Das Wochenend-Jetlag

Kennt ihr das auch? Beim Start in die Woche am Montag seid ihr immer müde? Und das obwohl ihr am Wochenende richtig schön ausgeschlafen habt?

Dieses Phänomen hat einen Namen: Wochenend-Jetlag. So gut wir es mit dem Ausschlafen am Wochenende meinen, denn Schlaf wird wirklich unterbewertet, so schlecht ist es im Endeffekt dann doch: Durch das Ausschlafen und das damit häufig verbundene spätere zu Bett gehen am Wochenende passiert das gleiche was auch bei einem Jetlag eines Fluges in Ostrichtung geschieht. Wir gaukeln unserem Körper einen späteren Tagesrhythmus vor. Wechseln wir dann am Montag wieder auf den üblichen frühen Tagesrhythmus ist unser Körper noch nicht ausgeschlafen.

Die ersten Symptome zeigen sich häufig schon am Sonntag Abend. Wir können nur schlecht zur gewohnten Arbeitstageinschlafzeit einschlafen. Quälen wir uns dann am Montag Morgen früh aus dem Bett, sind wir nicht nur morgens müde, sondern können uns im schlimmsten Fall den ganzen Montag hindurch nicht richtig konzentrieren und sind übermüdet.

Das Positive am Wochenend-Jetlag: Der Körper hat sich bereits am Dienstag wieder an den üblichen Rhythmus gewöhnt, da er nur kurze Zeit (am Wochenende) aus diesem gebracht wurde. Allerdings beginnt ja schon in vier Tagen wieder das Wochenende und damit häufig alles von vorn. Dass das nicht nur auf die Arbeitsleistung zu Beginn der Woche schlägt, sondern auch für unseren Körper dauerhaft nicht gesund sein kann, liegt auf der Hand.

Was hilft also nun gegen den wöchentlichen Jetlag? Eigentlich ist es ziemlich einfach und jeder wird es hier bereits ahnen: Einfach am Wochenende genauso früh aufstehen wie am Wochenende. Migräniker wissen in der Regel schon um diesen Effekt, denn auch hier beugt ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus Migräneattacken vor. Klar möchte man am Wochenende auch mal ausschlafen. Versuche aber am Wochenende nur maximal eine Stunde später aufzustehen als du es an Werktagen gewohnt bist. Damit kommt der Körper in der Regel noch ganz gut klar.

Du möchtest am Wochenende nicht auf das späte zu Bett gehen verzichten, weil es so schön ist sich abends noch mit Freunden zu treffen und etwas zu unternehmen? Das verstehe ich natürlich. Aber versuche doch mal diese Treffen nicht in den späten Abend, sondern vielleicht schon in den Nachmittag zu legen. Vielleicht triffst du dich auch mal zum Frühstück mit deinen Freunden! Wenn es dann doch mal spät geworden ist, probiere doch mal trotzdem ungefähr zur gleichen Zeit wie an Werktagen aufzustehen und das geschaffene Schlafdefizit durch ein Powernapping oder/und besonders frühes zu Bett gehen am Sonntag Abend auszugleichen!

Generell solltest du auch mal darüber nachdenken, ob nicht grundlegend etwas an deinem Schlaf-Wach-Rhythmus falsch ist: Wenn es am Wochenende immer notwendig ist lange auszuschlafen, scheinst du unter der Woche bereits ein Schlafdefizit anzusammeln. Eine gute Idee wäre es da doch bereits während der Woche früher zu Bett zu gehen und vielleicht mal abends auf Dinge wie Fernsehen zu verzichten.

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Bulletproof Kakao

Ich habe das Gefühl jeder spricht aktuell vom Bulletproof Coffee. Scheint der neue Trend zu sein. Aber als Nicht-Kaffee-Trinker geht dieser Trend an mir vorbei. Bleiben für mich also Kakao- und Teetrinker also nur zwei Alternativen: Bulletproof Tee oder Bulletproof Kakao.

Zuerst einmal das wichtigste vorweg – das Rezept für meinen Bulletproof Kakao:

  1. Milch – echte, keine H-Milch, kein Wasser. Die bringt dann auch nochmal ein Extra an Eiweß.
  2. Weidebutter – Im Originalrezept zum Bulletproof Coffee soll es ein Esslöffel sein. Da ich mich schwer damit tue Butter im Esslöffel abzumessen, schneide ich einfach mit einem Messer ein paar Millimeter am Stück Butter entlang.
  3. MCT-Öl. Ich habe es anfangs mit ganz normalem Öl aus unserer Küche probiert, aber dann doch ein besseres (subjektives) Gefühl, wenn ich wirklich MCT-Öl – wie im Originalrezept zum Bulletproof Coffee – verwende.
  4. Kakao „mit Umdrehungen“. Bei Bullettproof Coffee kommt es bei der Wirkung ja nicht zuletzt darauf an, dass auch Koffein enthalten ist. Beim Kakao ist das etwas schwierig, daher verwende ich hochwertigen Kakao mit Guarana und damit koffeinhaltigen Kakao. Meine bevorzugte Sorte ist Koawach – ehrlich gesagt, weiß ich auch gar nicht, ob es andere Alternativen auf dem Markt gibt.

Da ich den Kakao am liebsten morgens im Büro trinke und dort keine Butter und Öl, sondern nur Milch und Kakao einlagere, fülle ich die Butter und das Öl in der Regel bereits abends in einen Shaker und stelle ihn zu Hause in den Kühlschrank. Morgens nehme ich dann nur noch den Shaker aus dem Kühlschrank raus und packe ihn in meine Arbeitstasche. Im Büro gebe ich dann Milch und Koawach hinzu und stelle den Shaker in die Mikrowelle, damit die Butter sich gut auflöst. Danach einfach kurz vernünftig schütteln und in eine Tasse gießen (Das Trinkgefühl ist bei einer Tasse einfach schöner als direkt aus dem Plastikshaker).

Warum der Shaker? Ich könnte auch rühren, aber meiner Erfahrung nach vermischt sich alles viel schöner und wird ein wenig schaumig, wenn man es im Shaker schüttelt. Außerdem kostet er auch nur ein paar Euro – das ist mir der Komfort dann schon wert. Außerdem habe ich so die Möglichkeit alles zu Hause zusammen zu stellen (ich könnte auch schon Milch und Kakao einfüllen), aber erst im Büro zu erhitzen und zu trinken – auch, wenn ich mich ans 16:8 Intervallfasten halten möchte und das Haus schon früh verlasse. Inzwischen ist der Bulletproof Kakao nach meinem Start in den Tag zu einem festen Ritual am Morgen geworden, wenn kein Fastentag nach 5:2 Intervallfasten ansteht. Am Wochenende allerdings nicht, da frühstücke ich lieber auf herkömmliche Art und Weise und genieße die Ruhe dabei.

