. Mal ehrlich, was soll schon passiert sein während du schliefst, das dafür gesorgt hat, dass die Welt untergegangen ist? Ebenso verhält es sich mit Facebook: Hier geht es ja in der Regel gar nicht darum sich über das Weltgeschehen zu informieren, sondern morgens zu schauen was denn die Freunde nachts so getrieben haben. Auch hier können wir ehrlich sein und davon ausgehen, dass keiner unserer Freunde nachts im Lotto gewonnen hat und uns nun umgehend an seinem Gewinn beteiligen möchte. Verzichte also morgens auf die sozialen Netzwerke und nutze die sozialen Netzwerke sinnvoll!

Gönn dir eine Pause

Für einige klingt das ganze jetzt stressig und nicht für jeden Tag praktikabel. Daher ist es natürlich vollkommen in Ordnung, wenn du die Vorschläge auf deinen Lebenswandel anpasst. Ich selbst führe die Morgenroutine aktuell nur an den Werktagen durch, da mein Leben am Wochenende nun doch ein etwas anderes ist als wochentags. Das ist auch in Ordnung. Wenn ich an fünf Tagen in der Woche konsequent bin, muss ich es am Wochenende nicht zwingend sein. Mach dir keinen Stress, aber arbeite an dir!

Aufgabe

Beginne ab morgen früh mit der oben ausgeführten Morgen-Routine. Dinge, die du nicht machen solltest, lasse ab morgen rigoros entfallen! Von den Dingen, die du morgens machen solltest, nimmst du ab morgen jeden Tag einen neuen Punkt mit auf. Starte morgen mit dem ersten Punkt, nimm übermorgen den zweiten hinzu, … bis du alle Punkte aufgenommen hast. In der nächsten Woche bist du dann schon soweit, dass du alle Teile in deine Morgen-Routine aufgenommen hast und arbeitest ab dann eine Woche lang nur noch daran, dass die Morgen-Routine auch wirklich zur Routine wird! Ab der dritten Woche ist es dann Routine und du wirst hierdurch jeden Tag ein Stückchen besser werden. Schau dir auch den Artikel zum Etablieren von Gewohnheiten an, um Gewohnheiten wie diese einfacher in deinen Alltag zu integrieren!

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Die Anzahl der Klimmzüge in nur vier Wochen verdoppeln

Die Anzahl meiner Klimmzüge innerhalb von nur vier Wochen verdoppeln? War das möglich? Das musste ich ausprobieren.

In den letzten Monaten fand ich leider nicht so viel Zeit für mein Krafttraining wie ich es mir gewünscht hätte. Unter anderem litt meine Fähigkeit Klimmzüge zu absolvieren darunter sehr. Noch vor einem Jahr war in in der Lage 16 Klimmzüge zu absolvieren. Inzwischen waren es nur noch 7. Ich musste etwas tun… 

Inspiriert von Podcast-Folge 9 auf MarathonFitness.de musste ich das jetzt natürlich ausprobieren. Zumal der Aufwand wirklich minimal zu sein schien. Täglich nur 1-2 Minuten – und am Wochenende hätte ich sogar frei. Ich musste mit dieser Methode tatsächlich in den ersten zwei Wochen an Werktagen nur einmal an meiner Klimmzugstange im Keller vorbeilaufen. In den letzten beiden Wochen sollte ich dann zweimal täglich an Werktagen an meiner Klimmzugstange vorbei laufen. Unglaublich! Das schien fast so unglaublich wie die Versprechungen der ganzen Wunderdiäten. Dieses Konzept wich auch von meinem zuvor verfolgten Trainingsplan bezüglich meiner Klimmzuganzahl ab. In der Vergangenheit war ich mit diesem jedoch schon sehr erfolgreich. Diese neue Methode verhieß nun allerdings noch schnellere Erfolge. Wo würde ich in einem Jahr stehen, wenn ich monatlich meine Klimmzuganzahl verdoppeln würde? Rein rechnerisch bei 7 Klimmzügen Ausgangsleistung und einer Verdopplung pro Monat bei phantastischen 28672 – die würde ich dann vermutlich wohl nicht mehr in einer Minute schaffen… Dass das utopisch sein würde war mir klar, aber meinem Ziel in den nächsten Monaten 20 Klimmzüge zu schaffen würde ich mit dieser Methode deutlich näher kommen – wenn sie denn funktionierte.

Wie war also der Plan? Genau könnt ihr euch diesen direkt bei Mark Maslow nachlesen oder direkt in seinem Podcast anhören. Kurz zusammengefasst war der Plan ganz einfach:

In den ersten zwei Wochen sollte ich jeden Tag einmal so viele Klimmzüge am Stück absolvieren wie ich schaffte. Also einmal morgens vorm Verlassen des Hauses kurz in den Keller gehen und sich so oft an der Klimmzugstange hochziehen wie möglich. Das Ganze dauert nichtmal eine Minute und ließ sich optimal in meinen Start in den Tag integrieren. Die Wochenenden sollten jeweils der Regeneration dienen, so dass – zumindest bezüglich der Klimmzüge – trainingsfrei war.

In der dritten und vierten Woche sollte ich meinen Aufwand verdoppeln. Was angesichts des lächerlichen Umfangs von bisher nur einer Minute täglich keinen großen Zeitaufwand bedeutete. Nun sollte ich nicht nur morgens zur Klimmzugstange gehen, sondern auch noch ein zweites Mal. Für mich stellte es sich als optimal heraus, dass ich dies direkt beim ersten Zurückkehren nach Hause umsetzte. Also ging es meistens abends nach der Arbeit direkt kurz in den Keller – nochmal so viele Klimmzüge machen wie ich konnte.

Los ging es also. Zunächst einmal kurze Bestandsaufnahme: Bei meinem letzten Test vor ein paar Tagen schaffte ich 7 Klimmzüge und hatte die gleiche Anzahl zu Beginn dieser Challenge erwartet. Ich startete – offensichtlich bei guter Tagesform und hoher Anfangsmotivation dann am ersten Montag sogar mit 8 Klimmzügen. Das lies also hoffen, dass ich bereits in einem Monat meine alte Fitness mit dem Stand von 16 Klimmzügen wieder erreichen würde. Die nächsten Tage und Wochen gestalteten sich dann wie folgt:

Tag Einheit 1 Einheit 2
1 8
2 7
3 10
4 9
5  11
6
7

Bereits nach der ersten Woche konnte ich schon Erfolge verbuchen. Legt man die initialen 7 Klimmzüge zu Grunde, hatte ich bereits am Ende der ersten Woche eine Steigerung von 57 Prozent erreicht. Unglaublich! War das Zufall? Wie würde es in den nächsten Wochen weitergehen?

