Dienstlich nicht mit dem PKW reisen

Viele von uns müssen regelmäßig auf Dienstreise gehen. Egal, ob es sich dabei um eine Tagesreise oder um eine mehrtägige Reise handelt, ihnen allen ist gemein, dass meist größere Strecken zurückgelegt werden müssen. Gehören Sie immer noch zu den Geschäftsreisenden, die ihr Ziel mit dem PKW anfahren?

Dann überlegen Sie einmal, ob das wirklich die beste Alternative für Sie ist und lassen Sie sich für die kommenden Geschäftsreisen von den folgenden Ideen inspirieren!

Das Auto hat natürlich viele Vorteile: Sie gelangen exakt von zu Hause oder vom Firmensitz bis an ihr genaues Ziel und sind vor Ort auch noch mobil. Gerade wenn Sie auf dem Land wohnen, sind die Bahn- oder Fluganbindungen in der Regel nicht besonders gut. Aber niemand behauptet, dass Sie in solchen Fällen komplett auf das Auto verzichten müssen. Binden Sie es notfalls einfach intelligent in ihre Reiseplanung ein. Dabei muss der PKW nicht immer ihr eigener oder ein Firmenwagen sein.

Es ist ja auch durchaus möglich die Strecke intelligent aufzuteilen, so dass Sie beispielsweise am Zielflughafen für die letzten 50 km einen Mietwagen buchen. Ich bin beispielsweise schon mit dem Privat-PKW zu einem kleinen Flughafen bei mir in der Nähe angereist, von dort nach München geflogen und haben für Kundentermine in München einen Mietwagen vom Flughafen genutzt. So lassen sich Geschäftsreisen auch verkürzen, wenn man morgens hin- und abends zurückfliegt. Natürlich können Sie auch aus Norddeutschland mit dem PKW morgens um 3 Uhr nach München aufbrechen, um nach anstrengenden Besprechungen abends um 23 Uhr wieder zu Hause zu sein, jedoch wird spätestens die Rückfahrt alles andere als sicher verlaufen, weil Sie übermüdet sein werden.

Damit sind wir auch schon bei den Vorteilen von Bahn und Flugzeug auf Dienstreisen: Sie müssen sich auf die eigentliche Fahrt nicht konzentrieren und haben die Kopf frei für andere Dinge. Was Sie mit dieser gewonnenen Zeit anfangen, steht Ihnen natürlich frei. Hierzu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: In der Bahn, im Flugzeug oder auch bei Wartezeiten am Flughafen, gibt es immer eine Gelegenheit zu arbeiten. Sicherlich werden Sie in der Flughafen Lounge nicht so produktiv sein wie Sie es in Ihrem eigenen Büro wären, jedoch immer noch deutlich produktiver als im Auto.

Während der Autofahrt könnten Sie über die Freisprecheinrichtung Telefonate führen. Alles andere darüber hinaus würde Ihre Sicherheit stark beeinflussen. Telefonieren geht während eines Fluges in der Regel nicht, aber mit Ihrem Notebook sind Sie auch über den Wolken produktiv. Auf einigen Flügen gibt es inzwischen sogar WLAN, so dass Sie im Flugzeug ihr Notebook uneingeschränkt nutzen können. Selbst, wenn dort kein WLAN verfügbar ist, können Sie vor Abflug Ihre E-Mails abholen, diese dann während der Reise bearbeiten und nach Landung verschicken.

Ähnlich verhält es sich in der Bahn: In Deutschland haben Sie praktisch überall flächendeckend Internet oder sogar WLAN im Zug. Selbst wenn es mal für kurze Zeit abreißt, schreiben Sie sicher mehr E-Mails als im Auto. Telefonieren im Zug ist ein zweischneidiges Schwert: Natürlich könnten Sie bei der deutschen Netzabdeckung durchgehend Telefonate führen. Die anderen Fahrgäste werden es Ihnen jedoch danken, wenn Sie Ihre Telefonate auf die Umsteigezeiten beschränken.

Wenn Sie so an die nächste Dienstreise herangehen, können Sie Ihrer Firma auch leicht vorrechnen, dass die Reise mit Bahn und Flugzeug für den Arbeitgeber günstiger ist als mit dem PKW. Die Fahrtzeit ist schließlich keine verlorene Zeit, sondern sinnvoll genutzte Arbeitszeit. Rechnen Sie einmal Ihren Stundensatz, den Sie Ihrem Kunden für die geleistete Arbeit in Rechnung stellen aus!

Nebenbei kommen Sie auch noch entspannt und sicher ans Ziel – und natürlich zurück! Dienstreisen lassen sich sogar verkürzen, wenn man morgens mit Bahn und Flugzeug anreist und abends schon wieder bei der Familie auf dem Sofa sitzt. Einen separaten Tag für die An- und Abreise muss es so häufig nicht mehr geben und es wird zusätzlich Geld gespart, da der zweite Tag bereits wieder für neue Aufgaben im Büro verwendet werden kann. Tage mit 14 Stunden sind somit kein Problem mehr, da Sie die Reisezeit auch zur Entspannung nutzen können. Wenn Sie morgen früh aus dem Bett müssen und abends auch erst spät wieder nach Hause kommen, können Sie die Zeiten unterwegs entspannt für ein kurzes Schläfchen nutzen. Die Zeiten in denen ein Mittagsschlaf etwas für alte Leute war, sind längst vorbei. Powernapping lädt in kurzer Zeit Ihre Akkus wieder auf. Probieren Sie es einmal!

In der Bahn oder im Flugzeug ergibt sich auch immer die Gelegenheit etwas zu lesen. Ich selbst lade mir dazu gern wichtige Dokumente auf mein ebook und lesen sie so unterwegs bei jeder Gelegenheit. Es ergeben sich ja zwangsläufig immer Wartezeiten oder Verspätungen. Wenn Sie nun einwerfen, dass die Bahn ja immer unpünktlich ist, gebe ich Ihnen einmal zu bedenken wie genau Sie eine Autofahrt von Hamburg nach München planen können? Können Sie Ihre Ankunftszeit sicher auf fünf Minuten genau voraussagen? Auf der Autobahn kommt es immer wieder zu Staus oder viel Verkehr.

Wenn Sie nun während der ganzen Fahrt gearbeitet, gelesen oder geschlafen haben und Ihnen wirklich nichts mehr einfällt, das Sie erledigen können: Unterhalten Sie sich doch einfach mal mit Ihrem Sitznachbarn, der Zugbegleiterin oder gehen Sie ein paar Schritte ins Bordrestaurant, um dort ein paar Worte mit den Mitreisenden zu wechseln. Hier ergibt sich immer eine Gelegenheit interessante neue Leute kennen zu lernen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten! In der heutigen Zeit sind die meisten Menschen leider sehr ich-bezogen und interessieren sich gar nicht mehr für andere Mitmenschen. Seien Sie anders!

Nach all diesen Vorteilen, sollten wir einen wichtigen Aspekt nicht vernachlässigen: Bei allen Vorteilen, die Sie für sich aus dieser Reise nun mitnehmen, leisten Sie zusätzlich noch einen Beitrag für die Umwelt.

Aufgabe

Planen Sie Ihre nächste Dienstreise bewusst mit Bahn oder Flugzeug!

Überlegen Sie sich vor der Dienstreise wie sie die Fahrtzeit sinnvoll nutzen werden!

Kommen Sie mit anderen Mitreisenden ins Gespräch!Dir hat der Artikel gefallen? Dann würden wir uns freuen, wenn du uns mit einer Spende unterstützen würdest!

2 Gedanken zu „Dienstlich nicht mit dem PKW reisen“

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