Warum Kakao und kein Tee? Ich bin tatsächlich Kakao- und Teetrinker, wobei der Kakao für mich eigentlich seit der Kindheit als Start in den Tag dazu gehört. Es bleibt auch immer bei nur einer Tasse täglich. Beim Tee trinke ich an Wochentagen meistens eine Kanne ab dem Vormittag verteilt bis ungefähr mittags und habe damit schon einen großen Teil meiner täglichen Flüssigkeitszufuhr zu mir genommen. Am Wochenende steht Tee dann eher in der kalten Jahreszeit nachmittags zum Genießen auf der Speisekarte.

So gerne ich auch Tee trinke, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dort etwas anderes hinzuzugeben als Candiszucker. Auf den Candis verzichte ich auch weitestgehend, um nicht unnötig leere Kalorien zu mir zu nehmen. Daher trinke ich den Tee lieber pur. Auch Milch hat bei mir persönlich im Tee nichts zu suchen. Tee muss für mich einfach einigermaßen klar sein. Das klingt jetzt vermutlich etwas verrückt, aber so sagt es mein Kopf: Der Kakao ist eh schon milchig, daher kann ich dort dann auch noch etwas Öl und Butter verstecken. Das funktioniert für mich persönlich so ganz gut.

Meine Erfahrungen zum Bulletproof Kakao sind bisher sehr gut. Meistens lasse ich das Frühstück werktags inzwischen ausfallen und ersetze es durch den Bulletproof Kakao. Da der Kakao durch das Öl und die Butter relativ viel Kalorien enthält, komme ich zum flüssigen Frühstück schon auf eine passende Kalorienzahl. Da die Kalorien (außer dem eigentlichen Kakao-Pulver) größtenteils als Fett und Eiweiß vorliegen. Damit treibe ich den Zuckerspiegel nicht kurzfristig – wie beispielsweise bei einem Frühstück mit Brötchen oder Cornflakes – in die Höhe, damit er dann kurze Zeit später wieder steil abfällt, sondern der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam und bleibt bis zum Mittagessen auf einem konstanten Niveau. Ebenso sorgen die Zutaten für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl, das bis zum Mittagessen anhält. Das Koffein des Koawachs sorgt zusätzlich dafür, dass man sich fit und frisch für den Tag fühlt. Für mich also ein super Start in den Tag mit nur sehr wenig Zucker.

Probiert’s doch einfach mal aus!

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Das Fundament des Erfolgs

Bevor du dich mit Zeitmanagement, optimaler Aufgabenbearbeitung, Motivation oder körperlicher Fitness beschäftigst und versuchst dich in diesen Bereichen zu optimieren, musst du das Fundament für den Erfolg legen!

Ohne ein solides Fundament, bricht jedes Haus früher oder später zusammen. In der Regel kann ein Haus auch ohne ein Fundament gar nicht errichtet werden. Genau wie bei einem Haus, wird dein Erfolg – sei er beruflich oder privat – auf weichem Grund stehen. Dies wird unweigerlich dazu führen, dass du entweder gar nicht in Richtung Erfolg starten kannst oder dass du nicht den notwendigen Atem haben werden, um langfristig erfolgreich zu sein.

Was bildet aber nun das Fundament jeglichen Erfolgs in unserem Leben? Im wesentlichen sind dies Schlaf, Ernährung und Flüssigkeitszufuhr. Die einzelnen Bausteine des Fundaments müssen dabei alle betrachtet werden. Denn nun, wenn das Fundament in seiner ganzen Breite steht, kommt es später nicht zu einer Schieflage. Diese Bausteine können auch nicht unabhängig voneinander betrachtet werden, denn sie bedingen sich gegenseitig, wie wir weiter unten noch sehen werden. Du kannst also nicht hergehen und zunächst mal deinen Schlaf verbessern, um dann in einigen Wochen an deiner Ernährung zu arbeiten woraufhin du dann wieder einige Zeit später deine Flüssigkeitszufuhr in den Griff bekommst. Da die Bausteine unseres Fundaments ineinander verzahnt sind, müssen wir das Fundament als Gesamtheit verstehen und solide bauen!

Beschäftigen wir uns zunächst mit dem Schlaf. Dabei werden wir sehen, dass sowohl die Ernährung und Flüssigkeitszuvor einen Einfluss auf den Schlaf haben, als auch der Schlaf einen Einfluss auf eben diese hat.

Schlaf wird in unserer heutigen Gesellschaft leider allzuhäufig unterbewertet. Manager prahlen damit nur wenige Stunden jede Nacht zu schlafen. Im Internet kursieren Anleitungen wie man den Schlaf nach dem „Uberman“-Modell auf zwei Stunden täglich reduzieren kann. Alle möchten oder müssen immer mehr leisten in ihrem Leben. Aber dabei solltest du dir zwei Fragen stellen:

  • Musst du wirklich mehr leisten oder möchtest du es nur? Sei ehrlich zu dir selbst!
  • Möchtest du einfach nur mehr leisten oder ist dir die Qualität der Ergebnisse wichtig? Möchtest du konzentriert arbeiten oder nur rund um die Uhr erreichbar sein?

Es gibt Studien, dass Manager wie der ehemalige Bahnchef Grube zwar nur wenige Stunden am Tag schlafen, jedoch damit – auch wenn sie selbst etwas anderes behaupten – nicht auskommen. Manager mit Schlafdefizit treffen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen Entscheiden wie Betrunkene. Zum Glück lassen sich die meisten Firmenchefs von ihrem Fahrer von einem Termin zum nächsten bringen! Sie treffen damit in ihrem künstlich verlängerten Tag zwar mehr Entscheidungen, aber sie treffen auch deutlich mehr falsche Entscheidungen – oder haben manchmal einfach Glück! Gerate nicht in die Falle immer damit angeben zu müssen wie wenig du schläfst! Erzähl deinen Kollegen lieber mal wie viel du schläfst und wie fit du dich damit fühlst! Das ist etwas womit man angeben kann: Mit Leistung, nicht damit wie man seinen Körper systematisch schädigt.

Du kennst es vermutlich bereits aus vielen Situationen in deinem Leben: Wenn du mal eine oder mehrere Nächte nicht gut oder sehr wenig geschlafen hast, wirst du unzufrieden, unmotiviert, unkonzentriert, eher aggressiv und nicht mehr umgänglich. Wie möchtest du besonderes leisten, wenn dein Gehirn und Körper den ganzen Tag über signalisieren, dass sie am liebsten nur noch deine Augen schließen würden? Du kannst nur voll durchstarten, wenn du wirklich ausgeschlafen bist!