Tag Einheit 1 Einheit 2
8  11
9  12
10  12
11  12
12  13
13
14

Auch in der zweiten Woche konnte ich weiterhin Erfolge verbuchen. Ich steigerte meine Klimzugzahl von 11 auf 13. Prozentual gesehen war der Fortschritt in dieser Woche mit 18% zwar nicht so groß wie in der ersten Woche, aber immer noch beachtlich. Im Verhältnis zum Beginn mit 7 Klimmzügen hatte ich nun in zwei Wochen schon 85% zugelegt und war meinem Ziel von 100% schon sehr nahe.

Tag Einheit 1 Einheit 2
15  13  8
16  11  7
17  7  7
18  8  9
19  10  8
20
21

Die dritte Woche lief nicht so gut: Unterm Strich war die Anzahl der Klimmzüge in jeder Trainingseinheit unbefriedigend. Ich schien daszweimalige Ausführen der maximalen Anzahl an Klimmzügen täglich nicht so gut wegzustecken. Aber nun stand das Wochenende zur Regeneration vor der Tür und ich hatte ja noch eine Woche, um das Plateau zu überwinden.

Tag Einheit 1 Einheit 2
22  10  8
23  10  5
24  8  6
25  9  
26    
27
28

Die vierte Woche lief gar nicht gut, so dass ich mir kaum vorstellen konnte, meine Klimmzuganzahl am Ende tatsächlich zu verdoppeln. Nach den prozentual enormen Fortschritten in der ersten Woche, stellte sich langsam Niedergeschlagenheit ein. Aber nun sollte ja eine Woche Erholung folgen und erst dann der Test um wie viele Klimmzüge ich mich tatsächlich in diesem Trainingsrahmen verbessert hatte.

Tag Einheit 1 Einheit 2
29
30
31
32
33
34  13

Nach einer Woche Ruhephase – was zumindest die Klimmzüge betraf, wagte ich mich voller Erwartung wieder an die Klimmzustange. Ich schaffte 13 Klimmzüge. Das war zwar nicht ganz eine Verdopplung, aber immer sehr nah dran – auch wenn die letzten Klimmzüge wirklich weh taten, konnte ich mich so um 86 Prozent im Vergleich zu den 7 Klimmzügen Ausgangsleistung verbessern. Dieser Trainingsplan funktionierte also!

Eigentlich konnte damit wirklich zufrieden sein. Aber ich wollte noch mehr. War eine weitere Verdopplung möglich? Wer sagte denn, dass eine Verdopplung nur bei 7 Klimmzügen möglich war? Wieso sollte eine Verdopplung nicht auch auf Basis von 13 Klimmzügen möglich sein? Rein rechnerisch würde ich dann in fünf Wochen 26 Klimmzüge schaffen. Wenn ich wieder nur 86 Prozent zulegte, wäre ich immerhin auch schon bei 24 Klimmzügen. Das Experiment ging also in die zweite Phase…

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Fietes Abendroutine

Nach der Vorstellung meiner Morgenroutine, möchte ich euch heute meine Abendroutine vorstellen.

Zunächst einmal verzichte ich die letzten zwei Stunden vor dem Schlafen gehen auf sämtliche Bildschirmnutzung. Das blaue Licht von Smartphone, TV &Co. lässt die Menschen einfach nicht gut ein- und durchschlafen, daher verzichte ich darauf. Meinen Fernsehkonsum versuche ich generell einzuschränken und nur bewusst den Fernseher einzuschalten. Ebenso verzichte ich die meisten Abende auf Alkohol, da dieser nachweislich ebenso einen schlechten Einfluss auf den gesunden Schlaf hat.

Seit der Informationsdiät lege ich auch mein Smartphone an der Gaderobe ab, wenn ich nach Hause komme, um es möglichst den ganzen Abend nicht mehr zu nutzen. Es beschäftigt mich tagsüber ja bereits ausreichend. Daher lege ich es direkt beim Eintreffen zu Hause an seinen Platz für die Nacht. Ausnahmen gibt es natürlich immer, wenn ich mal eine wichtige Nachricht oder einen dringenden Anruf erwarte.

Inzwischen verzichte ich auch abends weitestgehend auf sportliche Aktivitäten, damit ich meinen Körper nicht vor dem Schlafen gehen noch einmal an sein Limit und mich damit um einen vernünftigen Schlaf bringe.

Die Zeit nach der Ankunft zu Hause gehört vielmehr meiner Familie. Bis meine Kinder zu Bett gehen, stehen sie im Mittelpunkt – danach meine Frau. Häufig sind auch einfach noch Dinge zu Hause zu erledigen, die halt so anfallen.

Die eigentliche Abendroutine beginnt dann mit dem Zähneputzen. Um meinen Kreislauf vor dem zu Bett gehen nicht unnötig nochmal hoch zu fahren, verzichte ich abends dabei auf Sport. Ich denke viel lieber noch einmal über den Tag nach. Da meine Frau meistens etwas länger im Bad benötigt als ich, nutze ich die folgenden Minuten zunächst dafür mich auf den folgenden Tag vorzubereiten. Ich lege mir Kleidung für den kommenden Tag raus. Wenn morgens Sport auf dem Programm steht zusätzlich noch die Sportsachen, damit ich morgens ohne groß nachzudenken direkt in den Tag starten kann. Wenn ich für den Folgetag geplant habe sportlich ins Büro zu reisen, packe ist außerdem schon einmal meine Tasche für den Tag mit Wechselkleidung und Notebook sowie allem was ich benötige inkl. Verpflegung – soweit sie nicht über Nacht noch gekühlt werden muss. Das alles packe ich immer nach Checkliste. Dazu habe ich verschiedene Checklisten, ob ich mit dem Rad zur Arbeit fahre oder beispielsweise laufe. Es geht einfach viel schneller (und man vergisst nichts), wenn man einfach nur eine Liste durchkreuzen muss, als immer wieder darüber nachzudenken was man benötigt und am Ende doch irgendetwas zu vergessen. Im übrigen verwende ich auch für Urlaube oder Dienstreisen immer Packlisten, um schnell zu packen und nichts zu vergessen. Das führt dann zwar häufig dazu, dass meine Frau verzweifelt, weil ich tatsächlich erst kurz vor der Abreise in kürzester Zeit meinen Koffer packe, aber ich vergesse dadurch wirklich selten etwas.

Sind die Sachen für den nächsten Tag gepackt, schaue ich noch kurz in meiner Unterlagenmappe, ob etwas für den nächsten Tag darin auf mich wartet, und lege es ggf. für den nächsten Tag bereit. Sollte ich es einmal abends vergessen, erledige ich diesen Schritt immer während meiner Morgenroutine.