Klar, wenn du die empfohlene Schlafmenge von sieben bis acht Stunden täglich einhälst, fehlen dir gegenüber einem erzwungenen Schlafmaximalpensum von sechs Stunden aus denen dich jeden Morgen der Wecker unfreundlich erweckt, ein bis zwei Stunden täglich zum Arbeiten. Wenn du jedoch den ganzen Tag über fit bist – sowohl im Kopf als auch im Körper -, wirst du in weniger Stunden mehr leisten können! Hast du dich nicht selbst schon einmal dabei beobachtet wie du übermüdet ins Büro kamst und dann den ganzen Tag eigentlich nichts geschafft hast außer im Internet zu surfen?

Versuche nicht mitzuhalten im Wettkampf um den kürzesten Schlaf! Mache Schlafen für dich und deine Umwelt wieder zu einer Tugend. Nicht umsonst schlafen Spitzensportler besonders viel. Von Roger Federer ist beispielsweise bekannt, dass er in der Regel 10-12 Stunden schläft. Er wird wissen was er macht – er verdient viel Geld damit erfolgreich zu sein! Wie viel mehr könnte er trainieren, wenn er stattdessen nur sechs Stunden schlafen würde? Täglich hätte er im Schnitt fünf Stunden mehr Trainingszeit zur Verfügung. In nur einem Jahr hätte er über 1.800 Stunden Trainingsvorsprung vor seinen Gegnern! Und trotzdem trainiert er nicht bis spät in die Nacht, sondern weiß die Regeneration des gesunden Schlafs zu schätzen. Wisse auch du um deinen notwendigen Schlaf!

Nun bedingt Schlaf auch deine Ernährung. Schlaf unterstützt den Abnehmprozess. Du musst dich also weniger anstrengen, wenn du abnehmen möchtest. Darüber hinaus fällt es dir viel leichter dich zu motivieren und durchzuhalten, wenn du ausgeschlafen bist. Hast du dich selbst schon einmal dabei ertappt wie du dir vorgenommen hast in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten zumindest etwas mehr auf eine gesunde Ernährung zu achten und dann hast du mal eine Nacht nicht gut geschlafen, bist müde und unmotiviert und schon ist es geschehen? Du gehst zum Kühlschrank oder an die Süßigkeiten-Schublade und stopfst dich mit Ungesundem voll bis du nicht mehr kannst? „Es ist ja nur das eine Mal!“ oder „An so einem Tag habe ich mir das wirklich verdient“ oder ein anderer Satz mit ähnlicher Aussage wird dir dabei vermutlich durch den Kopf gegangen sein. Du siehst also ein Zuwenig an Schlaf beeinflusst auch deine Ernährung negativ.

Umgekehrt funktioniert dies aber genauso: Wenn du spät abends vor dem Schlafen gehen noch einmal deinen Magen so richtig schön überfüllst, wird dein Schlaf in der Nacht nicht erholsam sein. Auch hierfür kennt fast jeder ein Beispiel aus dem eigenen Leben. Wenn du dich nicht an eine solche Situation erinnerst, probier es ruhig mal aus.

Die richtige Ernährung sorgt dafür, dass wir uns fit und wach fühlen. Wenn du dich den ganzen Tag mit Zucker und Kohlenhydraten vollstopfst, wirst du immer eine leichte Müdigkeit verspüren. Evolutionsbedingt ist dies nur logisch: In früheren Zeiten gab es keine Supermärkte, sondern man war darauf angewiesen Beeren zu finden oder ein Mammut zu erlegen. Stand Nahrung dann plötzlich in großen Mengen zur Verfügung, musste sie schnell verzehrt werden – schließlich kannten unsere Vorfahren in der Steinzeit noch keinen Kühlschrank. Danach war der Körper natürlich zufrieden und die Nahrung musste verdaut werden. Eine weitere Jagd war aktuell nicht notwendig und so legte man sich schlafen – in der Steinzeit gab’s ja schließlich noch keinen Fernseher vor dem man sich die Abende um die Ohren schlagen konnte.

Genauso wie schweres Essen einen negativen Einfluss auf unseren Schlaf hat, wirkt der Alkohol ähnlich. Bei beidem fühlen wir uns zunächst sehr müde und schlapp. Damit müsste man ja nun eigentlich sehr gut schlafen können. Jedoch ist genau das Gegenteil der Fall: Die Qualität des Schlafs wird deutlich schlechter!

Genauso tragen Smartphone, Fernsehen, Tablet&Co. am Abend zu einem schlechten Schlaf bei. Um schnell einzuschlafen, ist unser Körper auf Melatonin angewiesen. Melatonin lässt uns einschlafen und gut schlafen. Melatonin wird jedoch nur gebildet, wenn du dich vor dem Schlafen gehen keinen künstlichen Lichtquellen aussetzt. Vor allem das bläuliche Licht von elektronischen Geräten unterbindet dabei die Melatoninproduktion unseres Körpers. Schalte daher abends am besten mehrere Stunden vor dem Schlafengehen deine elektronischen Geräte aus und lies doch mal wieder ein gutes Buch oder unterhalte dich mit deiner Familie.

Laufe jedoch nicht in die Falle die gewonnene Zeit vor dem Schlafengehen für sportliche Aktivitäten zu nutzen. Bei Sport und körperlicher Aktivität bildet der Körper Cortisol – den Gegenspieler des Melatonins. Seinem schlechten Ruf wird Cortisol jedoch nicht gerecht, macht es uns doch wach und fit – wir müssen es nur zu nutzen wissen. Verlege den Sport daher besser in die Morgenstunden, um fit in den Tag zu starten. Das ist natürlich Übungssache, aber probiere es doch einmal ein paar Tage aus!

Mit ausreichend Schlaf wirst du zukünftig im wahrsten Sinne des Wortes ausgeschlafener sein und einen entscheidenden Vorteil gegenüber deinen Mitmenschen haben. Darüber hinaus wirst du Dinge schneller und besser lernen!

Den zweiten Grundstein des Fundaments bildet die Flüssigkeitszufuhr. Dein Körper benötigt regelmäßig ausreichend Flüssigkeit. Vielen Menschen fällt es schwer sich regelmäßig mit Flüssigkeit zu versorgen. Denen empfehle ich gern eine Karaffe mit Uhrzeiten, die motiviert ausreichend zu trinken. Bei Flüssigkeit solltest du vorrangig an Wasser denken! Sowohl Alkohol als auch Koffein- oder zuckerhaltige Flüssigkeiten – haben so große negative Nebeneffekte auf deine Leistungsfähigkeit, dass darauf weitestgehend verzichtet werden sollte!


Vermutlich hast du  selbst schon einmal die negativen Folgen eines geringen Flüssigkeitsmangels zu spüren bekommen. Jeden von uns ist es sicherlich schon einmal passiert nicht ausreichend getrunken zu haben. Eine mögliche Folge dabei sind dann häufig Kopfschmerzen. Wie leistungsfähig du mit Kopfschmerzen noch bist, müssen wir hier vermutlich nicht diskutieren. Auch deine körperliche Leistungsfähigkeit fällt rapide bereits bei einem geringen Flüssigkeitsmangel – genauso wie deine geistige Leistungsfähigkeit. Du solltest also immer auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit achten. Über die genaue Menge, die ein Mensch täglich zuführen sollte, gibt es seit Jahren immer wieder Streit: Zählt Kaffee dazu? Mal ja, mal nein! Darf ich Flüssigkeiten aus der Nahrung mitzählen? Sollte ich einfach möglichst viel trinken? Gibt es eine Obergrenze?…

Aus meiner Erfahrung kann ich dir nur raten möglichst viel zu trinken. Ein vernünftiger Mensch wird vermutlich nicht zu viel trinken – allein schon, weil der Harndrang irgendwann anstrengend werden wird.

Ein zu wenig an Flüssigkeit wirkt sich nicht nur auf deine Leistungsfähigkeit aus, sondern bedingt auch gleichzeitig eine ungesunde Ernährung. Häufig haben wir in unserer modernen Gesellschaft verlernt unser Hungergefühl zu verstehen. Daher greifen wir oft schnell zu einem Schokoladenriegel, wenn wir vermeintlich ein Hungergefühl spüren. Häufig handelt es sich dabei jedoch eigentlich um Durst. Trinke also erst einmal ein großes Glas Wasser, wenn du das nächste Mal Hunger verspürst. Verspürst du einige Zeit danach immer noch Hunger, ist es vermutlich wirklich das Hungergefühl, das dich an den Kühlschrank treibt.

Du solltest diesem Hungergefühl jedoch nicht allzu oft nachgeben. In unserer modernen und schnellen Gesellschaft sind wir es gewöhnt immer und überall mit Nahrung versorgt zu werden. Prinzipiell ist dies ja nichts schlechtes -stell dir mal vor du müsstest zwischendurch aus dem Zug aussteigen, um noch schnell ein Mammut zu erlegen. Jedoch führt ein Überangebot an Nahrung häufig auch dazu dieses Überangebot wahrzunehmen. Wohin dies wieder führt, zeigen die Statistiken zu Übergewicht aktuell eindrucksvoll.

Wie Leistungsfähig man mit entsprechendem Übergewicht ist, kann sich jeder selbst ausmalen. Niemand wird versuchen mit 200 kg einen Marathon zu laufen. Aber auch auf deine geistige Konzentration hat die Ernährung direkten Einfluss. Isst du den ganzen Tag über ständig Zucker und Kohlenhydrate, hälst du den Zuckerspiegel damit sehr lange sehr hoch. Neben den negativen gesundheitlichen Effekten, führt ein Überangebot an Zucker dazu, dass der Körper zunächst träge wird. Auf Dauer verlernt unser Körper damit das Verbrennen von Fett und lagert immer mehr ein. Versuche einmal das Intervallfasten! Du wirst sehen wie gut es dir tun wird, wenn sich dein Körper wieder an die Fettverbrennung gewöhnt, weil er hin und wieder auf Reserven zugreifen muss. Auch eine Unterzuckerung gehört mit diesem „Training“ in der Regel der Vergangenheit hat, da die Menschen in unseren westlichen Ländern in der Regel ausreichend Fettreserven aufweisen.

Selbst im Sport findet aktuell ein Umdenken statt: Jahrzehntelang feierte man vor großen Sportveranstaltungen wie einem Marathon oder Triathlon eine große Pastaparty und betrieb tage vor dem Wettkampf entsprechendes Carboloading. Inzwischen geht man aber dazu über auf das Carboloading zu verzichten und den Körper eher auf Energieverbrennung aus den Fettreserven zu trainieren. Ich selbst laufe regelmäßig morgens 20 Kilometer nüchtern vor dem Frühstück ohne dabei Leistungseinschränkungen zu fühlen. Der Nachteil der „Zuckermethode“ ist, dass zunächst der Zuckerspiegel in die Höhe getrieben wird. Dies kann zu kurzfristigen Leistungssteigerungen führen. Führt aber dann unweigerlich zu einem Tief, wenn der Blutzuckerspiegel nach der Zufuhr steil abrutscht. Dies ist nur zu vermeiden, wenn der Körper einen möglichst gleichmäßigen Blutzuckerspiegel durch die Nahrungsaufnahme halten kann.

Damit wirst du dich dauerhaft fitter fühlen. Reduziere daher deine Zucker- und Kohlenhydratzufuhr und ebenso die Anzahl deiner Mahlzeiten. Snacke dich nicht immer durch den Tag, sondern iss möglichst nur dreimal täglich. Wenn zwischendurch durch starke körperliche Belastung Zwischensnacks notwendig sind, greif nicht zum Schokoriegel, sondern führe für derartige „Notfälle“ besser eine Tüte Nüsse als Notvorrat mit. Durch diese Kombination steigt der Blutzuckerspiegel nach den Mahlzeiten etwas an,bleibt jedoch über den Tag weitestgehend konstant und hält dich leistungsfähig.

Auf diesen drei Bausteinen des Fundaments bauen die Säulen des Erfolgs nun erst auf. Erst mit einer vernünftigen Ernährung, einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr und einem ausreichenden gesunden Schlaf wirst du dich selbst in die Lage versetzen erfolgreich durch dein Leben zu gehen!Dir hat der Artikel gefallen? Dann würden wir uns freuen, wenn du uns mit einer Spende unterstützen würdest!

Lies deine Post nur einmal wöchentlich

Gehörst du auch zu den Menschen, die jeden Tag in ihren Briefkasten schauen und die Post lesen? Das kostet dich auch jeden Abend einen Teil deiner Zeit?

Dann lass es einfach! Schau nicht jeden Tag in Ihren Briefkasten. In der heutigen Zeit kommen sowieso immer weniger Briefe an, da sich die meiste Kommunikation auf elektronischem Wege abspielt. Die Informationen, die mit der Post kommen, können in der Regel auch ein paar Tage warten. Rechnungen, Informationen von Versicherungen, Unterlagen der Bank… das alles muss nicht sofort am Tag des Eintreffens der Unterlagen bearbeitet werden. Im Gegensatz zu E-Mails, die durchaus mal mit der Erwartungshaltung der sofortigen Antwort verbunden sind, erwartet von dir in der Regel auch niemand, dass du auf einen Brief noch am selben Tag antwortest. Die meisten Briefe, die man erhält bedürfen auch gar keiner Antwort, sondern in der Regel nur einer Bearbeitung ohne eigentliche Antwort.