Sollte ich am nächsten Tag gekühlte Verpflegung mitnehmen müssen, gehe immer noch einmal kurz in die Küche, um die Dosen o.ä. im Kühlschrank zusammen zu stellen, damit ich am nächsten Morgen kurz einmal kurz alles greifen muss. Damit ich das nicht vergesse, lege ich einen Erinnerungszettel zu meinem Wasserglas auf den Küchentisch. Sollte meine Frau im Bett frieren, schalte ich auch gleich nochmal die Mikrowelle ein, nachdem ich einen Körnersack hineingelegt habe. Während die Mikrowelle arbeitet – oder eben nicht – , kann ich am Küchentisch kurz mein Erfolgstagebuch führen und mich darauf besinnen was ich alles geschafft habe. Ebenso gehe ich danach meine Gewohnheitslisten durch, und hake ab, was ich an diesem Tag umgesetzt habe.

Auf dem Weg aus der Küche zum Schlafzimmer kontrolliere ich noch kurz, ob die Haustür verschlossen ist. Meine allerletzte Handlung des Tages ist dann in der Regel nochmal ein Blick aus dem Fenster bei dem ich die Natur genießen kann und immer wieder denke, dass es mir doch eigentlich sehr gut geht.Dir hat der Artikel gefallen? Dann würden wir uns freuen, wenn du uns mit einer Spende unterstützen würdest oder ab und an auf die Werbung klickst!

Marks Morgenroutine

Bereits vor einiger Zeit haben wir einen perfekten Start in den Tag vorgestellt. Nun fragen sich natürlich viele „macht der das wirklich?“. Der Start in den Tag war nur exemplarisch und jeder muss sich für sein Leben das beste (oder alles) davon raussuchen. Heute möchte ich allerdings einmal meine Morgenroutine vorstellen, die ich jeden Morgen – teilweise leicht abgewandelt – durchführe. Ihr werdet sehen, sie ist gar nicht so weit weg vom perfekten Start in den Tag.

Ich nehme einfach mal einen normalen Wochentag, denn an den Wochenenden variiert es dann doch immer mal wieder etwas in der Reihenfolge – auch, wenn ich möglichst immer zur gleichen Zeit aufstehe, um ein Wochenend-Jetlag zu vermeiden.

In der Regel stehe ich zwischen 5:30 Uhr und 6:30 Uhr auf. Möchte ich morgens noch etwas mehr Sport treiben, wird es eher 5:30 Uhr, bin ich am Vortag nicht so ausgeruht wie ich gern wäre, kann es dann auch schon einmal 6:30 Uhr werden, da mir mein Schlaf wichtig ist. Die Regel ist aber, dass mein Wecker um exakt 6 Uhr klingelt. Genau genommen klingelt gar nicht mein Wecker, sondern meine Sportuhr vibriert. Das ist ein ganz netter Nebeneffekt, den die Uhr mitbringt, da meine Frau normalerweise nach mir aufsteht und so nicht unnötig früh aus dem Schlaf gerissen wird.

Im Bad folgt dann das übliche: Rasieren und Zähne putzen. Wobei ich mir beim Zähneputzen angewöhnt habe, schon einmal zwei Minuten Sport – vor allem Krafttraining – zu treiben. Da ist von Situps, über Liegestütze zu Ausfallschritten alles dabei. In der Regel eher beinlastig als armlastig – was der Natur der Sache entspricht, wenn man die Zahnbürste in der Hand hält. Dadurch werde ich wacher und habe schon etwas erfolgreich zu Beginn des Tages erledigt. Das stellt zusammen mit einem Satz Liegestütze, bei dem ich so viele Liegestütze am Stück wie möglich ausführe, auch schon fast mein Minimalsportprogramm täglich dar. Zusätzlich absolviere ich analog zu den Liegestützen noch einmal einen Satz Klimmzüge, wenn ich morgens das Haus verlasse. Dies allerdings später, da meine Klimmzugstange im Keller hängt und beim Verlassen des Hauses einfach näher dran bin.

Dann geht’s unter die Dusche – wenn ich keinen Sport treibe. Wenn ich Sport treibe – also richtigen Sport -, folgt die Dusche dann nach dem Sport. Die Dusche sieht dann so aus, dass ich zunächst warm dusche, mich dann einschäume und ab da dann den Wasserhahn ganz kalt drehe. Ich dusche mich dann kalt ab und bleibe insgesamt zwei Minuten unter der kalten Dusche stehen. Das fällt mir im Sommer deutlich leichter, so dass ich dazu eigentlich gar nicht auf die Uhr schauen muss, weil das Wasser aus der Leitung im Sommer wirklich wärmer ist als im Winter. Im Winterhalbjahr schaue ich auf die Uhr und ziehe es an fünf von sieben Tagen in der Woche durch. Einfacher fällt es mir auch, wenn ich zuvor Sport getrieben habe, da mein Körper dann schon auf „Betriebstemperatur“ läuft. Danach fühle ich mich topfit und bin bereit für den Tag. Nach der Dusche bin ich dann im Bad auch schon fertig.

Ganz wichtig ist für mich noch zu erwähnen, dass ich morgens bevor ich das Haus verlasse nicht auf’s Smartphone schaue. Das Smartphone wird also beim Anziehen lediglich in die Tasche gesteckt. So werde ich nicht bereits morgens ein Sklave der Informationsflut.

Wenn ich aus dem Bad komme, fülle ich meine Taschen dann mit allem was ich für den Tag brauche, falls ich die Hose gewechselt habe: Smartphone, Notizblock, Stift (Schlüssel folgen erst beim Verlassen des Hauses). Meine Klamotten liegen morgens immer schon im Bad bereit, damit ich morgens nicht suchen und meine Frau wecken muss.

Nach dem Anziehen geht’s noch kurz im Büro vorbei: Dort schaue ich, ob mein Drucker ein Dokument für den Tag ausgespuckt hat oder ob in meiner Unterlagenmappe etwas für den Tag hinterlegt ist. Das klingt jetzt für die meisten vielleicht erstmal komisch, aber ich möchte das kurz erläutern: Da ich Computerfreak bin, spuckt mein Drucker automatisch einen Trainigsplan aus, wenn Schwimmtraining ansteht. Den kann ich dann einfach greifen und mitnehmen. Ebenso kommen Tagesordnungen für Sitzungen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit automatisch am Veranstaltungstag aus dem Drucker, da ich sie ja erst dann benötige. Alles weitere an Unterlagen, die ich in Papierform benötige, liegen in der Unterlagenmappe, die für jeden Tag ein Fach enthält. Ebenso enthält sie pro Monat ein zusätzliches Fach, so dass ich immer am Ende des Monats einmal den folgenden Monat auf die entsprechenden Tage verteilen muss. Mit diesem System habe ich beispielsweise Bahntickets oder Hotelunterlagen immer am entsprechenden Tag griffbereit. Da ich morgens routiniert immer die Mappe öffne, ist alles immer gut organisiert.