Warum solltest du dir also jeden Abend die Zeit nehmen, um deine Briefe zu öffnen? Wenn du die Bearbeitung der Briefe auf einmal wöchentlich reduzierst, kannst du eine Menge Zeit sparen und dann konzentriert alle Briefe gesammelt abarbeiten: Du musst so nicht täglich dein Online-Banking starten, um nur eine Rechnung zu bezahlen. Überweise Rechnungen besser einmal wöchentlich gesammelt! Rechnungen per Post können immer einige Tage warten. Selbst wenn du die Bezahlfrist dann überschreitest, kannst du immer noch behaupten es war dir gar nicht möglich, rechtzeitig zu bezahlen, da der Zustellvorgang sich verzögert hatte. Die Briefzustellung wird schließlich im Gegensatz zu Paketen nicht verfolgt. Du überweist Rechnungen bereits gesammelt? Sehr gut! Gewöhne dir zusätzlich noch an diese erst gar nicht zu öffnen. So musst du die Briefe auch nicht mehrmals in die Hand nehmen – einmal beim Öffnen, dann beim Ablegen und schließlich beim Bearbeiten – und sparst damit zusätzliche Zeit.

Den Briefkasten wirst du vermutlich dennoch nicht nur einmal wöchentlich leeren, da er ggf. überläuft. Gewöhne dir einfach an zukünftig am Briefkasten vorbeizulaufen und nicht mehr reinzuschauen, ob Post drinnen steckt, sondern nur noch zu prüfen, ob er überläuft. Wenn er überläuft, entleerst du ihn einfach und stapelst deine Briefe direkt auf deinem Eingangsstapel. Gerate erst gar nicht in Versuchung deine Post zu sortieren oder durchzusehen. Dies kostet wiederum unnötig Zeit! Sollte dein Briefkasten innerhalb einer Woche nicht übergelaufen sein, gewöhne dir an einmal wöchentlich deine Post zu bearbeiten und in diesem Zug auch gleich den Briefkasten zu leeren.

Wenn du nicht allein lebst, wird der Rest deiner Familie dieses Verhalten vermutlich anfangs suspekt finden. Aber das wird dir vermutlich mit allen unkonventionellen Ansätzen, die dich jedoch nach vorn bringen,so gehen. Behalte somit dein Ziel im Fokus! Fordere deine Familie auch auf, falls sie den Briefkasten leeren, deine Post direkt auf deinen Eingangsstapel zu legen!

Ich habe meine häuslichen Büroarbeiten auf einen Tag pro Woche reduziert und bearbeite dabei nicht nur meine privaten Mails, sondern alles was im Laufe einer Woche angefallen ist: Ich bezahle Rechnungen, lege wichtige Dokumente ab,… Dazu habe ich mir angewöhnt einmal wöchentlich einen festen Termin „Bürostunde“ in meinem Kalender zu verplanen. Da weiß meine Familie auch gleich, dass ich in diesem Zeitraum beschäftigt bin. So bin ich nicht jeden Abend beim Abendbrot oder anderen Familienzeiten mit wichtigen Aufgaben abgelenkt und weiß dennoch, dass keine wichtige Aufgabe je liegen bleibt, da ich sie schließlich einmal wöchentlich konzentriert bearbeite.

Aber was ist mit Paketen? Das ist eine berechtigte Frage: Bereits ein Paket wird vermutlich deinen Briefkasten mehr als verstopfen! Darüber hinaus bekommt man Pakete in der Regel ja nicht ungefragt gefüllt mit Unterlagen oder Rechnungen, sondern, weil man etwas bei Amazon oder einem anderen Online-Shop bestellt hat. Aber musst du Bestellungen immer sofort öffnen? Sei mal ehrlich! Die meisten Dinge sind eher nach dem Prinzip „Will-haben“ als nach Notwendigkeit in deinem Warenkorb gelandet. Daher hat auch hier ein Öffnen der Pakete in der Regel einige Tage Zeit. Du wirst jedoch kaum deine Pakete vor der Tür stehen lassen und auch deine Familie wird sich vermutlich bedanken, wenn sich die Pakete im Flur stapeln. Such dir daher einen geeigneten Übergangslagerplatz für eintreffende Pakete – beispielsweise im Keller. Ein netter Nebeneffekt dieser Taktik könnte übrigens auch sein, dass du nicht mehr so viel Geld in Online-Shops ausgeben und dir ggf. vorher überlegst was im Warenkorb landet.

Wie gehst du mit deiner Post um? Hast du bereits die gleiche Strategie oder vielleicht eine ganz andere? Hinterlasse uns und den anderen Lesern doch unten einen Kommentar und berichte von deinen Erfahrungen!

Aufgabe:

  • Gehe ab heute jeden Tag an deinem Briefkasten vorbei und prüfe nur, ob er überläuft. Wenn er überläuft entleere die Post unsortiert auf deinen Eingangsstapel.
  • Überlege dir schon einmal wie du die Minuten, die du so täglich sparst, genießen kannst! Vielleicht bei einem Kaffee mit deiner Familie?
  • Plane einen Bearbeitungstag in einer Woche ein! Ab sofort planst du für jede Woche einen Bearbeitungstag ein!


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Informationsdiät – 30 Tage ohne Nachrichten – Darf ich noch Zeitschriften lesen?

Legt man die Informationsdiät sehr streng aus, würde dies bedeuten, dass man möglichst auf alle ankommenden Informationen verzichtet. Dazu gehören natürlich sämtliche Nachrichtenwebsites, unnötige E-Mails, Zeitungen, … Aber auch Zeitschriften?

Mir stellte sich also während der Informationsdiät die Frage, ob ich noch Zeitschriften lesen darf. Diese Frage habe ich für mich mit einem klaren Jain beantwortet:

Bei der Informationsdiät geht es ja vor allem darum, dass man nicht unnötig viele Informationen auf sich einprasseln lässt, die man eigentlich gar nicht benötigt und die einen nur vom wesentlichen abhalten. Auch Tim Ferriss sagt selbst, dass er trotz seiner andauernden Informationsdiät immer noch Bücher liest.

Daher habe ich alle Informationen, die mich erreichen während der 30 Tage immer mit den folgenden Fragen bewertet:

  • Habe ich diese Information aktiv gesucht oder angefordert oder ist diese Information einfach aus dem Nichts in mein Leben getreten?
  • Bringt mich diese Information bei meinen wesentlichen Aufgaben im Leben weiter?
  • Ist diese Information gefiltert oder passiert sie ungefiltert meine Informationsschranke?

Mit diesen Fragen bewertete ich nun meinen Zeitschriftenkonsum: Zunächst lässt sich mein Zeitschriftenkonsum in zwei Kategorien einteilen: Abos und Käufe von Einzelheften. Ein Kauf von Einzelheften kam bisher sehr selten in meinem Leben vor. Meistens kaufte ich eine Zeitschrift, wenn ich mit der Bahn reiste und mir mein Lesestoff während der Fahrt ausging. Dann schaute ich im nächsten Bahnhofskiosk nach einer interessanten Lektüre. Diese Auswahl würde ich nun mit etwas mehr Augenmerk auf die Informationsdiät treffen. Dies stellte keine große Einschränkung in meinem Leben dar.