Wenn ich morgens Sport treibe, was in etwa dreimal wöchentlich vorkommt, liegt die Sporteinheit zwischen dem Zähneputzen und der Dusche. Häufig besteht diese Sporteinheit aus einer kurzen Laufeinheit von unter 60 Minuten. Wenn ich schwimmen gehe, fällt die Dusche zu Hause aus und wird im Schwimmbad genutzt – außer ich schwimme im Sommer im nahe gelegenen See.

Nach all dem geht’s zunächst ins Erdgeschoss, genau genommen in die Küche. Bei einer längeren Sporteinheit trinke ich natürlich vorher noch etwas. Dort trinke ich ein großes Glas Wasser und schaue routiniert in den Kühlschrank, ob ich dort Verpflegung bereit gelegt habe für den Tag. Diese verpacke ich dann in meiner Tasche. Die Verpflegung kann dabei unterschiedlich aussehen: Ab und an bleibt etwas vom Vortag übrig und ich nehme es mit zur Arbeit – was eine sehr gute Idee ist. An Fastentagen beim 5:2 Intervallfasten nehme ich häufig ein kleines Stück Fleisch für mittags mit – das reicht dann an Fastentagen für den ganzen Tag. Regelmäßig ist auch Milch mitzunehmen, da ich zu Hause nicht frühstücke, wenn ich 16:8 Intervallfasten praktiziere – also quasi an allen Tagen wo kein 5:2-Fastentag ansteht. Je nach Laune frühstücke ich dann später so gegen 8 Uhr im Büro Haferflocken, Cornflakes, Nüsse oder eine Banane. In der letzten Zeit ersetzt auch häufig der Bulletproof-Kakao das Frühstück.  Hierzu habe ich dann am Vorabend Butter und Öl bereits im Shaker zusammengestellt und muss ihn nur noch aus dem Kühlschrank nehmen. Im Büro kommt dann Koawach und Milch hinzu.

Dann geht’s auch schon ab in die Schuhe und meistens mit dem Auto zur Arbeit, da der Arbeitsweg mich täglich mit dem Fahrrad doch zu viel Zeit kosten würde. Hin- und wieder fahre ich auch mit dem Rad zur Arbeit und kombiniere den Arbeitsweg so mit meinem Sportprogramm.

So komme ich frisch und voller Energie im Büro an und kann direkt mit den unangenehmen Aufgaben des Tages starten. Sind diese erstmal erledigt, fällt der Rest des Tages leicht. Um ehrlich zu sein, koche ich im Büro – während mein PC hochfährt – in der Regel noch eine Kanne Tee, die ich dann über den Morgen verteilt trinke. Irgendwann so gegen 8 Uhr sind die unangenehmsten Aufgaben dann meistens schon abgearbeitet und ich finde Zeit für ein Frühstück.

Wenn ich nicht sportlich (also laufend oder mit dem Fahrrad) zur Arbeit komme, nutze ich die Fahrtzeit im Auto mit Hörbüchern oder Podcasts. Eine Fahrgemeinschaft hatte ich auch schon einmal, die hat sich aber leider im Laufe der Zeit wieder zerschlagen.

Ihr seht also, ich habe tatsächlich vieles aus dem perfekten Start in den Tag zu meiner Gewohnheit gemacht. Natürlich nicht alles, auch ich bin kein Übermensch.

 

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Das Wochenend-Jetlag

Kennt ihr das auch? Beim Start in die Woche am Montag seid ihr immer müde? Und das obwohl ihr am Wochenende richtig schön ausgeschlafen habt?

Dieses Phänomen hat einen Namen: Wochenend-Jetlag. So gut wir es mit dem Ausschlafen am Wochenende meinen, denn Schlaf wird wirklich unterbewertet, so schlecht ist es im Endeffekt dann doch: Durch das Ausschlafen und das damit häufig verbundene spätere zu Bett gehen am Wochenende passiert das gleiche was auch bei einem Jetlag eines Fluges in Ostrichtung geschieht. Wir gaukeln unserem Körper einen späteren Tagesrhythmus vor. Wechseln wir dann am Montag wieder auf den üblichen frühen Tagesrhythmus ist unser Körper noch nicht ausgeschlafen.

Die ersten Symptome zeigen sich häufig schon am Sonntag Abend. Wir können nur schlecht zur gewohnten Arbeitstageinschlafzeit einschlafen. Quälen wir uns dann am Montag Morgen früh aus dem Bett, sind wir nicht nur morgens müde, sondern können uns im schlimmsten Fall den ganzen Montag hindurch nicht richtig konzentrieren und sind übermüdet.

Das Positive am Wochenend-Jetlag: Der Körper hat sich bereits am Dienstag wieder an den üblichen Rhythmus gewöhnt, da er nur kurze Zeit (am Wochenende) aus diesem gebracht wurde. Allerdings beginnt ja schon in vier Tagen wieder das Wochenende und damit häufig alles von vorn. Dass das nicht nur auf die Arbeitsleistung zu Beginn der Woche schlägt, sondern auch für unseren Körper dauerhaft nicht gesund sein kann, liegt auf der Hand.

Was hilft also nun gegen den wöchentlichen Jetlag? Eigentlich ist es ziemlich einfach und jeder wird es hier bereits ahnen: Einfach am Wochenende genauso früh aufstehen wie am Wochenende. Migräniker wissen in der Regel schon um diesen Effekt, denn auch hier beugt ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus Migräneattacken vor. Klar möchte man am Wochenende auch mal ausschlafen. Versuche aber am Wochenende nur maximal eine Stunde später aufzustehen als du es an Werktagen gewohnt bist. Damit kommt der Körper in der Regel noch ganz gut klar.

Du möchtest am Wochenende nicht auf das späte zu Bett gehen verzichten, weil es so schön ist sich abends noch mit Freunden zu treffen und etwas zu unternehmen? Das verstehe ich natürlich. Aber versuche doch mal diese Treffen nicht in den späten Abend, sondern vielleicht schon in den Nachmittag zu legen. Vielleicht triffst du dich auch mal zum Frühstück mit deinen Freunden! Wenn es dann doch mal spät geworden ist, probiere doch mal trotzdem ungefähr zur gleichen Zeit wie an Werktagen aufzustehen und das geschaffene Schlafdefizit durch ein Powernapping oder/und besonders frühes zu Bett gehen am Sonntag Abend auszugleichen!

Generell solltest du auch mal darüber nachdenken, ob nicht grundlegend etwas an deinem Schlaf-Wach-Rhythmus falsch ist: Wenn es am Wochenende immer notwendig ist lange auszuschlafen, scheinst du unter der Woche bereits ein Schlafdefizit anzusammeln. Eine gute Idee wäre es da doch bereits während der Woche früher zu Bett zu gehen und vielleicht mal abends auf Dinge wie Fernsehen zu verzichten.

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Das Fundament des Erfolgs

Bevor du dich mit Zeitmanagement, optimaler Aufgabenbearbeitung, Motivation oder körperlicher Fitness beschäftigst und versuchst dich in diesen Bereichen zu optimieren, musst du das Fundament für den Erfolg legen!

Ohne ein solides Fundament, bricht jedes Haus früher oder später zusammen. In der Regel kann ein Haus auch ohne ein Fundament gar nicht errichtet werden. Genau wie bei einem Haus, wird dein Erfolg – sei er beruflich oder privat – auf weichem Grund stehen. Dies wird unweigerlich dazu führen, dass du entweder gar nicht in Richtung Erfolg starten kannst oder dass du nicht den notwendigen Atem haben werden, um langfristig erfolgreich zu sein.

Was bildet aber nun das Fundament jeglichen Erfolgs in unserem Leben? Im wesentlichen sind dies Schlaf, Ernährung und Flüssigkeitszufuhr. Die einzelnen Bausteine des Fundaments müssen dabei alle betrachtet werden. Denn nun, wenn das Fundament in seiner ganzen Breite steht, kommt es später nicht zu einer Schieflage. Diese Bausteine können auch nicht unabhängig voneinander betrachtet werden, denn sie bedingen sich gegenseitig, wie wir weiter unten noch sehen werden. Du kannst also nicht hergehen und zunächst mal deinen Schlaf verbessern, um dann in einigen Wochen an deiner Ernährung zu arbeiten woraufhin du dann wieder einige Zeit später deine Flüssigkeitszufuhr in den Griff bekommst. Da die Bausteine unseres Fundaments ineinander verzahnt sind, müssen wir das Fundament als Gesamtheit verstehen und solide bauen!

Beschäftigen wir uns zunächst mit dem Schlaf. Dabei werden wir sehen, dass sowohl die Ernährung und Flüssigkeitszuvor einen Einfluss auf den Schlaf haben, als auch der Schlaf einen Einfluss auf eben diese hat.

Schlaf wird in unserer heutigen Gesellschaft leider allzuhäufig unterbewertet. Manager prahlen damit nur wenige Stunden jede Nacht zu schlafen. Im Internet kursieren Anleitungen wie man den Schlaf nach dem „Uberman“-Modell auf zwei Stunden täglich reduzieren kann. Alle möchten oder müssen immer mehr leisten in ihrem Leben. Aber dabei solltest du dir zwei Fragen stellen:

  • Musst du wirklich mehr leisten oder möchtest du es nur? Sei ehrlich zu dir selbst!
  • Möchtest du einfach nur mehr leisten oder ist dir die Qualität der Ergebnisse wichtig? Möchtest du konzentriert arbeiten oder nur rund um die Uhr erreichbar sein?

Es gibt Studien, dass Manager wie der ehemalige Bahnchef Grube zwar nur wenige Stunden am Tag schlafen, jedoch damit – auch wenn sie selbst etwas anderes behaupten – nicht auskommen. Manager mit Schlafdefizit treffen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen Entscheiden wie Betrunkene. Zum Glück lassen sich die meisten Firmenchefs von ihrem Fahrer von einem Termin zum nächsten bringen! Sie treffen damit in ihrem künstlich verlängerten Tag zwar mehr Entscheidungen, aber sie treffen auch deutlich mehr falsche Entscheidungen – oder haben manchmal einfach Glück! Gerate nicht in die Falle immer damit angeben zu müssen wie wenig du schläfst! Erzähl deinen Kollegen lieber mal wie viel du schläfst und wie fit du dich damit fühlst! Das ist etwas womit man angeben kann: Mit Leistung, nicht damit wie man seinen Körper systematisch schädigt.

Du kennst es vermutlich bereits aus vielen Situationen in deinem Leben: Wenn du mal eine oder mehrere Nächte nicht gut oder sehr wenig geschlafen hast, wirst du unzufrieden, unmotiviert, unkonzentriert, eher aggressiv und nicht mehr umgänglich. Wie möchtest du besonderes leisten, wenn dein Gehirn und Körper den ganzen Tag über signalisieren, dass sie am liebsten nur noch deine Augen schließen würden? Du kannst nur voll durchstarten, wenn du wirklich ausgeschlafen bist!

Klar, wenn du die empfohlene Schlafmenge von sieben bis acht Stunden täglich einhälst, fehlen dir gegenüber einem erzwungenen Schlafmaximalpensum von sechs Stunden aus denen dich jeden Morgen der Wecker unfreundlich erweckt, ein bis zwei Stunden täglich zum Arbeiten. Wenn du jedoch den ganzen Tag über fit bist – sowohl im Kopf als auch im Körper -, wirst du in weniger Stunden mehr leisten können! Hast du dich nicht selbst schon einmal dabei beobachtet wie du übermüdet ins Büro kamst und dann den ganzen Tag eigentlich nichts geschafft hast außer im Internet zu surfen?

Versuche nicht mitzuhalten im Wettkampf um den kürzesten Schlaf! Mache Schlafen für dich und deine Umwelt wieder zu einer Tugend. Nicht umsonst schlafen Spitzensportler besonders viel. Von Roger Federer ist beispielsweise bekannt, dass er in der Regel 10-12 Stunden schläft. Er wird wissen was er macht – er verdient viel Geld damit erfolgreich zu sein! Wie viel mehr könnte er trainieren, wenn er stattdessen nur sechs Stunden schlafen würde? Täglich hätte er im Schnitt fünf Stunden mehr Trainingszeit zur Verfügung. In nur einem Jahr hätte er über 1.800 Stunden Trainingsvorsprung vor seinen Gegnern! Und trotzdem trainiert er nicht bis spät in die Nacht, sondern weiß die Regeneration des gesunden Schlafs zu schätzen. Wisse auch du um deinen notwendigen Schlaf!

Nun bedingt Schlaf auch deine Ernährung. Schlaf unterstützt den Abnehmprozess. Du musst dich also weniger anstrengen, wenn du abnehmen möchtest. Darüber hinaus fällt es dir viel leichter dich zu motivieren und durchzuhalten, wenn du ausgeschlafen bist. Hast du dich selbst schon einmal dabei ertappt wie du dir vorgenommen hast in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten zumindest etwas mehr auf eine gesunde Ernährung zu achten und dann hast du mal eine Nacht nicht gut geschlafen, bist müde und unmotiviert und schon ist es geschehen? Du gehst zum Kühlschrank oder an die Süßigkeiten-Schublade und stopfst dich mit Ungesundem voll bis du nicht mehr kannst? „Es ist ja nur das eine Mal!“ oder „An so einem Tag habe ich mir das wirklich verdient“ oder ein anderer Satz mit ähnlicher Aussage wird dir dabei vermutlich durch den Kopf gegangen sein. Du siehst also ein Zuwenig an Schlaf beeinflusst auch deine Ernährung negativ.