Schwieriger gestaltete sich die Informationsdiät bei den Zeitschriften Abos. Generell fällt einem die Kündigung eines Abos immer schwer. Man könnte ja gerade in der ersten nicht mehr abonnierten Ausgabe etwas wichtiges verpassen. Außerdem ist es ja immer so bequem die Zeitschrift direkt nach Hause geliefert zu bekommen. Aus Sicht der Informationsdiät würde es jedoch viel mehr Sinn ergeben, wenn ich die Abos kündigte und stattdessen gezielt jedes Heft am Kiosk kaufen würde. Ich entschied mich je nach Zeitschrift für unterschiedliche Wege:

Meine Interessensgebiete waren schon immer breit gefächert. Dementsprechend gestalteten sich meine Zeitschriftenabonnements. Da ich von Haus aus Informatiker war, war natürlich eine entsprechend tiefgehende IT-Zeitschrift Pflichtlektüre. Um ehrlich zu sein, las ich in dieser aber bereits seit Jahren nur noch sporadisch. Und auch dann verwendete ich das vermittelte Wissen nicht mehr wirklich häufig. Daher entschloss ich mich hier direkt zur Kündigung. Zukünftig würde ich nur noch ein Exemplar kaufen, wenn mich ein Artikel wirklich interessierte.

Ähnlich erging es mir mit den Zeitschriften zum Tauchen. Hier abonnierte ich eine Zeitschrift zum technischen Tauchen und eine allgemeine Tauchzeitschrift. Beide Zeitschriften trafen – wenn ich ehrlich war – nicht mein Wissenslevel. In der Spezialzeitschrift las ich häufig lediglich zwei Artikel – man musste ja etwas gelesen haben, wenn man sie schon abonniert. So tief, wie dort eingetaucht wurde, wollte ich mich zu dem damaligen Zeitpunkt gar nicht informieren. Die allgemeine Zeitschrift war für meinen Wissensstand viel zu oberflächlich, so dass ich sie nur überflog. In beiden Fällen stand meine Entscheidung schnell fest: Beide Abos kündigen. Statt der Abos würde ich mit zukünftig gezielt im Internet zu Themen, die mich umtrieben, informieren.

Um mich auf dem Laufenden zu halten, abonnierte ich als letzte Zeitschrift im Bunde ein Magazin zum Rettungsdienst. Dieses Abo würde ich nicht kündigen, da ich in den letzten Monaten wirklich jeden Artikel las. Wenn ich ehrlich war, las ich aber nicht jeden Artikel, weil er mich wirklich interessierte, sondern damit sich das investierte Geld lohnte. Ich vergas bei der Rechnung jedoch die investierte Zeit, die diese Ausführung mich monatlich kostete. Zukünftig würde ich nur noch Artikel lesen, die mich interessierten oder weiter brächten.

Wie bei einer guten Diät, würde ich also zukünftig nicht komplett auf Nahrung verzichten, sondern selektiv nur noch gesunde Informationen aus dem Zeitschriftenregal konsumieren.

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Informationsdiät – 30 Tage ohne Nachrichten – Prospekte, Prospekte, Prospekte

Liest du auch ab und an die Aufkleber auf den Briefkästen Ihrer Nachbarn? „Bitte keine Werbung!“ Am ersten Wochenende der Informationsdiät wurden sie mir bewusster je zuvor.

Immer wieder freitags, samstags und sonntags flatterten unzählige kostenlose Zeitschriften inkl. Prospekten in unseren Briefkasten. Ich habe mir am ersten Wochenende der Informationsdiät einmal die Mühe gemacht und sie gezählt: Es kamen sage und schreibe drei kostenlose Zeitungen und 27 Prospekte unterschiedlicher Geschäfte der Umgebung zusammen.

Zwar las ich die kostenlosen Zeitungen bisher auch nie und sortierte die Prospekte schon einmal grob nach „könnte interessant sein“ und „brauche ich eh nicht“, allerdings betrachtete ich den Stapel im Rahmen der Informationsdiät noch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Brauchte ich wirklich all diese Informationen? Musste ich jede Woche irgendwelche Angebote durchstöbern, um ein Schnäppchen zu machen? Waren die Angebote überhaupt Schnäppchen? Ich nahm mir also vor an diesem Wochenende zunächst genauso vorzugehen wie ich bisher immer vorgegangen war: Potentiell interessante Prospekte lesen! Bei jedem Prospekte überlegte ich mir dann, ob ich ihn während der restlichen Informationsdiät oder sogar während meines restlichen Lebens noch weiter betrachten und die darin enthaltenen Informationen weiterhin in mein Leben lassen wollte.

Zu den üblichen Prospekten meiner Wahl gehörten die Discounter im Ort und üblicherweise die Baumärkte der Umgebung – ich hatte gerade ein Haus gebaut, da fand man immer etwas was man brauchte. Leider fand man auch immer etwas, das man nicht brauchte, aber trotzdem haben wollte. Diese Tatsache wurde mir beim Durchblättern der Prospekte schlagartig klar! Dazu fand ich in einem Prospekt eines örtlichen Baumarktes tatsächlich ein Angebot eines Artikel für 99,- Euro. Der Artikel war laut Prospekt runtergesetzt von 129,- Euro. Ich würde also gleich 30 Euro sparen, wenn ich in dieser Woche zuschlagen würde. Was für ein Schnäppchen! Gut, dass ich bis zur Informationsdiät immer brav die Prospekte las! Die Haken an diesem Angebot war jedoch, dass ich genau diesen Artikel bereits vor drei Wochen in genau diesem Baumarkt erworben hatte. Ich konnte mich auf die Schnelle nicht mehr an den Preis erinnern. Aber ich hatte meiner Frau ein Foto des Artikels geschickt, um mich mit ihr über den Kauf abzustimmen – wir hatten schon lange nach einem variablen Treppenpodest gesucht, so dass wir die Fenster im Treppenhaus mit einer Leiter putzen konnten. Anders war leider nicht an die Fenster heranzukommen. Zufällig entdeckte ich das Podest dann auch im Baumarkt und schickte meiner Frau schnell ein Foto – zum Glück inkl. Preisschild – um mich zu vergewissern, dass es Ihren  Vorstellungen entsprach. Auf diesem Foto mit Preisschild entdeckte ich nun, dass der reguläre Preis im Baumarkt tatsächlich schon vor drei Wochen bei 99,- Euro lag. Ich würde also mit einem Kauf in dieser Woche gar keine 30 Euro sparen, sondern hatte es bereits vor drei Wochen zum „Angebotspreis“ erworben. Dies führte dazu, dass ich als treuer Stammleser der Baumarktprospekte sofort beschloss diese nicht mehr zu beachten.

Auch bei den meisten anderen Prospekten kam ich zu einem ähnlichen Entschluss. Übrig blieben von den eingangs 27 gezählten Prospekten am Ende zwei Prospekte örtlicher Discounter. Da ich diese zwei wirklich in mein Leben lassen mochte und meine Frau auch noch gern weitere Prospekte las, verzichtete ich letzten Endes dann auf die Radikale Lösung meiner Nachbarn mit dem „Bitte keine Werbung“-Aufkleber auf dem Briefkasten. Die Zeit, die mich Werbung am Wochenende kostete, wurde jedoch deutlich reduziert.