Umgekehrt funktioniert dies aber genauso: Wenn du spät abends vor dem Schlafen gehen noch einmal deinen Magen so richtig schön überfüllst, wird dein Schlaf in der Nacht nicht erholsam sein. Auch hierfür kennt fast jeder ein Beispiel aus dem eigenen Leben. Wenn du dich nicht an eine solche Situation erinnerst, probier es ruhig mal aus.

Die richtige Ernährung sorgt dafür, dass wir uns fit und wach fühlen. Wenn du dich den ganzen Tag mit Zucker und Kohlenhydraten vollstopfst, wirst du immer eine leichte Müdigkeit verspüren. Evolutionsbedingt ist dies nur logisch: In früheren Zeiten gab es keine Supermärkte, sondern man war darauf angewiesen Beeren zu finden oder ein Mammut zu erlegen. Stand Nahrung dann plötzlich in großen Mengen zur Verfügung, musste sie schnell verzehrt werden – schließlich kannten unsere Vorfahren in der Steinzeit noch keinen Kühlschrank. Danach war der Körper natürlich zufrieden und die Nahrung musste verdaut werden. Eine weitere Jagd war aktuell nicht notwendig und so legte man sich schlafen – in der Steinzeit gab’s ja schließlich noch keinen Fernseher vor dem man sich die Abende um die Ohren schlagen konnte.

Genauso wie schweres Essen einen negativen Einfluss auf unseren Schlaf hat, wirkt der Alkohol ähnlich. Bei beidem fühlen wir uns zunächst sehr müde und schlapp. Damit müsste man ja nun eigentlich sehr gut schlafen können. Jedoch ist genau das Gegenteil der Fall: Die Qualität des Schlafs wird deutlich schlechter!

Genauso tragen Smartphone, Fernsehen, Tablet&Co. am Abend zu einem schlechten Schlaf bei. Um schnell einzuschlafen, ist unser Körper auf Melatonin angewiesen. Melatonin lässt uns einschlafen und gut schlafen. Melatonin wird jedoch nur gebildet, wenn du dich vor dem Schlafen gehen keinen künstlichen Lichtquellen aussetzt. Vor allem das bläuliche Licht von elektronischen Geräten unterbindet dabei die Melatoninproduktion unseres Körpers. Schalte daher abends am besten mehrere Stunden vor dem Schlafengehen deine elektronischen Geräte aus und lies doch mal wieder ein gutes Buch oder unterhalte dich mit deiner Familie.

Laufe jedoch nicht in die Falle die gewonnene Zeit vor dem Schlafengehen für sportliche Aktivitäten zu nutzen. Bei Sport und körperlicher Aktivität bildet der Körper Cortisol – den Gegenspieler des Melatonins. Seinem schlechten Ruf wird Cortisol jedoch nicht gerecht, macht es uns doch wach und fit – wir müssen es nur zu nutzen wissen. Verlege den Sport daher besser in die Morgenstunden, um fit in den Tag zu starten. Das ist natürlich Übungssache, aber probiere es doch einmal ein paar Tage aus!

Mit ausreichend Schlaf wirst du zukünftig im wahrsten Sinne des Wortes ausgeschlafener sein und einen entscheidenden Vorteil gegenüber deinen Mitmenschen haben. Darüber hinaus wirst du Dinge schneller und besser lernen!

Den zweiten Grundstein des Fundaments bildet die Flüssigkeitszufuhr. Dein Körper benötigt regelmäßig ausreichend Flüssigkeit. Vielen Menschen fällt es schwer sich regelmäßig mit Flüssigkeit zu versorgen. Denen empfehle ich gern eine Karaffe mit Uhrzeiten, die motiviert ausreichend zu trinken. Bei Flüssigkeit solltest du vorrangig an Wasser denken! Sowohl Alkohol als auch Koffein- oder zuckerhaltige Flüssigkeiten – haben so große negative Nebeneffekte auf deine Leistungsfähigkeit, dass darauf weitestgehend verzichtet werden sollte!


Vermutlich hast du  selbst schon einmal die negativen Folgen eines geringen Flüssigkeitsmangels zu spüren bekommen. Jeden von uns ist es sicherlich schon einmal passiert nicht ausreichend getrunken zu haben. Eine mögliche Folge dabei sind dann häufig Kopfschmerzen. Wie leistungsfähig du mit Kopfschmerzen noch bist, müssen wir hier vermutlich nicht diskutieren. Auch deine körperliche Leistungsfähigkeit fällt rapide bereits bei einem geringen Flüssigkeitsmangel – genauso wie deine geistige Leistungsfähigkeit. Du solltest also immer auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit achten. Über die genaue Menge, die ein Mensch täglich zuführen sollte, gibt es seit Jahren immer wieder Streit: Zählt Kaffee dazu? Mal ja, mal nein! Darf ich Flüssigkeiten aus der Nahrung mitzählen? Sollte ich einfach möglichst viel trinken? Gibt es eine Obergrenze?…

Aus meiner Erfahrung kann ich dir nur raten möglichst viel zu trinken. Ein vernünftiger Mensch wird vermutlich nicht zu viel trinken – allein schon, weil der Harndrang irgendwann anstrengend werden wird.

Ein zu wenig an Flüssigkeit wirkt sich nicht nur auf deine Leistungsfähigkeit aus, sondern bedingt auch gleichzeitig eine ungesunde Ernährung. Häufig haben wir in unserer modernen Gesellschaft verlernt unser Hungergefühl zu verstehen. Daher greifen wir oft schnell zu einem Schokoladenriegel, wenn wir vermeintlich ein Hungergefühl spüren. Häufig handelt es sich dabei jedoch eigentlich um Durst. Trinke also erst einmal ein großes Glas Wasser, wenn du das nächste Mal Hunger verspürst. Verspürst du einige Zeit danach immer noch Hunger, ist es vermutlich wirklich das Hungergefühl, das dich an den Kühlschrank treibt.

Du solltest diesem Hungergefühl jedoch nicht allzu oft nachgeben. In unserer modernen und schnellen Gesellschaft sind wir es gewöhnt immer und überall mit Nahrung versorgt zu werden. Prinzipiell ist dies ja nichts schlechtes -stell dir mal vor du müsstest zwischendurch aus dem Zug aussteigen, um noch schnell ein Mammut zu erlegen. Jedoch führt ein Überangebot an Nahrung häufig auch dazu dieses Überangebot wahrzunehmen. Wohin dies wieder führt, zeigen die Statistiken zu Übergewicht aktuell eindrucksvoll.