Ob du nun ähnlich oder doch radikal verfährst, sei dir selbst überlassen. Betrachte deine Prospekte am kommenden Wochenende aber doch vielleicht mal im Sinne der Informationsdiät etwas kritischer!


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Leben ohne Zucker – Die 10-Prozent-Hürde – Teil 2

Am Montag startete ich also wieder mit hoher Motivation – auch, wenn ich sehr erschöpft in die Woche ging. Aber sich selbst zu motivieren, wenn es gut läuft, ist ein Kinderspiel. Schwer wird es erst, sich selbst zu motivieren, wenn man gerade einen Rückschlag erlitten hat. Mit diesem Wissen startete der Montag mit einer Schale Cornflakes, die gerade noch unterhalb von 10% Zucker lagen. Mittags gab es Putensteak mit Nudeln. Am Nachmittag gab es den Rest Bergkäse aus der letzten Woche und ein paar Nüsse. Damit lag ich dann nicht nur im Zucker-Soll, sondern schaffte sogar wieder 16:8-Intervallfasten.

Der nächste Tag startete mit Haferflocken und Nüssen. Ich war auch ziemlich ausgehungert, nachdem ich morgens um kurz nach sechs Uhr laufen war und erst um 8 Uhr frühstücken durfte. Mittags gab’s dann Schweinenackensteck mit Bratkartoffeln in der Kantine. Nachmittags dann nochmal Haferflocken. Also ein unspektakulärer Tag was den Zucker angeht.

Am Dienstag startete ich wieder mit Haferflocken in den Tag. Das Mittagessen bestand aus einer Reispfanne inkl. Fleisch. Abends lies ich das Essen aufgrund von zu wenig Zeit einfach mal ausfallen. Das sollte natürlich nicht die Regel werden, aber selbst die Schwimmeinheit am Abend bereitete mir so keine Probleme.

Der nächste Morgen fiel bezüglich des Zuckerkonsums sehr gering aus -ich ließ das Frühstück ausfallen, da ich den ganzen Morgen tief in meine Arbeit versunken war und startete die Tag mit der ersten Nahrungsaufnahme am Mittag. Da mittwochs immer SchniPo-Tag (Schnitzel-Pommes) in der Kantine war, ergab das Mittagessen vermutlich nicht die gesündeste Mahlzeit meines Lebens, jedoch war der Zuckeranteil recht gering. Zum Abendbrot gab es Nudeln, somit konnte ich auch hier die 10%-Hürde durchhalten.

Donnerstags war ich nicht im Büro, sondern unterwegs. Da ich mir meine komplette Verpflegung mitgenommen hatte, um nicht irgendwo unterwegs schnell mal der Versuchung zu erliegen etwas Ungesundes-To-Go zu kaufen. Damit konnte ich dann auch sicherstellen, dass der Zuckeranteil so gering wie möglich sein würde.

Der Freitag war wieder ein Fastentag im Sinne des 5:2-Intervallfastens. Somit gab es hier gar keine Berührungspunkte mit Zucker. Das darauf folgende Wochenende verlief deutlich besser als der Wochenende zuvor. Mit „normalem“ Wochenendfrühstücken bestehend aus Brötchen, war der Start in den Tag so gerade noch gelungen. Mittags gab es selbst gemachte Pizza und es wurde gegrillt. Abends aß ich zuvor ja gern nochmal eine Tüte Chips oder die Tafel Schokolade. An diesem Wochenende gab es auf dem Sofa dann nur Käse.

Fazit nach zwei Wochen: Wenn man sich bezüglich Süßigkeiten-Konsum diszipliniert, ist es selbst als Kohlenhydrant-Junkie gar nicht so schwierig unter der 10%-Hürde zu bleiben.

Als nächsten Schritt hatte ich mir die 5%-Hürde vorgenommen. Dies sollte dann jedoch um einiges schwieriger werden, da ich in den letzten zwei Wochen festgestellt habe, dass ich mit vielen Lebensmitteln im Bereich von 5-10% lag. Nun diese Lebensmittel deutlich zu reduzieren, würde vermutlich auch deutliche Einbußen bei meiner gefühlten Lebensqualität bedeuten.

 

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Informationsdiät – 30 Tage ohne Nachrichten – Kommunikation im Team

Die Kommunikation und die Informationsflut in meinem Team stellte mich während der Informationsdiät vor eine weitere Herausforderung.

Ich bin weiß Gott kein Verfechter von „ich muss ständig erreichbar sein“. Aber beruflich verfällt man doch ab und an in Zugzwang – vor allem, wenn der oder die Vorgesetzte mit in der Kommunikation ist, möchte man ja nicht der letzte sein der antwortet, sondern bei ihm oder ihr einen guten Eindruck hinterlassen.

Wie ließ sich dies nun in der auch berufliche Informationsdiät umsetzen? Bei den Mails versuchte ich möglichst über Filter eine große Menge unwichtiger Mails direkt wegzufiltern. Ebenso las ich meine beruflichen Mails nur noch dreimal täglich – was erstaunlicherweise an keiner Ecke zu einem Weltuntergang führte. Für E-Mails von meinem Chef setzte ich mir eine Regel, die dafür sorgte, dass ich trotz des nur dreimaligen Lesens von E-Mails auch außerhalb dieser Mail-Zeitfenster über Mails von meinem Vorgesetzten benachrichtigt wurde. So konnte ich immer zeitnah auf genau diese Mails reagieren und musste nicht allzuoft meinen Mail-Rythmus verlassen.

Darüber hinaus gab es jedoch bei uns im Team einen Teamchat, um sich schnell und informell auszutauschen. Vor der Informationsdiät las ich praktisch ständig die Nachrichten in diesem Chat. Mit Beginn der Informationsdiät reduzierte ich auch diesen Nachrichtenkonsum auf dreimal tägliches Überfliegen der Chatnachrichten. Das meiste war ohnehin nicht so wichtig, dass es eine sofortige Intervention meinerseits erfordert hätte – wenn es wirklich irgendwo brennt, rufen mich die Leute schon an!

Oft trifft man mit dem dreimaligen Lesen von Nachrichten – sei es nun der Chat, Mails oder ein anderer Weg -auch immer noch das erwartete Antwortfenster des Gegenüber. Die anderen sind schließlich auch immer beschäftigt und haben nicht den ganzen Tag Zeit auf Nachrichten von mir zu warten. Und wenn doch, sind sie eindeutig nicht ausgelastet.Dir hat der Artikel gefallen? Dann würden wir uns freuen, wenn du uns mit einer Spende unterstützen würdest!

Informationsdiät – 30 Tage ohne Nachrichten – Informationsfalle Smartphone

Als große Herausforderung der Informationsdiät stellte sich in den ersten Tagen das Smartphone heraus. Es begeistert nicht nur täglich, sondern eher stündlich oder minütlich mit neuen Nachrichten per Whatsapp, E-Mail oder Facebook.

Zunächst einmal schaltete ich sämtliche Benachrichtigung von Mail- oder Messenger-Clients soweit aus, dass sie nicht mehr vibrierten und erst recht keinen Ton mehr von sich gaben. Nun musste ich nur noch dem Verlangen widerstehen ständig nachzuschauen, ob es nicht doch etwas neues gibt.

Bei den beruflichen Mails stellte dies gar kein Problem dar: Schon seit längerer Zeit arbeitete ich auch am PC mit der Methode nur dreimal täglich meine Mails abzurufen und zu bearbeiten. Das konnte ich nun schnell auf die Mails auf dem Smartphone übertragen bzw. hatte ich mir für berufliche Mails bereits angewöhnt. Zusätzlich zu meinem Beruf arbeitete ich aber noch im großen Stil ehrenamtlich und hatte zusätzlich natürlich einen privaten Mailaccount. Bei den beruflichen Mails kann man relativ einfach mit sich selbst diese Vereinbarung treffen: „Es ist ja nur beruflich, also lies die Mails konzentriert auch nur dreimal täglich während der Arbeitszeit!“ Im Gegensatz dazu ist man beim Ehrenamt (und auch privat) natürlich hoch motiviert und wartet quasi durchgängig auf interessante Mails zu seinen Aktivitäten. Immer wieder erwischte ich mich also dabei wie ich meine Mails also trotzdem abrief. Nach einigen Tagen legte sich der Drang Mails abzurufen zum Glück jedoch. Ich kam mit mir selbst zu der Abmachung private und ehrenamtliche E-Mails nur einmal täglich abzurufen und diese dann auch gesammelt zu bearbeiten. Das reduzierte in diesem Bereich nicht nur die Informationsflut, sondern machte mich auch in diesem Bereich massiv effizienter.

Einfacher war es hingegen bezüglich Facebook auf dem Smartphone. Mir anzugewöhnen nicht ständig bei Facebook rumzusurfen, löste ich dadurch, dass ich das Smartphone zu Hause nicht mehr ständig bei mir trug, sondern einfach zentral im Flur ablegte. Die Benachrichtigung für den Facebook-Messenger deaktivierte ich ebenfalls. Jedoch bekam ich auch zuvor selten Nachrichten über den Facebook-Messenger, so dass dies kaum eine Einschränkung bedeutet hätte.

Schwerer wurde es dann wieder bei Whatsapp: Ich nutzte Whatsapp auch damals nicht, um lustige Katzenvideos an all meine Freunde zu verteilen, sondern hauptsächlich in meiner Position im Ehrenamt, um die Jugendlichen zu erreichen. Es ist nunmal das Medium der Jugend – und will man diese Zielgruppe erreichen, muss man in ihrer Liga spielen. So organisierte ich Veranstaltungen etc. neben Mails und Telefonaten weitestgehend per Whatsapp. Das artete dann schonmal dazu aus, dass ich über den ganzen Tag verteilt Whatsapp-Nachrichten schrieb und vor allem empfing (wir möchten uns hier ja die Informationsdiät anschauen und vor allem den Eingang von Informationen reduzieren oder zumindest kanalisieren). So fand ich hier eine ähnliche Abmachung mit mir selbst, wie ich sie für berufliche Mails mit mir getroffen hatte: Whatsapp wurde nur dreimal täglich geöffnet.

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Informationsdiät – 30 Tage ohne Nachrichten – Technische Unterstützung nutzen

Ich gebe zu, es war nicht immer leicht die Informationsdiät strikt durchzuhalten. Aber ich habe mir ein paar technische Hilfen gebastelt, um sie leichter durchhalten zu können.

Genauso wie es bei einer richtigen Diät viel leichter fällt im Supermarkt einmal „Nein“ zu Süßigkeiten zu sagen und diese dann gar nicht erst einzukaufen, wollte ich dies auch für Informationen erreichen. Wenn die Süßigkeiten erst einmal zu Hause im Schrank liegen, muss man jedes Mal, wenn man am Schrank vorbei kommt widerstehen. Sind sie erst gar nicht ins Haus gekommen, besteht diese Versuchung gar nicht. Diesen Ansatz habe ich nun – zumindest für meinen Windows-PC – auf die Informationsdiät übertragen.

Es würde mir viel leichter fallen, wenn ich die Informationen einmal sperren kann als immer wieder bewusst darauf zu verzichten. Mit der Zeit würde sich daraus eine Gewohnheit entwickeln – genau wie bei den Süßigkeiten – und ich würde mich nicht mehr durch Sperren disziplinieren müssen. Aber wie konnte ich verhindern, dass die Informationen mich erreichen?

Bei Windows (und auch bei Linux, aber die Erklärung spare ich mir hier, da Linux-Nutzer das vermutlich ohnehin kennen) gibt es die Möglichkeit die Einträge für Domains selbst zu manipulieren. Wenn du beispielsweise immer wieder der Versuchung erliegst Seiten wie spiegel.de, welt.de, und bild.de aufzurufen, um dich doch einfach mal kurz treiben zu lassen und Informationen ungefiltert zu sammeln, kannst du diese Seiten einfach lokal sperren. Dazu editierst du einfach die Datei „hosts“ auf deinem Computer. Dort kannst du für Domains die IP-Adresse selbst konfigurieren. Was normalerweise ein Nameserver für dich dynamisch erledigt, wenn du die Adresse einer Internetseite im Browser aufrufen, kannst du dort selbst einstellen.

Editiere  dazu einfach die Datei „hosts“ im Pfad „%systemroot%\system32\drivers\etc“auf deinem Windows-PC. Die Einträge dort sind selbst für Laien ziemlich einfach zu verstehen und zu bearbeiten. Füge einfach am Ende der Datei für jede Website, die du für dich selbst sperren möchtest, die folgende Zeile ein:

127.0.0.1 boese-seite.de #Informationsdiät

127.0.0.1 www.boese-seite.de #Informationsdiät

Was passiert nun? Wenn du im Browser nun die Seite öffnen möchtest, sollte sich eine Meldung öffnen, dass die Seite nicht erreichbar ist – es sei denn du betreibst lokal auf deinem PC einen Webserver. Wenn du soweit bist, wirst du aber wissen, wie es weitergeht.

So blockierst du deine ständigen Ablenkungen zum größten Teil selbst. Du widerstehst einmal dem Surfen und musst nicht ständig an der prall gefüllten Informationsschublade mit viel Willenskraft vorbeigehen.Dir hat der Artikel gefallen? Dann würden wir uns freuen, wenn du uns mit einer Spende unterstützen würdest!