Wie Leistungsfähig man mit entsprechendem Übergewicht ist, kann sich jeder selbst ausmalen. Niemand wird versuchen mit 200 kg einen Marathon zu laufen. Aber auch auf deine geistige Konzentration hat die Ernährung direkten Einfluss. Isst du den ganzen Tag über ständig Zucker und Kohlenhydrate, hälst du den Zuckerspiegel damit sehr lange sehr hoch. Neben den negativen gesundheitlichen Effekten, führt ein Überangebot an Zucker dazu, dass der Körper zunächst träge wird. Auf Dauer verlernt unser Körper damit das Verbrennen von Fett und lagert immer mehr ein. Versuche einmal das Intervallfasten! Du wirst sehen wie gut es dir tun wird, wenn sich dein Körper wieder an die Fettverbrennung gewöhnt, weil er hin und wieder auf Reserven zugreifen muss. Auch eine Unterzuckerung gehört mit diesem „Training“ in der Regel der Vergangenheit hat, da die Menschen in unseren westlichen Ländern in der Regel ausreichend Fettreserven aufweisen.

Selbst im Sport findet aktuell ein Umdenken statt: Jahrzehntelang feierte man vor großen Sportveranstaltungen wie einem Marathon oder Triathlon eine große Pastaparty und betrieb tage vor dem Wettkampf entsprechendes Carboloading. Inzwischen geht man aber dazu über auf das Carboloading zu verzichten und den Körper eher auf Energieverbrennung aus den Fettreserven zu trainieren. Ich selbst laufe regelmäßig morgens 20 Kilometer nüchtern vor dem Frühstück ohne dabei Leistungseinschränkungen zu fühlen. Der Nachteil der „Zuckermethode“ ist, dass zunächst der Zuckerspiegel in die Höhe getrieben wird. Dies kann zu kurzfristigen Leistungssteigerungen führen. Führt aber dann unweigerlich zu einem Tief, wenn der Blutzuckerspiegel nach der Zufuhr steil abrutscht. Dies ist nur zu vermeiden, wenn der Körper einen möglichst gleichmäßigen Blutzuckerspiegel durch die Nahrungsaufnahme halten kann.

Damit wirst du dich dauerhaft fitter fühlen. Reduziere daher deine Zucker- und Kohlenhydratzufuhr und ebenso die Anzahl deiner Mahlzeiten. Snacke dich nicht immer durch den Tag, sondern iss möglichst nur dreimal täglich. Wenn zwischendurch durch starke körperliche Belastung Zwischensnacks notwendig sind, greif nicht zum Schokoriegel, sondern führe für derartige „Notfälle“ besser eine Tüte Nüsse als Notvorrat mit. Durch diese Kombination steigt der Blutzuckerspiegel nach den Mahlzeiten etwas an,bleibt jedoch über den Tag weitestgehend konstant und hält dich leistungsfähig.

Auf diesen drei Bausteinen des Fundaments bauen die Säulen des Erfolgs nun erst auf. Erst mit einer vernünftigen Ernährung, einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr und einem ausreichenden gesunden Schlaf wirst du dich selbst in die Lage versetzen erfolgreich durch dein Leben zu gehen!Dir hat der Artikel gefallen? Dann würden wir uns freuen, wenn du uns mit einer Spende unterstützen würdest!

Leben ohne Zucker – Die 10-Prozent-Hürde – Teil 2

Am Montag startete ich also wieder mit hoher Motivation – auch, wenn ich sehr erschöpft in die Woche ging. Aber sich selbst zu motivieren, wenn es gut läuft, ist ein Kinderspiel. Schwer wird es erst, sich selbst zu motivieren, wenn man gerade einen Rückschlag erlitten hat. Mit diesem Wissen startete der Montag mit einer Schale Cornflakes, die gerade noch unterhalb von 10% Zucker lagen. Mittags gab es Putensteak mit Nudeln. Am Nachmittag gab es den Rest Bergkäse aus der letzten Woche und ein paar Nüsse. Damit lag ich dann nicht nur im Zucker-Soll, sondern schaffte sogar wieder 16:8-Intervallfasten.

Der nächste Tag startete mit Haferflocken und Nüssen. Ich war auch ziemlich ausgehungert, nachdem ich morgens um kurz nach sechs Uhr laufen war und erst um 8 Uhr frühstücken durfte. Mittags gab’s dann Schweinenackensteck mit Bratkartoffeln in der Kantine. Nachmittags dann nochmal Haferflocken. Also ein unspektakulärer Tag was den Zucker angeht.

Am Dienstag startete ich wieder mit Haferflocken in den Tag. Das Mittagessen bestand aus einer Reispfanne inkl. Fleisch. Abends lies ich das Essen aufgrund von zu wenig Zeit einfach mal ausfallen. Das sollte natürlich nicht die Regel werden, aber selbst die Schwimmeinheit am Abend bereitete mir so keine Probleme.

Der nächste Morgen fiel bezüglich des Zuckerkonsums sehr gering aus -ich ließ das Frühstück ausfallen, da ich den ganzen Morgen tief in meine Arbeit versunken war und startete die Tag mit der ersten Nahrungsaufnahme am Mittag. Da mittwochs immer SchniPo-Tag (Schnitzel-Pommes) in der Kantine war, ergab das Mittagessen vermutlich nicht die gesündeste Mahlzeit meines Lebens, jedoch war der Zuckeranteil recht gering. Zum Abendbrot gab es Nudeln, somit konnte ich auch hier die 10%-Hürde durchhalten.

Donnerstags war ich nicht im Büro, sondern unterwegs. Da ich mir meine komplette Verpflegung mitgenommen hatte, um nicht irgendwo unterwegs schnell mal der Versuchung zu erliegen etwas Ungesundes-To-Go zu kaufen. Damit konnte ich dann auch sicherstellen, dass der Zuckeranteil so gering wie möglich sein würde.

Der Freitag war wieder ein Fastentag im Sinne des 5:2-Intervallfastens. Somit gab es hier gar keine Berührungspunkte mit Zucker. Das darauf folgende Wochenende verlief deutlich besser als der Wochenende zuvor. Mit „normalem“ Wochenendfrühstücken bestehend aus Brötchen, war der Start in den Tag so gerade noch gelungen. Mittags gab es selbst gemachte Pizza und es wurde gegrillt. Abends aß ich zuvor ja gern nochmal eine Tüte Chips oder die Tafel Schokolade. An diesem Wochenende gab es auf dem Sofa dann nur Käse.

Fazit nach zwei Wochen: Wenn man sich bezüglich Süßigkeiten-Konsum diszipliniert, ist es selbst als Kohlenhydrant-Junkie gar nicht so schwierig unter der 10%-Hürde zu bleiben.

Als nächsten Schritt hatte ich mir die 5%-Hürde vorgenommen. Dies sollte dann jedoch um einiges schwieriger werden, da ich in den letzten zwei Wochen festgestellt habe, dass ich mit vielen Lebensmitteln im Bereich von 5-10% lag. Nun diese Lebensmittel deutlich zu reduzieren, würde vermutlich auch deutliche Einbußen bei meiner gefühlten Lebensqualität bedeuten.

 

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Leben ohne Zucker – Die 10-Prozent-Hürde – Teil 1

Nun ging es also los. Erstes Ziel: Nichts essen oder trinken, das mehr als 10% Zucker enthält.

Gleich am ersten Tag wurde ich vor eine Herausforderung gestellt: Workshop mit dem Kunden. Unsere Assistentin ist dann immer so nett und stellt Kekse und Süßigkeiten auf den Tisch. Es war gar nicht so einfach da zu widerstehen, wenn man direkt vor der Schale Gummibärchen sitzt. Ansonsten war es am ersten Tag relativ leicht größtenteils auf Zucker zu verzichten.

Am zweiten Tag startete der Tag direkt mit einem Kakao. Ich drücke hier mal beide Augen zu, da das Kakaopulver an sich zwar 77% Zucker enthält, es dann als gesamtes Lebensmittel allerdings mit der Milch gemischt wird und der Zuckeranteil auf ca. 5% fällt. Außerdem steht für mich der positive Effekt der Milch im Vordergrund. Milch bekomme ich ohne Kakaopulver aber leider nicht durch den Hals. Ansonsten war der Rest des Tages gar nicht so schwierig. Einen Engpass gab es dann abends bei den Apfelchips. Sie enthalten 10% Zucker und sind damit noch so gerade innerhalb der 10-Prozenz-Hürde. Wenn im folgenden Schritt dann die Hürde auf 5-Prozent herab gesetzt werden soll, muss überlegt werden, ob man hier eine Ausnahme macht, da es sich bei den selbst hergestellten Apfelchips ausschließlich um natürlichen Fruchtzucker handelt und Äpfel per se ja erstmal gesund sind. Ansonsten gab es über den Tag verteilt Vollkorn-Sandwiches mit Schinken und Käse. Alles jeweils mit weniger als 10% Zuckeranteil. Mittags kamen noch zwei Wurstbrötchen hinzu. Dazu gab’s eine Cola, die genau 10% Zuckeranteil aufwies. Hier besteht definitiv noch Verbesserungspotential.

Da war er wieder am dritten Tag: Der Kakao. Darauf möchte ich am Morgen einfach nicht verzichten. Dazu gab’s zum Frühstück Cornflakes. Meine Variante bestand zu 6% aus Zucker. Damit war in dieser Phase noch alles im Rahmen. In der 5%-Zucker-Phase werde ich dann wohl von Cornflakes auf Haferflocken umsteigen müssen. Zum Mittag gab es ein Hähnchenschnitzel mit Pommes. Somit war ich auch hier im Soll. Einzig der nicht erlaubte Schokoriegel nach dem Mittagessen tat weh, aber ab sofort musste nun darauf verzichtet werden. Abends wurde noch gegrillt. Auch hierbei war Zucker kein Problem – auch wenn sich das späte Grillen ausnahmsweise nicht mit dem 16:8-Intervallfasten, das ich versuche umzusetzen, verträgt. Freunde aus dem anderen Ende von Deutschland kommen halt nicht so oft zu Besuch. Beim Fleisch mache ich mir generell wenig Sorgen bezüglich Zuckergehalt. Das Weißbrot dazu versetzte mich schon eher ins Grübeln. Eine kurze Recherche im Internet ergab dann aber, dass Weißbrot im Schnitt 5% Zucker enthält. Da hatte ich Glück! Das alkoholfreie Weizen war dann wieder mit 3,6% Zucker komplett im Soll.

Der vierte Tag des 10%-Zucker-Experiments startete mit einem Kakao, auf den ich – wie bereits an Tag zwei beschrieben – einfach nicht verzichten möchte. Dazu gab es zum Frühstück ein großes Stück Käse. Der Käse stellte damit keine Zucker-Hürde dar. Für den Mittag hatte ich mir zwei Stücke Fleisch vom Grillabend mitgenommen. Somit kam es auch hier zu keiner Überschreitung der 10%-Hürde. Selbiges galt für das Abendessen am vierten Tag. Nachmittags überkam mich dann allerdings der Hungerast und ich hätte am liebsten direkt eine ganze Tafel Schokolade verdrückt. Da im Büro gar keine Schokolade zur Verfügung stand, konnte ich mich noch mit einigen Nüssen retten.

Bis hierher habe ich mir die 10%-Zucker-Hürde wirklich schwieriger vorgestellt. Zumal ich mich eher in die Kategorie Kohlenhydrat-Junkie und Obst-und-Gemüse-Verweigerer einsortieren würde. Bisher war die einzige wirkliche Einschränkung, um auf Zucker zu verzichten, der weitestgehende Verzicht auf Süßigkeiten. Die kommenden Tagen sollten mit aber nun schwerer fallen, da das Wochenende nahte.

Der fünfte Tag startete mit Haferflocken. Da ich festgestellt hatte, dass meine Cornflakes auch schon 6% Zucker enthalten, bin ich heute zu Haferflocken gewechselt, die mit unter einem Prozent Zucker auskommen. Eine gute Variante, um demnächst auch unter der 5%-Hürde zu bleiben. Mittags gab es noch eine Bratwurst mit Schinken-Tortellini. Für beides bewegten sich die Zuckerwerte weit unter 10 %.

Das Wochenende war – schlimmer als erwartet – aus Sicht der Ernährung gelinde gesagt eine komplette Katastrophe. Ich schaufelte Süßigkeiten, Grillfleisch, Weißbrot und Cola in mich hinein. Es war Sommer, da wurde natürlich gegrillt. Zusätzlich hatte meine Frau noch Süßigkeiten eingekauft, denen ich nicht widerstehen konnte. Aus meiner Erfahrung heraus ist es viel einfacher einmal beim Einkaufen „nein“ zu Süßigkeiten zu sagen als immer wieder „nein“ sagen zu müssen, wenn man den Wohnzimmerschrank öffnet.

Nun gut, das Wochenende war ein Fehlschlag, aber das Experiment der 10%-Hürde sollte ja 14 Tage dauern. Also startete ich am Montag wieder mit guten Vorsätzen. Wenn man die 80:20-Regel an dieses Experiment anlegt, hatte ich immer noch eine gute Chance an 80% der Tage unter der 10%-Hürde zu bleiben. Aus meiner Sicht kann man die 80:20-Regel auf fast alles im Leben anwenden. Dogmatisch zu leben ist nie gut! Trotzdem war das Wochenende ein herber Rückschlag.

Als Zwischenbilanz des Experiments, konnte ich aus dem Wochenende aber schon einmal ableiten, dass ich in den zwei Tagen Völlerei deutlich müder, erschöpfter und engergieloser war als an den Tagen zuvor. Soweit deckte sich das Experiment mit dem was ich zuvor über zu viel Zucker und zu viel Essen gelesen hatte.

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